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·10. Februar 2026
Königsdörffer reagiert auf Kritik und spricht über HSV-Abschied

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·10. Februar 2026

Nach Monaten voller Kritik, Formschwankungen und Gerüchten hat sich Ransford Königsdörffer erstmals wieder öffentlich geäußert. Der Stürmer des Hamburger SV spricht offen über sein Schweigen, den schweren Saisonstart und seine unklare Zukunft. Sein Vertrag an der Elbe läuft im Sommer aus.
Als er im verganenen Oktober seinen Elfmeter gegen den VfL Wolfsburg verschoss, stellte sich Königsdörffer noch vor die Kameras und sagte selbstkritisch: "Deswegen haben wir heute verloren." Es war das letzte Mal, dass man ihn öffentlich hörte. Danach blieb nur noch die stille Geste: der Finger auf den Lippen nach seinem Tor gegen Borussia Dortmund - ein Zeichen an seine Kritiker.
"Gehated wurde ich schon. Aber das geht mir relativ am Arsch vorbei."- Ransford Königsdörffer

Ransford Königsdörffer erzielte gegen den BVB den Last-Minute-Ausgleich und ließ damit seine Kritiker erstmals verstummen / picture alliance/GettyImages
Nun erklärt Königsdörffer, warum er monatelang schwieg: "Ich bin nach den ersten Spielen oft vor die Kamera gegangen. Irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr." Die sozialen Medien waren voll mit unschönen Kommentaren wie: "Kannixdörffer“ oder "zweite Mannschaft.“ Trotz des Drucks blieb der 24-Jährige gelassen: "Gehated wurde ich schon. Aber das geht mir relativ am Arsch vorbei.“
"Viele glauben nicht an mich, bis heute nicht. Ich hoffe, dass ich die Meinung der Leute ändern kann“, sagt er. Sein Tor in Heidenheim, das den ersten Auswärtssieg 2026 einleitete, war für ihn ein sportlicher und emotionaler Befreiungsschlag.
Gleichzeitig erinnert er daran, dass er im Sommer eigentlich schon weggewesen wäre: Sein Transfer zu OGC Nizza scheiterte am Medizincheck. "Jeder weiß, dass ich wechselwillig war. Das Leben ist nicht immer fair und nicht immer einfach.“
Königsdörffers Vertrag läuft im Sommer aus und obwohl Sportdirektor Claus Costa seit Monaten mit der Berateragentur des Stürmers spricht, ist keine klare Richtung erkennbar. "Wir sollten uns alle überraschen lassen. Es kann in beide Richtungen gehen“, sagt der Angreifer.
Einerseits reizt ihn weiterhin der Schritt ins Ausland: "Ich würde gerne irgendwann mal im Ausland spielen.“ Gleichzeitig hält er sich eine Zukunft beim HSV bewusst offen: "Aber ich kann mir auch vorstellen, hier zu bleiben.“
Auch im Winter gab es Bewegung, als sich kurz vor Transferschluss der FC Middlesbrough meldete, doch der HSV verweigerte einen Abgang. Ein ablösefreier Verlust im Sommer wäre für den Klub ein schmerzhafter Rückschlag.
Fest steht: Königsdörffer bleibt bis Saisonende eingeplant, sein jüngster Formanstieg macht Hoffnung. Ob er anschließend im Volkspark weitermacht oder den Schritt ins Ausland versucht, bleibt eine der spannendsten und offensten Personalfragen rund um den HSV.
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