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·6. Februar 2026

Krankenakte Barça: Verletzungen gefährden den Champions-League-Traum

Artikelbild:Krankenakte Barça: Verletzungen gefährden den Champions-League-Traum

Beim 2:1 im Copa-del-Rey-Viertelfinale gegen Albacete Balompié musste Hansi Flick auf die verletzten Raphinha und Pedri verzichten. Die knappe Kaderbreite des FC Barcelona macht einen Titel in der UEFA Champions League fraglich.

Gavi steht vor der Rückkehr

Mit Raphinha und Pedri laborieren aktuell zwei unersetzliche Leistungsträger an ihren jeweils dritten Verletzungen in der laufenden Saison. Die aktuelle Situation ist für Barça nicht unbekannt: Pedri fiel bereits 2022, 2023 und 2024 jeweils zweimal durch längere Verletzungen aus – zudem verpasste er das EM-Finale gegen England (2:1) wegen einer Knieverletzung.


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Auch Raphinha ist seit seinem Wechsel von Leeds United (2022) jedes Jahr mindestens einmal für mindestens vier Wochen verletzt ausgefallen. Die Personalsorgen gehen aber weiter. Flick muss derzeit nämlich auch auf Gavi und Andreas Christensen verzichten. Gavi steht zwar kurz vor der Rückkehr von einer hartnäckigen Meniskusverletzung, welche eine Operation erforderte und ihn für fünf Monate außer Gefecht setzt.

Das Viertelfinale in der Copa del Rey war das 34. Spiel in Serie, welches Gavi verletzungsbedingt verpasst. Für ihn ist es nicht der erste herbe Rückschlag, denn von November 2023 bis September 2024 verpasst er nicht nur 57 Spiele für die Blaugrana sondern auch den EM-Titel mit Spanien sowie die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen.

Olmo und de Jong fehlen regelmäßig

Während der Spanier bald zurückkehren dürfte, ist die Saison – inklusive einer möglichen WM-Teilnahme – für Andreas Christensen praktisch beendet. Der Däne verpasste seit seinem Wechsel 2022 – wie Raphinha – jedes Jahr mindestens vier Wochen verletzt. 2024 fiel er zweimal wegen Achillessehnenproblemen aus, später folgte eine Muskelverletzung. Der Tiefpunkt kam im Dezember 2025 mit einem Teilriss des vorderen Kreuzbands.

Hansi Flick muss damit auf eine zentrale Stütze verzichten. Zwar stehen ihm Frenkie de Jong und Dani Olmo zur Verfügung, doch auch dieses Duo ist extrem verletzungsanfällig. De Jong verpasste seit 2020 regelmäßig lange Phasen, darunter 100 Fehltage 2023 und 202 Tage 2024. In der laufenden Saison fiel er bereits zweimal aus. Olmo kämpft seit seinem Wechsel von Dinamo Zagreb zu RB Leipzig konstant mit Blessuren: In drei Spielzeiten verpasste er insgesamt über 50 Spiele.

Die Probleme ziehen sich durch den gesamten Kader. Ansu Fati fällt seit Jahren regelmäßig aus und kuriert derzeit bei der AS Monaco erneut eine Muskelverletzung. Eigengewächs Marc Bernal verpasste Flicks Debütsaison nahezu komplett mit Kreuzbandriss, während Pau Cubarsí und Eric García unter Flick schon mit Schutzmasken spielen mussten.

Ausfälle gegen Inter und Paris

Auch im Tor herrschte Improvisation: Neuzugang Joan García fehlte nach einem Meniskusriss neun Spiele, während Marc-André ter Stegen erneut von schweren Knieproblemen zurückgeworfen wurde

Der an den FC Girona verliehen Torhüter verletzte sich nämlich nach gerade einmal zwei Einsätzen in Girona und fällt damit für mindestens zwei Monate aus – all das nachdem er in den beiden vorherigen Jahren über 90 Spiele verpasste. Ein wiedergekehrte Knieverletzung samt OP zwang ter Stegen bereits 2021 zu einer halbjährigen Zwangspause.

Schon im Vorjahr verpassten Alejandro Balde, Jules Koundé, Robert Lewandowski und ter Stegen mindestens eines der Champions-League-Halbfinals gegen Inter. 2024 fehlten Christensen und Gavi im Viertelfinale. Klar ist: Ohne nahezu vollständigen Kader wird der sechste Titel in der Königsklasse für den FC Barcelona nur schwer erreichbar sein.

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