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·31. Mai 2026

Kroatisches Sommermärchen und Messis Krönung: Wie die letzten Weltmeisterschaften liefen

Artikelbild:Kroatisches Sommermärchen und Messis Krönung: Wie die letzten Weltmeisterschaften liefen

In knapp zwei Wochen startet die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Allerhöchste Zeit also, um die letzten Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre zu rekapitulieren. Die Reise führt vom deutschen Triumph in Brasilien über den kroatischen Sommertraum von Russland bis hin zur ersten Winter-WM der Fußballgeschichte in Katar.

Ziemlich genau 12 Jahre ist das letzte K.o-Spiel bei einer Weltmeisterschaft der deutschen Nationalmannschaft her. Damals triumphierte die DFB-Elf, noch unter der Leitung von Jogi Löw, im brasilianischen Maracana-Stadion und kürte sich im Finalspiel gegen Argentinien zum WM-Sieger. Nicht zu vergessen ist auch das Halbfinale, als die deutsche Nationalmannschaft den Gastgeber Brasilien mit 7:1 demütigte und damit für einen historischen Moment sorgte.


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Die folgenden beiden Turniere in Russland und Katar sind aus deutscher Sicht weniger erwähnenswert. Als amtierender Weltmeister schied die Mannschaft von Bundestrainer Löw erstmals überhaupt in der Vorrunde einer WM aus – und besiegelte damit den Start einer Debakel-Dekade. Denn auch beim Folgeturnier in Katar schaffte es die DFB-Auswahl nicht über die Gruppenphase hinaus. Dennoch lohnt es sich, einen Blick in die jüngsten WM-Chroniken zu werfen – auch und gerade im Hinblick auf andere Länder, Geschichten und sportpolitische Debatten.

WM 2018 in Russland: Frankreich beendet Kroatiens Sommermärchen

Die Weltmeisterschaft im Jahr 2018 war nicht nur ein Fußballturnier, sondern zugleich ein Prestigeprojekt der FIFA und Russland, sich als Land modern, weltoffen und international anschlussfähig zu inszenieren. Entsprechend groß war die Kritik an der Vergabe des Weltfußballverbands, Menschenrechtsfragen und Korruptionsvorwürfe wurden im Vorfeld und während des Turniers kontrovers diskutiert.

Die große Fußballbühne konnte die russische Nationalmannschaft dennoch eindrucksvoll für sich nutzen. So gelang dem Gastgeber im Auftaktspiel gegen Saudi-Arabien ein furioser 5:0-Sieg – es war der höchste den es jemals in einem offiziellen WM-Eröffnungsspiel gab. Die russische Auswahl scheiterte erst im Viertelfinale am Finalisten aus Kroatien. Im Elfmeterschießen setzte sich das Team um Modrić, Mandzukic und Co. am Ende mit 4:3 durch.

Die kroatische Nationalmannschaft sorgte für die wohl größte Überraschung bei der WM 2018. Angeführt von Kapitän Luka Modrić spielte sich das vergleichsweise kleine Fußballland (nur rund 3,8 Millionen Einwohner) mit leidenschaftlichem Fußball sensationell bis ins Finale. Auf dem Weg dorthin setzte sich Kroatien unter anderem gegen Russland, im Halbfinale sogar gegen die favorisierten Engländer durch. Erst im Endspiel wurde der Traum vom ganz großen Coup durch den späteren Weltmeister Frankreich beendet.

Die Equipe Tricolore gewann schlussendlich mit 4:2 im Luschniki-Stadion in Moskau und konnte sich nach 1998 ihren zweiten Weltmeistertitel sichern. In einem packenden Finale machte neben den beiden Stars Griezmann und Pogba der erst 19-jährige Kylian Mbappe den Unterschied aus und wurde im Anschluss zum besten Jugendspieler des Turniers gekürt. Eine weitere Besonderheit des Turniers: Bei der WM 2018 wurde erstmals der Video Assistant Referee (VAR) eingesetzt, um klare Fehlentscheidungen der Schiedsrichter zu verhindern. Die neue Technologie wurde damals von der FIFA und vielen Experten als großer Erfolg gewertet. Heute dürfte der Blick auf den VAR wohl deutlich kritischer ausfallen.

Winter-WM 2022 in Katar: Messi krönt seine Karriere in spektakulärem Finale

Auch die WM vor vier Jahren in Katar hatte politisch gesehen einen faden Beigeschmack. Während auf dem Platz um den größten Titel des Weltfußballs gespielt wurde, bestimmten abseits des Rasens schon lange vor dem Turnier kritische Stimmen die Schlagzeilen. Erstmalig fand eine Weltmeisterschaft im Winter statt, und damit mitten in der europäischen Vereinssaison. Grund dafür waren die extremen Temperaturen im Sommer am Persischen Golf.

Entsprechend groß fiel die Kritik an der Entscheidung der FIFA aus, die Weltmeisterschaft nach Katar zu vergeben. Im Zentrum der Debatte standen Menschenrechtsfragen, die Arbeitsbedingungen von Gastarbeitern sowie der Umgang des Landes mit LGBTQ-Personen und Frauen. Kritiker warfen dem Wüstenstaat vor, das Turnier als „Sportswashing“ zu nutzen und das internationale Image aufpolieren zu wollen – mit finanziellen Mitteln, über die andere damalige WM-Bewerber nicht verfügten.

Dennoch entwickelte sich trotz aller Kontroversen mit dem Anpfiff am 20. November 2022 ein sportlich spektakulärer Wettbewerb, der im Finale am 18. Dezember mit dem Showdown zwischen Frankreich und Argentinien gipfelte. Das Team rund um Superstar Lionel Messi konnte sich in einem der besten Endspiele aller Zeiten schlussendlich mit 4:2 im Elfmeterschießen durchsetzen. Zuvor war es auf der anderen Seite erneut der furiose Franzose Kylian Mbappe, der mit drei Toren seine Mannschaft überhaupt erst in die Lage brachte, im entscheidenden Krimi vom Punkt noch auf den WM-Titel hoffen zu dürfen.

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Foto: Getty Images

Doch die Südamerikaner waren es am Ende, die sich über den dritten WM-Titel nach 1978 und 1986 freuen durften. Im Mittelpunkt des blau-weißen Jubels: Weltstar Messi, der seine Karriere mit dem langersehnten Titel krönen konnte. Für Mbappé hingegen endete die Mission Titelverteidigung trotz einer herausragenden Turnierleistung ohne Happy End: Nach seinem WM-Sieg 2018 mit der französischen Nationalmannschaft musste er sich diesmal mit der Auszeichnung zum Torschützenkönig begnügen.

Die vielen Tore waren ohnehin ein wesentliches Merkmal der WM 2022. Mit 172 Toren in insgesamt 64 Partien stellte das Turnier den bisherigen Torrekord ein. Sportlich schrieb derweil auch die marokkanische Nationalmannschaft Geschichte, als sie als erste afrikanische Nation bis ins Halbfinale vordrang – sich dort aber der französischen Auswahl geschlagen geben musste.

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