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·24. September 2026
Klopps Debütabend beginnt mit einer Umstellung in letzter Minute – Musiala kann nicht

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Amsterdam. Es waren noch keine zwanzig Minuten bis zum Anpfiff, als Jürgen Klopp seine Aufstellung ändern musste. Jamal Musiala hatte nach dem Aufwärmen in der Johan-Cruyff-Arena signalisiert, dass es nicht geht. Der 23-Jährige spürte laut Sky etwas im Oberschenkel. Für ihn läuft Nadiem Amiri auf. Klopps erstes Spiel als Bundestrainer beginnt damit ohne den Spieler, um den er die Offensive bauen wollte.
Sky berichtet, es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Wie schwerwiegend die Beschwerden sind, ist offen; ob weitere Untersuchungen nötig werden, ebenfalls. Es gibt zunächst keinen Hinweis auf eine ernsthafte Verletzung. Mehr ist nicht bekannt, und mehr sollte man nicht behaupten.
Die Formulierung „etwas im Oberschenkel verspürt“ kennt man bei Musiala. Schon bei der WM hatte Julian Nagelsmann ihn beim 7:1 gegen Curaçao vorzeitig vom Platz genommen und danach gesagt: „Das ist relativ normal bei ihm, dass er muskulär mal was spürt.“ Damals war es nichts.
Klopp hatte bei der Kaderbekanntgabe erklärt, dass er Musiala, Serge Gnabry und Nico Schlotterbeck bewusst über die kompletten zwei Wochen bei der Nationalmannschaft behalten will – damit die drei nach ihren Verletzungen durchgehend betreut werden und im Training bleiben, statt bei ihren Klubs freie Tage zu bekommen. Ob dieser Plan hält, ist nach diesem Abend offen.
Für Musiala wäre es der zweite Rückschlag binnen weniger Wochen – nach den Zusammenbrüchen in der Vorbereitung, der angepassten Medikation und dem Comeback, das am 10. September gegen Bodø/Glimt mit einem Tor 76 Sekunden nach der Pause begann. „Das Gefühl, das ich heute gehabt habe, habe ich eine Weile nicht gehabt“, hatte er damals gesagt. Seitdem lief es: Startelf gegen Bodø, Einwechslung in Elversberg, wachsende Spielzeit.
Auch beim FC Bayern dürfte man die Nachrichten aus Amsterdam genau verfolgen. Der Klub hat Musiala seit Wochen schrittweise aufgebaut; Max Eberl hatte vor zwei Wochen gesagt, es komme „wieder Normalität rein“.
Der Profiteur des Abends ist ein Spieler, über den in den vergangenen Tagen aus anderen Gründen geredet wurde. Nadiem Amiri, 29, Kapitän des FSV Mainz 05, stand nach seiner Aktion am Elfmeterpunkt im Spiel gegen Gladbach in der Kritik – Dietmar Hamann hatte eine Sperre gefordert. Jetzt beginnt er beim Debüt des neuen Bundestrainers, in Amsterdam, bei 13 Länderspielen und einem Tor.
Für Klopp ist es die zweite kurzfristige Personalkorrektur innerhalb von drei Tagen. Am Montag hatte er bereits Karim Adeyemi für Lennart Karl in den ersten Kader geholt, ebenfalls wegen muskulärer Vorsicht. Der XXL-Kader mit 44 Spielern zeigt an diesem Abend, wofür er gedacht war.







































