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·12. September 2026
Kritik, Status und Druck: Dembélé spricht über den Ballon d’Or

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·12. September 2026

Während die Liste der 30 Nominierten für den Ballon d’Or 2026 in dieser Woche bekannt gegeben wurde, sprach Ousmane Dembélé mit L’Equipe über diese berühmte Trophäe, die er im vergangenen Jahr zum ersten Mal in seiner Karriere gewonnen hat. Der 29-jährige Angreifer von Paris Saint-Germain und der Französischen Nationalmannschaft sprach darüber, was sich für ihn ändern kann oder nicht, über die Gefahren und die Anforderungen, die dieser Titel mit sich bringen kann.
„Darf man einen Ballon d’Or kritisieren? Ja, natürlich. Es ist nicht so, dass du durch den Gewinn dieser Trophäe ‚immun‘ bist. Ganz und gar nicht. Eher das Gegenteil. Darf man sich weniger Fehler erlauben, wenn man Ballon d’Or ist? Ja, so ein bisschen ist es schon. Man muss immer stark sein. Du musst in jedem Spiel gut sein, sonst heißt es: ‚Oh, schau mal!‘ Das ist schon sehr lustig, aber es ändert nichts. Wir werden immer Kritik bekommen. Fühlt man sich anders als die anderen, wenn man Ballon d’Or ist? Nein, aber man muss an sich selbst arbeiten. Man darf nicht zulassen, dass das eigene Ego die Oberhand gewinnt. Man muss man selbst bleiben. Ich denke, das ist eine echte Aufgabe für jeden Spieler, vor allem wenn du Ballon d’Or bist. Man muss auf das Ego achten. Es kann dich auffressen.
Muss ein Trainer einen Ballon d’Or anders behandeln? Nein, genauso wie die anderen. Ich denke aber, dass ein Trainer dich anders behandelt, wenn du etwas älter bist und schon mindestens zehn, zwölf Jahre im Fußball unterwegs bist, als einen jungen Spieler, der gerade erst im Profibereich angekommen ist – ob Ballon d’Or oder nicht. Ich bin nicht mehr der kleine Junge, der gerade erst im Profifußball angekommen ist. Darf man den Vertrag eines Ballon d’Or nicht verlängern? Den Vertrag nicht verlängern? (Er lächelt. Laut L’Équipe stehen der Klub und er kurz vor einer Verlängerung.) Du machst, was du willst. Am Ende liegt die Entscheidung beim Trainer, beim Sportdirektor und beim Präsidenten. Du kannst Ballon d’Or sein, aber wenn man deinen Vertrag nicht verlängern will oder dir sagt, dass du den Klub verlassen sollst, dann gehst du, mein Freund.
Kann man von seinem Klub mehr verlangen, wenn man Ballon d’Or ist? Nein, man muss vernünftig bleiben. Muss man auch als Ballon d’Or noch Dinge beweisen? Ja, sogar noch mehr, wenn du diese Trophäe gewinnst. Du musst in jeder Saison zeigen, dass du nicht grundlos gewählt wurdest. Aber im August fangen wir wieder bei null an. Die Vergangenheit wird nicht vergessen, aber man legt sie beiseite und denkt an die Zukunft. Wenn man das einmal erlebt hat, will man, dass es weitergeht. Bevor man an diese individuelle Trophäe denkt, muss man mit der Mannschaft gewinnen. Denn wenn du individuell und kollektiv keine gute Saison spielst, wirst du diese Trophäe nicht gewinnen.“
Fern von einem möglicherweise übergroßen Ego bleibt Dembélé mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Das hat, wie er selbst zugibt, eine gewisse „Arbeit“ erfordert. Das ist bei einer solchen Trophäe nur logisch. Große Stars gibt es im Fußball ohnehin schon, aber das hier ist die Weihe eines Spielers. Mit nur einem Sieger pro Jahr und einem Status, der zwangsläufig besonders wird.
Der Blick auf den Spieler verändert sich, nicht unbedingt zum Positiven. Der Angreifer betont es, und man konnte es ohnehin deutlich sehen: Die Erwartungen sind noch höher und die Kritik kommt sehr schnell. Als würde der Gewinn des Ballon d’Or eine besondere Macht verleihen, um immer alles zu schaffen. Der Spieler bleibt aber ein Mensch, mit Fehlern und schwierigeren Phasen. Umso mehr bei einer zweiten Saison in Folge, die fast ohne Pause gespielt wird.
Dembélé hatte in der ersten Saisonhälfte körperliche Probleme, was seinen Start etwas verzögert hat. Wie bei der gesamten Pariser Mannschaft. Doch die Nummer 10 wurde vom Staff sehr gut gesteuert, genauso wie das ganze Team. Man konnte den Leistungsanstieg und die Rückkehr zur Form sehen, um wieder zu glänzen. Und zu gewinnen.
Man muss auch die ausgezeichnete Mentalität des französischen Nationalspielers hervorheben, der sich nicht in der Vorstellung verloren hat, plötzlich über den anderen zu stehen. Hier sieht man, dass die Philosophie des Klubs und von Trainer Luis Enrique fest verankert ist: Niemand steht über dem Kollektiv. Der Spieler muss immer an die Mannschaft denken und sich seinen Platz für die Zukunft verdienen. Es geht nicht darum, geschützt zu werden oder besondere Forderungen zu stellen.
Das ist einer der Schlüssel zum Erfolg dieses PSG, obwohl der Kader mit außergewöhnlichen Spielern bestens besetzt ist. Man kann nur hoffen, dass diese Symbiose bestehen bleibt und dass es auf dem Platz weiterhin die Lösungen gibt, um wichtige kollektive Trophäen zu gewinnen. Vorsicht: Der Sieg ist nie garantiert und die Konkurrenz wird in dieser Saison sehr stark sein. Aber Paris hat starke Argumente. Darunter seinen Ballon d’Or sowie die anderen Kandidaten im Kader. Und vor allem das Kollektiv, wie immer.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇫🇷 kannst du hier lesen.







































