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·7. Februar 2026

Kompany liefert die richtige Antwort auf die falsche Debatte um Manuel Neuer

Artikelbild:Kompany liefert die richtige Antwort auf die falsche Debatte um Manuel Neuer

Der Bayern-Trainer lobt Neuers Leistungen, schiebt die Nationalmannschaftsfrage aber zum Torwart selbst. Am Sonntag gegen Hoffenheim zählt für ihn nur der Ligasieg.

Manuel Neuer ist wieder fit. Ein Magen-Darm-Infekt, mehr nicht. Für den FC Bayern eine Randnotiz, für die deutsche Fußballöffentlichkeit offenbar Anlass genug, die immer gleiche Debatte neu aufzuwärmen: Wer steht bei der WM 2026 im deutschen Tor? Vincent Kompany hat am Freitag die richtigen Worte gefunden. Der Belgier weigert sich, in die Nationalmannschaftsdiskussion einzusteigen, und das ist klug. Er lobt Neuers Leistungen in dieser Saison, spricht von einer besonderen Persönlichkeit, einem besonderen Torwart. Dann schiebt er die Verantwortung dorthin, wo sie hingehört: zu Neuer selbst, zu den Experten, zum deutschen Volk. Kompany hat verstanden, dass er als Bayern-Trainer nicht der richtige Adressat für diese Frage ist. Das Bundesliga-Topspiel gegen Hoffenheim wird trotzdem zum inoffiziellen Torwart-Duell stilisiert werden. Auf der einen Seite Neuer, 38 Jahre alt, Weltmeister, Rekordnationalspieler auf seiner Position. Auf der anderen Seite Oliver Baumann, der nach Marc-André ter Stegens erneuter Verletzung als erster Kandidat für die Nummer eins bei der WM gilt. Die Konstellation ist zu verlockend, um sie zu ignorieren. Dabei geht es am Sonntag um etwas anderes. Der FC Bayern hat zuletzt zwei überraschende Rückschläge in der Liga kassiert. Kompany spricht davon, im Tunnel zu bleiben, ruhig weiterzugehen, Spiel für Spiel. Das klingt nach Routine, nach Gelassenheit. Doch die Wahrheit ist: Bayern braucht diesen Sieg gegen eine formstarke TSG, um nicht noch mehr Boden zu verlieren. Dass Kompany nun den vollen Kader zur Verfügung hat, ist dabei mehr als eine logistische Erleichterung. Es ist ein Signal an die Mannschaft. Keine Ausreden, keine Alibis. Alle sind da, alle müssen liefern. Die Nationalmannschaftsfrage wird Neuer nicht los. Sie wird ihn begleiten bis zur WM, vielleicht darüber hinaus. Doch Kompany hat recht, wenn er sagt, dass Neuer genügend Erfahrung besitzt, um seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Der Kapitän des FC Bayern muss niemandem mehr etwas beweisen. Er muss nur das tun, was er seit Jahren tut: seine Arbeit erledigen. Am Sonntag gegen Hoffenheim wird er genau das tun. Ob das reicht, um die Debatte zu beenden, ist eine andere Frage. Wahrscheinlich nicht. Aber das ist auch nicht Neuers Problem. Es ist das Problem derjenigen, die aus einem Bundesligaspiel mehr machen wollen, als es ist.

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