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·21. September 2026
Klopps Überraschungs-Nominierungen: Diese Neulinge wollen ihre Chance nutzen

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Jürgen Klopp hat seinen ersten XXL-Kader beim DFB mit zahlreichen Überraschungen versehen. Sechs Neulinge sind bereits im Camp in Herzogenaurach dabei, weitere zehn mögliche Debütanten stoßen erst zu den späteren Länderspielen hinzu. Fußball heute: Nächstes Länderspiel gegen die Niederlande. Das alles musst du wissen!
FRANKFURT AM MAIN, DEUTSCHLAND – 17. September 2026: Jürgen Klopp, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, kommt zur Vorstellung des deutschen UEFA-Nations-League-Kaders auf dem DFB-Campus. (Foto: Alex Grimm/Getty Images)
Für Bambasé Conté begann die Berufung mit minutenlangem Lachen am Telefon. Yannik Engelhardt überprüfte zunächst Klopps WhatsApp-Profilbild, Max Rosenfelder führte gerade seinen Hund aus, als der Anruf des Bundestrainers kam. Am Montag trafen die staunenden Neulinge schließlich im DFB-Camp in Herzogenaurach ein, fast wie bei einem Besuch im Phantasialand. Zur Begrüßung prangte dort der passende Slogan: „Impossible is nothing“.
Noch sind sie formal keine Nationalspieler, bald könnten sie es sein. Den ersten Schock über die Nominierung haben die Profis inzwischen verarbeitet, nun richtet sich der Blick auf die große Chance im DFB-Team.
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Philipp Treu vom SC Freiburg gehört neben Hennes Behrens und Younes Ebnoutalib zu den sechs Spielern, die Klopp für den ersten von zwei Kadern vor den anstehenden vier Länderspielen berufen hat. Der Freiburger Rechtsverteidiger will die Tage im Kreis der Nationalmannschaft intensiv nutzen. „Ich möchte alles aufsaugen“, sagte Treu.
Die ungewohnte Umgebung soll die Ambitionen allerdings nicht bremsen. „Ich will auch zeigen, was ich so drauf habe – und wer der Philipp Treu ist.“ Das gilt nicht nur gegenüber Klopp, sondern auch vor den Fans. Einsatz und Leidenschaft stehen für Treu dabei im Mittelpunkt. „Gas zu geben und das Herz auf dem Platz zu lassen“, lautet sein Anspruch.
Die unverhoffte Einladung will der 23-Jährige mit aller Entschlossenheit nutzen. Klopp hat den Talenten eine Tür geöffnet, durch die sie sich nun spielen möchten. Treu formulierte seine Erwartung so: „Schauen, was die Spiele so mit sich bringen. Feuer frei!“ Den Anruf des Bundestrainers hatte er auf der heimischen Couch erhalten, während im Fernsehen die Zweitligakonferenz lief.
Bereits am Donnerstag wartet mit den Niederlanden in Amsterdam ein Gegner von deutlich größerem Format. Die Partie wird um 20.45 Uhr bei RTL übertragen.
LONDON, ENGLAND – 15. August 2026: Bambasé Conté von der TSG 1899 Hoffenheim im Testspiel gegen Tottenham Hotspur im Tottenham Hotspur Stadium. (Foto: Justin Setterfield/Getty Images)
Conté reist nach einer bitteren Niederlage mit der TSG Hoffenheim beim SC Paderborn zur Auswahl. Nach dem Rückschlag im Verein fühlt sich der Angreifer nicht unbedingt wie einer der besten Fußballer des Landes. „Die letzten Tage waren sehr emotional für mich mit der Nominierung. Gleichzeitig gibt es im Verein keine Ergebnisse“, sagte er.
Ein Thema hat Conté mit Klopp ohnehin noch zu besprechen. Bei der Pressekonferenz zur Kaderbekanntgabe hatte der Bundestrainer dessen Stimme imitiert, allerdings deutlich tiefer als sie tatsächlich klingt. „Ich weiß nicht, wo er die tiefe Stimme gehört hat. Das müssen wir noch einmal besprechen“, sagte Conté grinsend.
Seine Berufung steht exemplarisch für Klopps neuen Ansatz beim Deutschen Fußball-Bund. Conté bringt bislang lediglich vier Bundesligaspiele und 252 Einsatzminuten in seiner Karriere mit. Bei früheren Bundestrainern hätte eine solch kurze Vita womöglich nicht einmal dazu geführt, dass sein Name auf dem Radar erscheint.
Unter Klopp herrscht dagegen Aufbruchsstimmung. Der neue Chefcoach forderte alle Profis mit deutschem Pass dazu auf, sich über ihre Leistungen für die Nationalmannschaft zu empfehlen. Aus dieser offenen Bewerbungssituation entstand ein Doppelkader mit 44 Spielern und insgesamt 16 möglichen Debütanten.
LINZ, ÖSTERREICH – 25. August 2026: Mika Baur von Celtic Glasgow im Rückspiel der Play-off-Runde der UEFA Champions League gegen den LASK. (Foto: Christian Bruna/Getty Images)
Zehn dieser Kandidaten werden erst zu den Länderspielen drei und vier dazustoßen. Dazu zählen auch weniger bekannte Namen wie Felix Keidel von der SV Elversberg, der Klopp bei der ersten Kontaktaufnahme zunächst förmlich siezte. Ebenfalls dabei ist Mika Baur, der Sohn des früheren Handball-Weltmeisters Markus Baur.
Welche Aufgaben die Neulinge erhalten, ist noch offen. Darüber soll in dieser Woche gesprochen werden, wie Engelhardt berichtete. Für ausführliche Gespräche über sportliche Perspektiven blieb Klopp bei der Vielzahl an Telefonaten zunächst kaum Zeit. Der Bundestrainer übermittelte lediglich die für Engelhardt „wilde“ Nachricht, mit der er „nullkommanull gerechnet habe“. Alles Weitere folgt nun im DFB-Camp. Bei Klopp scheint tatsächlich nichts unmöglich.















