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·4. Mai 2026
Kollektives Aufatmen beim 1. FC Köln – die ersten Fragezeichen werden nun zu Ausrufezeichen

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Simon Bartsch
4 Mai, 2026
Dank der Patzer der direkten Konkurrenz ist der Klassenerhalt so gut wie sicher. Und damit beginnen auch konkretere Planungen für den kommenden Kader.
Thomas Kessler vom 1. FC Köln
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So unterschiedlich die vergangenen drei Spiele des 1. FC Köln auch waren, nach allen stand irgendwo ein Gefühl der Enttäuschung. Gegen St. Pauli war es die Leistung der Mannschaft, die sich mit purem Glück einen Punkt holte. Gegen Leverkusen war es das Ergebnis, das dieses Mal die Leistung nicht widerspiegelte und gegen Union Berlin war es der Punkt nach einem sicher geglaubten Sieg. Und die drei Begegnungen hatten noch eine kuriose Gemeinsamkeit. Obwohl die Ergebnisse nicht so richtig gut für den FC waren (zwei Punkte gegen direkte Konkurrenten, eine unverdiente Niederlage gegen den amtierenden Vizemeister), näherten sich die Geißböcke mit jeder Partie dann dem Saisonziel. Ehrlicherweise ist es alles andere als überraschend, dass dieses dann auf fremden Plätzen von fremden Teams erreicht wurde. Mainz gewinnt gegen Pauli, Freiburg holt einen Zähler gegen Wolfsburg – der Klassenerhalt ist nur noch theoretisch unsicher.
Und beim FC dürfte damit kollektives Aufatmen herrschen. Die Kölner haben den Klassenerhalt am 32. Spieltag sicher und damit einen ganz anderen Handlungsspielraum. Thomas Kessler kann ab sofort die Gespräche mit potenziellen Neuzugängen führen, im dem Wissen, dass er möglichen Spielern die Bundesliga als potenziellen Karriereschritt anbieten kann. Eine der Top-Five-Ligen macht sich im fußballerischen Lebenslauf dann doch recht gut. Und auch im eigenen Kader werden die Fragezeichen schon bald zu Ausrufezeichen. Bei Tom Krauß wurde beispielsweise bereits der erste Teil seiner Kaufpflicht über die Anzahl der Spiele erreicht, nun greift diese, weil der zweite Teil an den Klassenerhalt geknüpft war. Dass Kessler die Kaufoption bei Spielern wie Jakub Kaminski oder Cenk Özkacar ziehen würde, galt bereits als sicher bis sehr wahrscheinlich. Doch wäre man mit einem Spieler wie Kaminski wirklich in die 2. Bundesliga gegangen?
Möglicherweise steigen auch die Chancen bei Jahmai Simpson-Pusey, der nach seiner starken Rückrunde bei den Geißböcken ganz sicher nicht mit ins Unterhaus gegangen wäre. Allerdings hat Manchester City die Hand auf einem möglichen Deal und der junge Engländer tut viel dafür, auch bei seinem Heimatclub höhere Beachtung zu finden. Pep Guardiola gilt als Fan des Innenverteidigers. Auch in der Personalie Eric Martel hat sich die Verhandlungsposition noch einmal geändert. Nun liegt es wohl am Spieler, Nägel mit Köpfen zu machen. Denn die Entwicklung, die der Sechser eigentlich bis zum Winter genau beobachten wollte, hat nun zumindest ein Ziel erreicht. Jene Entwicklung wäre als kein Grund mehr, die FC-Bosse noch länger hinzuhalten. Auch über Said El Mala wird man sich nun genauere Gedanken machen. Szenarien gibt es genug. Nur einen Verkauf unter Wert, der beim Abstieg nicht ausgeschlossen gewesen wäre, wird es so nicht geben.
Auch ein Verbleib für ein weiteres Jahr ist durchaus denkbar, wenn auch unwahrscheinlich. Denn ein Verkauf würde Geld einbringen, das der FC wieder in den Kader stecken würde. Überhaupt ist natürlich auch die finanzielle Situation im Oberhaus deutlich besser. Und dann wird es auch um die Personalie des Trainers gehen. Kessler gilt als Befürworter von René Wagner, doch es gibt am Geißbockheim wohl auch Kritiker. Die Situation scheint aktuell total offen. Sammelte der Trainer gegen Leverkusen noch einige Pluspunkte, wurde Wagner nach dem Union-Spiel aufgrund seiner Wechsel scharf kritisiert. Eine Entscheidung ist trotz Klassenerhalt dem Vernehmen nach noch nicht gefallen. Auch das kann Thomas Kessler nun deutlich beruhigter angehen.







































