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·25. September 2026

Klopp zieht seinen teuersten Spieler vor: Wirtz und Burkardt rücken früher nach

Artikelbild:Klopp zieht seinen teuersten Spieler vor: Wirtz und Burkardt rücken früher nach

Herzogenaurach. Am Freitagvormittag reisten zwei Spieler ab und zwei an. Jamal Musiala fuhr nach München zurück, Kai Havertz nach London – Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel der eine, Muskelzerrung der andere. Jürgen Klopp reagierte binnen Stunden und zog Florian Wirtz und Jonathan Burkardt aus dem zweiten Aufgebot vor. Beide gehören schon am Sonntag gegen Griechenland zum Kader.

Der Tausch im Detail

Wirtz, 23, Offensivspieler des FC Liverpool und mit einem Marktwert von 100 Millionen Euro der wertvollste Spieler in Klopps gesamtem Aufgebot, war ursprünglich erst für die Partien gegen Serbien am 1. Oktober in München und das Rückspiel in Griechenland am 4. Oktober vorgesehen. Dasselbe galt für Burkardt, 26, Mittelstürmer von Eintracht Frankfurt.


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Es ist ein Eins-zu-eins-Ersatz nach Positionen: Wirtz für Musiala auf der Zehn, Burkardt für Havertz in der Spitze. Damit tritt Klopp am Sonntag erneut mit 24 Spielern an – exakt die Zahl, mit der er nach Amsterdam gereist war.

Warum das Modell hier seine Stärke zeigt

Der XXL-Kader mit zwei Gruppen war vor allem als Sichtungs- und Belastungsinstrument gedacht. An diesem Freitag hat er eine andere Funktion erfüllt: die des Puffers. Ohne die zweite Gruppe hätte der DFB zwei Spieler regulär nachnominieren müssen – mit Anreise, Formalitäten und der Frage, wer überhaupt kurzfristig verfügbar ist. So genügte ein Anruf und ein früherer Flug.

Es ist bereits der dritte Eingriff in die Kaderplanung binnen einer Woche. Am Montag hatte Klopp Karim Adeyemi und Lennart Karl zwischen den Gruppen getauscht, weil Karl muskuläre Probleme hatte. Am Donnerstag fiel Musiala beim Aufwärmen aus. Am Freitag folgten die Diagnosen und die Nachrückaktion.

Wirtz und Burkardt: zwei sehr unterschiedliche Lagen

Für Wirtz ist es die Rückkehr in eine Startelf, in der er unter Julian Nagelsmann gesetzt war – im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay hatte er noch begonnen. In Klopps erster Elf in Amsterdam stand er nicht; der Bundestrainer hatte ihn bewusst der zweiten Gruppe zugeordnet. Jetzt bekommt er die Bühne früher, als beide geplant hatten.

Burkardt hingegen wartet weiter auf seinen ersten Einsatz unter Klopp. Der Frankfurter war unter Nagelsmann nicht berücksichtigt worden und gehört zu jenen Angreifern, die der neue Bundestrainer gegenüber Deniz Undav bevorzugt hat. Mit Younes Ebnoutalib steht ein zweiter Frankfurter Stürmer im Kader – jener Debütant, der in Amsterdam für Havertz kam und den ersten deutschen Torschuss abgab. Am Sonntag konkurrieren die beiden Klubkollegen um dieselbe Position.

Wie lange die Verletzten fehlen

Offiziell ist das offen. Weder der DFB noch die Vereine haben eine Ausfallzeit genannt. Nach Informationen von Sky wird Musiala voraussichtlich drei bis vier Wochen fehlen – für den FC Bayern, der nach der Länderspielpause acht Pflichtspiele in 25 Tagen bestreitet, der denkbar schlechteste Zeitpunkt. Bei Havertz spricht die Diagnose für eine deutlich kürzere Pause; eine Zerrung ist die glimpflichere Variante.

Sonntag in Augsburg

Um 20.45 Uhr empfängt Deutschland Griechenland, live in der ARD. Die Bilanz ist eindeutig: sieben Siege, drei Unentschieden, keine Niederlage in bislang zehn Duellen. Auch die Marktwerte sprechen eine klare Sprache – 1,30 Milliarden Euro auf deutscher, 320,6 Millionen auf griechischer Seite.

Was dagegen spricht, es zu unterschätzen: Griechenland hat am Donnerstag 2:1 in Belgrad gewonnen, mit einem Siegtreffer in der 95. Minute. Und Deutschland tritt zum zweiten Mal binnen vier Tagen mit einer Mannschaft an, die sich gerade erst kennenlernt.

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