Nur die Raute
·13. April 2026
Klublegende übernimmt: HSV-Frauen trennen sich von Trainerin Brancao

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·13. April 2026

Die HSV-Frauen haben vor dem anstehenden Saisonendspurt die Reißleine gezogen: Cheftrainerin Liese Brancao und Co-Trainer Gerhard Waldhart wurden mit sofortiger Wirkung freigestellt!
Vier Spieltage vor Schluss reagieren die Verantwortlichen damit auf die sportliche Entwicklung der vergangenen Wochen. Den letzten Sieg feierte die Mannschaft vor zwei Monaten gegen die TSG Hoffenheim (4:0).
An Stelle von Brancao übernimmt mit Rodolfo Cardoso eine echte Klublegende interimsweise das Team. Der langjährige HSV-Profi soll im Abstiegskampf neue Impulse setzen. Vorstand Eric Huwer begründete den Schritt so: „Nach eingehender Analyse der sportlichen Entwicklung sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist.“ Ziel sei es, „dem Team einen neuen Impuls, frische Energie und die nötige Lockerheit im Schlussspurt“ zu geben.

Foto: Getty Images
Die Ausgangslage ist angespannt: Aktuell stehen die Hanseatinnen auf Tabellenplatz zwölf. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge liegt bei mickrigen drei Punkten. Trotz personeller Verstärkungen im Winter blieb die erhoffte Entwicklung aus. Christoph Rohmer, Direktor für Sportstrategie & NLZ, bestätigte: „Wir sind erneut in die Analyse gegangen und zu der Überzeugung gelangt, im Trainerteam Wechsel vorzunehmen.“
Gleichzeitig verabschiedete sich der Klub respektvoll von der erst zu Saisonbeginn verpflichteten Brancao. Huwer betonte, beide Trainer hätten „mit großer Leidenschaft daran gearbeitet, das Team voranzubringen“. Trotzdem reichte es für die Brasilianerin nur zu einem Punkteschnitt von 0,88.
Nun liegt die Verantwortung bei Cardoso, der erstmals überhaupt ein Amt im Frauenfußball erhält. „Ich bin überzeugt, dass wir schnell etwas bewegen und die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen werden“, erklärte der Argentinier. Entscheidend sei nun, „in den verbleibenden vier Partien als maximal geschlossene Einheit aufzutreten“. Auch Abteilungsleiterin Saskia Breuer forderte genau das: eine Mischung aus „Fokus, Gemeinschaft und Entschlossenheit“.
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