"Kommt so spät wie möglich wieder": Das WM-Interview mit Ole Werner | OneFootball

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·9. Juni 2026

"Kommt so spät wie möglich wieder": Das WM-Interview mit Ole Werner

Artikelbild:"Kommt so spät wie möglich wieder": Das WM-Interview mit Ole Werner

Jeder Fußballfan hat wohl die eine WM-Erinnerung, die ihn alle vier Jahre im Sommer in die Stadien, zum Public Viewing oder bei Bier und Bratwurst gemeinsam mit Freunden vor den Fernseher treibt. Auch Ole Werner hat so einen Moment. Auf unserer Post-Season-Tour in Südafrika haben wir mit dem RBL-Trainer über seine persönlichen WM-Erinnerungen gesprochen – und über den Sommer, der ihn bis heute besonders begleitet.

"Das war das Viertelfinale Bulgarien gegen Deutschland (2:1, Anm. d. Red.) bei der WM 1994. Da hatte meine Cousine Geburtstag. Wir wollten das unbedingt gucken als Kinder, durften aber nur ab und zu mal vor den Fernseher, obwohl das Spiel nachmittags lief", erzählt Ole, dem auch Roberto Baggios verschossener Elfmeter im Finale Brasilien gegen Italien (3:2 n. E.) im Gedächtnis geblieben ist.


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Die prägendste Erinnerung war für den RBL-Trainer allerdings wie für viele Deutsche die WM 2006 – das Sommermärchen im eigenen Land. Direkt dahinter folgt für Ole schon die WM 2010 in Südafrika. "Das war ein geiler Sommer mit super Wetter in Deutschland und tollen Spielen – auch dadurch, dass du keine Zeitverschiebungen hattest", blickt Ole gerne zurück.

Die RBL-Jungs verfolgt Ole Werner ganz genau

Apropos Zeitverschiebung: Die ist in diesem Jahr für viele Zuschauer ein großes Thema. Bei der XXL-WM mit erstmals 48 Nationen und 104 Spielen über vier Zeitzonen hinweg braucht es zeitliche und logistische Meisterleistungen, um viele oder gar alle Spiele verfolgen zu können.

Ole verrät seine Taktik: "Ich werde die wichtigsten Spiele ab der K.-o.-Phase nahezu alle gucken. In der Gruppenphase wird man sicher auch mal was weglassen."

Die Partien unserer WM-Fahrer will sich Ole aber keinesfalls durch die Lappen gehen lassen. Auch wenn zum Beispiel Österreich mit Nicolas Seiwald und Xaver Schlager um 4.00 Uhr morgens gegen Algerien spielt. "Dafür werde ich mir den Wecker stellen. Die Spiele unserer Jungs werde ich schon alle gucken." 

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Raumi trifft auf Yan – Goldene Generation in Norwegen

Auf Champions-League-ähnliche Uhrzeiten kann sich Ole schon mal mit dem Duell zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste einstellen, das am 20. Juni um 22.00 Uhr stattfindet. Dort kommt es zum RBL-Privatduell zwischen David Raum und Yan Diomande.

Ole Werner sieht am 2. Spieltag "das schwerste Gruppenspiel und ein enges Spiel" auf die DFB-Elf zukommen. Besonders Flügelflitzer Yan Diomande könne jeder Mannschaft wehtun, also auch dem Team von Julian Nagelsmann. Dennoch sagt Ole: "Ich sehe Deutschland in der Favoritenrolle und glaube, dass sie gewinnen."

Die DFB-Elf zählt für den 38-Jährigen auch zum Kreise der WM-Titelkandidaten. "Es ist eine Mannschaft mit extremer Erfahrung, individueller Qualität. Im Laufe eines Turniers hat es Deutschland immer wieder geschafft, sich zu steigern. Wenngleich es nicht der Top-Favorit ist."

Als eine Art Geheimfavorit könnte sich Norwegen herauskristallisieren, das neben Antonio Nusa auch Ex-RBL-Stürmer Alexander Sørloth oder Knipser Erling Haaland im Kader hat. "In Norwegen gibt es schon sowas wie eine 'Goldene Generation'. Das sind Spieler, die auf absolutem Top-Niveau spielen." Im Video verrät er auch seinen Weltmeister-Tipp.

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Das gab Ole Werner den WM-Fahrern mit

Bei allem Wettbewerb und Ringen um den Goldenen Pokal ist Ole Werner eines ganz besonders wichtig: "Ich habe den Spielern gesagt: 'Kommt so spät wie möglich und vor allem gesund wieder'. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass wir davon profitieren, wenn Spieler mit einem guten Gefühl von der Nationalmannschaft zurückkommen."

Im besten Fall absolvieren die Roten Bullen also die ersten ein, zwei Wochen nach dem ersten öffentlichen Training am 13. Juni ohne Raumi und Co. Das würde spannende Fußballnächte, eine längere Turnierreise und großen Erfolg für die RBL-Stars bedeuten. Dann werden wir uns in ein paar Jahren wohl am meisten an unsere Augenringe erinnern...

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