liga2-online.de
·9. März 2026
KSC-Wundertütenfußball: Zwei Gesichter in einem Spiel

In partnership with
Yahoo sportsliga2-online.de
·9. März 2026

Der Karlsruher SC bietet weiter Wundertütenfußball. Die krisenhaften Auftritte in den zurückliegenden Wintermonaten sowie die Steigerung der vergangenen beiden Spiele kombinierten die Badener beim 3:3 (1:3) gegen Abstiegskandidat Dynamo Dresden zu einer denkwürdigen Achterbahnfahrt.
Angesichts der völlig unterschiedlichen Vorträge seine Elf vor und nach der Pause musste KSC-Trainer Christian Eichner musste zu Beginn der Pressekonferenz die entsprechenden Gegensätze in seiner Analyse ausdrücklich betonen: "Nicht, dass jemand verwirrt ist: Es ist eine einzige PK."
Eine Erklärung für Wandlung seines Teams lieferte der Coach aber auch nicht. "So ist Fußball", sagte Eichner schulterzuckend: "Man darf nicht immer alles auf Systeme schieben: Das Wichtigste ist, weg von den Magneten des Trainers. wie klar man ist."
Das Remis nach zwei Elfmeter-Toren von Marvin Wanitzek (23. und 90.+4) sowie den für die Aufholjagd wichtige Anschluss durch Louey Ben Farhat (68.) bewertete der ehemalige Profi zwar als "sehr wertvollen Punkt". Angemessen harte Kritik für das schwache Spiel in Halbzeit eins mochte Eichner seiner Mannschaft jedoch auch nicht ersparen.
"Die Jungs", begann der Coach seine Abrechnung, "waren sehr langsam in der Birne, mit dem Ball träge und fahrig. Wir waren in den Zweikämpfen, aber trotzdem drei Kilometer vom Gegenspieler weg. Wir haben nur Begleitschutz gegeben und haben es nach unserem 1:1-Ausgleich auch nicht geschafft, dreckig ins Spiel zu kommen."
Von der zweiten Spielhälfte hingegen schwärmte Eichner geradezu. "Da haben wir nach 15 Minuten dass Spiel in den Griff bekommen. Chancen bekommen und auch Chancen kreiert", lobte der 43-Jährige die deutlichen Verbesserungen nach dem Seitenwechsel. "Das war des KSC würdig", meinte auch Außenverteidiger David Herold.
Dass nach dem 3:3 ein weiterer Treffer von Ben Farhat wegen Abseits nicht anerkannt wurde, störte Marcel Franke dann auch kaum noch: "Ein 4:3", sagte der KSC-Abwehrchef in den Badischen Neuesten Nachrichten, "wäre wahrscheinlich des Guten zu viel gewesen."
Immerhin also mit einer Serie von drei Spielen ohne Niederlage und vor allem moralisch gestärkt geht Karlsruhe in die Vorbereitung auf das immer brisante Derby am Sonntag beim oberen Tabellennachbarn 1. FC Kaiserslautern. Dabei dürften Wanitzek und Co. vermutlich noch einiges von Eichner zu hören, wie der Trainer erwartungsgemäß auch in Aussicht stellte: "Es gab einiges, was anzusprechen ist."
Live









































