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·17. September 2026
Kommentar – PSG und die Champions League: 40 Jahre, die alles änderten

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·17. September 2026

Am 17. September 1986 bestritt Paris Saint-Germain gegen Vitkovice das erste Spiel im Europapokal der Landesmeister seiner Geschichte. Vierzig Jahre später ist der Kontrast, wie L’Équipe erinnert, fast absurd: Dieser Klub, der damals die C1 gerade erst entdeckte, ist heute amtierender doppelter Europameister. Paris hat eine neue Dimension erreicht. Und wir offenbar auch.
Schon das Format erzählt von einer anderen Zeit. 1986/1987 vereinte der Europapokal der Landesmeister 31 Mannschaften und machte nicht besonders viel aus administrativer Spannung. Paris trat gegen Vitkovice in Hin- und Rückspiel an, und das war’s. Nach dem 2:2 im Parc des Princes und der 1:0-Niederlage in der Tschechoslowakei war Schluss. Danke, auf Wiedersehen, vielleicht nächstes Jahr.
Vierzig Jahre später braucht man fast schon eine Excel-Tabelle, um in der Champions League den Überblick zu behalten. 36 Klubs, acht verschiedene Gegner, vier Heimspiele, vier Auswärtsspiele, eine Gesamttabelle, direkt Qualifizierte, Play-off-Teilnehmer … Wo der alte Europapokal der Landesmeister noch die brutale Einfachheit des K.-o.-Prinzips hatte, steht die neue C1 voll und ganz zu ihrer überkomplizierten Seite. Man kann das eine oder das andere bevorzugen, aber der Kontrast ist ziemlich köstlich.
Und mittendrin hat PSG dieselbe Entwicklung durchgemacht: Der Klub hat eine neue Größenordnung erreicht.
Das Verrückteste ist am Ende nicht einmal, dass Paris so stark gewachsen ist. Sondern die Geschwindigkeit, mit der wir uns daran gewöhnt haben.
Das PSG von Luis Enrique (56) hat die Champions League nicht einfach nur gewonnen. Es gewann sie 2025 erstmals und verteidigte den Titel dann im Mai 2026 gegen Arsenal nach einem 1:1 und einem Finalsieg im Elfmeterschießen. In der modernen Ära des Wettbewerbs war zuvor nur Real Madrid dazu in der Lage gewesen, seinen Titel zu verteidigen.
Normalerweise müsste so etwas reichen, um ein paar Jahre wie auf Wolken zu leben. Nur: nein. So funktioniert Fußball nicht, und Paris schon gar nicht. Sehr schnell kommt die nächste Frage: Und jetzt? Eine dritte? Eine Dynastie? Noch ein Halbfinale? Noch ein Finale? Jeder große Erfolg legt die Messlatte sofort wieder ein Stück höher.
Und man muss klar sagen: Das ist nicht völlig absurd. Ein Klub, der wächst, verändert zwangsläufig seine Maßstäbe. Niemand wird vom PSG des Jahres 2026 verlangen, ein europäisches Achtelfinale so anzugehen, als hätte es den Kontinent gerade erst entdeckt. Die Mittel, der Kader, die Erfolge und die Ambitionen haben nichts mehr miteinander zu tun. Das Paris von heute muss nach den Ansprüchen von heute beurteilt werden.
Und doch ist etwas ziemlich Faszinierendes daran, wie das Außergewöhnliche zur bloßen Ausgangsbasis wird. Früher war der Gewinn der Champions League der ultimative Traum. Heute kann es fast schon der Ausgangspunkt für die nächste Debatte sein, sie zweimal in Folge zu gewinnen.
Es geht natürlich nicht darum, den alten Refrain von „Seid doch erst mal zufrieden“ wieder hervorzuholen. Das wäre zu einfach und ehrlich gesagt etwas unerquicklich. Geschichte darf niemals dazu dienen, Kritik zu verbieten. Man kann in Erinnerung rufen, woher PSG kommt, ohne von allen zu verlangen, nach jeder Enttäuschung selig zu lächeln.
Aber dieses Datum, der 17. September, hat trotzdem seinen Nutzen: Es rückt etwas zurecht, wo die Gegenwart oft den ganzen Raum einnimmt. In vierzig Jahren ist Paris von einem Aus in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister zu zwei Champions-League-Titeln in Folge gekommen. In der Zwischenzeit hat sich der Wettbewerb verändert, der Klub ebenso, und unsere Erwartungen sind im Eiltempo mitgewachsen.
Vielleicht manchmal sogar ein bisschen zu schnell. Denn wenn man ständig dem nachjagt, was als Nächstes kommt, vergisst man fast, auf das zu schauen, was gerade erst passiert ist.
Genau das ist der wahre Schwindel dieses Jahrestags. Es geht nicht nur darum, die Distanz zwischen Vitkovice und heute zu messen. Sondern zu sehen, in welchem Maß das gestern noch Undenkbare heute zum akzeptierten Minimum geworden ist. Paris muss nicht mehr gewinnen, um uns zu überraschen; es muss inzwischen gewinnen, um uns nicht zu enttäuschen.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇫🇷 kannst du hier lesen.







































