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·4. August 2026

Kräftemessen mit dem Liga-Krösus

Artikelbild:Kräftemessen mit dem Liga-Krösus

Zum Saisonauftakt in Wolfsburg hat der FCK im ersten Topspiel der neuen Saison gleich einen harten Brocken vor der Brust. Damit bietet sich der Mannschaft von Torsten Lieberknecht direkt die Möglichkeit für eine erste echte Standortbestimmung.


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An diesem Wochenende ist es endlich wieder so weit: Nach der Sommerpause mit der XXL- Weltmeisterschaft startet die 2. Bundesliga in die neue Spielzeit. Für die Roten Teufel beginnt diese mit einem Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg. In der engen zweiten Liga kann man selten von einer klaren Rollenverteilung sprechen, doch blickt man auf die finanziellen und personellen Möglichkeiten, so muss der Gastgeber als Favorit für diese Partie und klarer Anwärter auf den Aufstieg gelten. Doch chancenlos ist der FCK keinesfalls. Immerhin kann im Fußball alles passieren, und das vermeintliche Überteam aus Wolfsburg wird so früh in der Saison noch nicht komplett eingespielt sein. Klar ist, dass der FCK sich auf einen gewohnt starken Support von den Rängen und ein gefühltes Heimspiel freuen darf.

VfL Wolfsburg: Großer Umbruch nach dem Abstieg

Nach dem schmerzhaften Gang in die Zweitklassigkeit schlagen die Niedersachsen in diesem Sommer ein völlig neues Kapitel ihrer Vereinsgeschichte auf. Personell gab es bei den Wölfen wenig überraschend viel Bewegung. Stammspieler wie Lovro Majer, Patrick Wimmer und Konstantinos Koulierakis haben den Verein verlassen, weitere Akteure wie Kamil Grabara sowie U21-Nationalspieler Dzenan Pejcinovic ( soll für über 20 Mio Euro nach Stuttgart wechseln) werden den VfL in den nächsten Wochen wohl noch verlassen.

Im Gegenzug wurde die Mannschaft nahezu komplett runderneuert. Mit Neuzugängen wie Fabian Reese von Hertha BSC, Knipser Robert Glatzel vom Hamburger SV, Torhüter Timon Wellenreuther von Feyenoord Rotterdam, Mittelfeldstratege Muhammed Damar, Rückkehrer Elvis Rexhbecaj, Abwehrchef Hauke Wahl, Angreifer Fraser Hornby, sowie weiteren Verpflichtungen haben die Wolfsburger auf der Zugangsseite richtig zugeschlagen. All das sind Namen, die zweifellos auch bei manchem Bundesligisten spielen würden. Mit einer Summe von 22,5 Mio. Euro für diese Neuzugänge hat der Absteiger jedoch auch entsprechend tief in die Tasche gegriffen.

Mit Strobl-Philosophie zurück ins Oberhaus

An der Seitenlinie setzt der VfL ebenfalls auf einen konsequenten Kurswechsel. Mit der Verpflichtung von Cheftrainer Tobias Strobl, der zuvor beim SC Verl überzeugte, holten die Wolfsburger einen Verfechter eines mutigen und spielerisch dominanten Ansatzes. Strobl fordert von seinem Team einen aktiven, entwicklungsfähigen Fußball, der dem Gegner von Beginn an das eigene Spiel aufzwingt.

Die intensive Vorbereitung zeigt bereits erste vielversprechende Ansätze: Während die Wölfe nach zwei Erfolgen gegen Amateurmannschaften den SC Verl souverän mit 3:0 besiegten und auch gegen den niederländischen Club Telstar 1963 einen deutlichen und verdienten 3:1-Erfolg feierten, legte der hochkarätige Härtetest gegen Olympique Lyon bei der 0:2-Niederlage offen, wo die Wölfe noch Luft nach oben haben – wenngleich sie dort in langer Unterzahl spielten. Insgesamt dürften die Niedersachsen demnach mit einem guten Gefühl in das Flutlichtspiel gegen die Roten Teufel gehen.

Noch einige Fragezeichen

Über die Favoritenrolle des kommenden Gegners wurde bereits ausführlich diskutiert. Doch wie steht es um den FCK? Eine Frage, die sich schwer beantworten lässt. Die Testspiele offenbarten Stärken sowie Schwächen, und der Kader ist wohl noch nicht final zusammengestellt. Zudem fehlte der wiederernannte Kapitän zuletzt mit Problemen am Hüftbeuger im Training sowie beim finalen Testspiel gegen Metz.

Entsprechend viele Fragezeichen stehen weiterhin im Raum: Wie besetzt Trainer Torsten Lieberknecht die Dreierkette? Wird Kapitän Marlon Ritter rechtzeitig fit? Und wer startet in der Sturmspitze? Die Startelf scheint wenige Tage vor dem Saisonstart noch weitgehend offen.

Voraussichtliche Aufstellung:

Krahl – Elvedi, Gyamfi, Rasmussen – Asta, Kunze, Sahin, Haas, Skyttä – Kanaté, Berisha

Ausgeglichene Historie

Ein Blick auf die Historie der Paarung könnte für ein ziemlich ausgeglichenes Duell unter Flutlicht sprechen. Insgesamt standen sich die beiden Teams bereits 24 mal gegenüber. Die Pfälzer konnten dabei sieben Duelle für sich entscheiden, die Gastgeber acht. In neun Aufeinandertreffen gab es eine Punkteteilung.

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