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·23. Februar 2026

Kommentar: Warum die Prestianni-Sperre das richtige Signal ist

Artikelbild:Kommentar: Warum die Prestianni-Sperre das richtige Signal ist

Ziemlich genau eine Woche hat sich die UEFA Zeit gelassen, um den Vorfall rund um Vinicius Junior und Gianluca Prestianni aufzuarbeiten. Nun wurde der Argentinier, der den Brasilianer von Real Madrid während des Playoff-Hinspiels der Champions League am vergangenen Dienstag mutmaßlich rassistisch beleidigt hatte, vorläufig gesperrt. Mindestens das Rückspiel im Bernabeu (Mittwoch, 21 Uhr) wird Prestianni damit verpassen.

Obwohl es offensichtlich keinen eindeutigen Beweis dafür gibt, dass der Offensivspieler von Benfica Lissabon seinen Gegenspieler tatsächlich "Affe" genannt hatte, handelt der europäische Fußballverband hier genau richtig. Denn allein der Versuch, durch das Verdecken des Mundes jede kamerabasierte Nachvollziehbarkeit zu verhindern, lässt Zweifel aufkommen und macht eine Sanktion zumindest nachvollziehbar. Hinzu kommen die deutlichen Zeugenaussagen von Kylian Mbappe, die sicher nicht aus der Luft gegriffen sind.


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Kompany fasst es treffend zusammen - Prestiannis "Verteidigung" ist ein schlechter Witz

An dieser Stelle sei noch einmal auf die beeindruckende Rede von Vincent Kompany verwiesen: "Wenn man sich die Szene selbst und Vinis Reaktion ansieht, erkennt man, dass diese Reaktion nicht gespielt war. Man sieht, dass es eine emotionale Reaktion war. Ich sehe keinen Vorteil darin, zum Schiedsrichter zu gehen und ihm all das Leid aufzubürden. In diesem Moment erkannte er, dass es richtig war." Kurzum: Warum in aller Welt sollte Vinicius in dieser Situation lügen?

Doch selbst, wenn Prestiannis Wortwahl nicht rassistisch war, scheint sie dennoch unter der Gürtellinie gewesen zu sein. Er habe ihn als "Schwuchtel" beleidigt, lautete die sich selbst verteidigende Aussage des Spielers im Rahmen der UEFA-Untersuchung (90min berichtete). Muss man hierzu noch viel sagen?

Dass die UEFA hier konsequent handelte, ist auch deshalb richtig, weil die Entscheidung ein warnendes Signal an mögliche Nachahmer sendet. Denn selbst ein vor den Mund gezogenes Trikot schützt nicht vor Konsequenzen – wohl aber bewahrte der Verband Prestianni vor einem gellenden Pfeifkonzert im Bernabéu.

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