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·6. August 2026
Kult-Trainer schlägt nach Schalke-Aufstieg Alarm: „Maßlos übertrieben“

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Der Aufstieg des FC Schalke 04 sorgt bei Peter Neururer für große Freude. Gleichzeitig warnt der frühere Trainer der Königsblauen jedoch vor den Folgen für die 2. Bundesliga und findet dabei deutliche Worte.
Peter Neururer begrüßt die Rückkehr des FC Schalke 04 in die Bundesliga ausdrücklich – sieht darin aber gleichzeitig einen großen Verlust für die 2. Bundesliga. Der frühere Trainer der Königsblauen ist überzeugt, dass das deutsche Unterhaus nach den Aufstiegen mehrerer Traditionsvereine deutlich an Attraktivität eingebüßt hat.
Im Gespräch mit der „Braunschweiger Zeitung“ fand der 71-Jährige klare Worte: „Schalke fehlt der Liga enorm.“ Jahrelang sei die 2. Bundesliga als „stärkste zweite Liga der Welt“ bezeichnet worden, doch diese Einschätzung teilt Neururer inzwischen nicht mehr. Aus seiner Sicht habe sich das Kräfteverhältnis spürbar verändert.
Als Begründung verweist der Kult-Coach auf die zahlreichen großen Namen, die der Liga inzwischen fehlen. „Der HSV ist weg, Schalke 04 ist weg, der 1. FC Köln ebenfalls. Das sind alles Vereine, die an jedem Wochenende vor 50.000 bis 60.000 Zuschauern gespielt haben.“ Gerade diese Traditionsklubs hätten den besonderen Reiz der Spielklasse ausgemacht.
Noch vor wenigen Jahren sei die 2. Bundesliga außergewöhnlich stark besetzt gewesen. Inzwischen hält Neururer den Ruf der Liga jedoch für überzogen. Das Prädikat der „attraktivsten zweiten Liga“ passe seiner Meinung nach nicht mehr zur aktuellen Situation und sei „maßlos übertrieben“.
Mit Blick auf die neue Saison äußerte sich Neururer außerdem zu Hertha BSC. Die Berliner hätten nach seiner Ansicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und würden ihre Ziele inzwischen realistischer formulieren. „Hertha ist in diesem Jahr endlich mal vernünftig geworden und redet nicht von großartigen Zielen, die ohnehin nicht zu erreichen sind.“ Deshalb zähle der Hauptstadtklub für ihn nicht automatisch zu den Aufstiegskandidaten.
Erschwert werde die Lage zusätzlich durch die zahlreichen Abgänge wichtiger Leistungsträger wie Fabian Reese (VfL Wolfsburg), Torhüter Tjark Ernst (Feyenoord Rotterdam), Michael Cuisance (RC Lens) und Kennet Eichhorn (Bayer Leverkusen). „Das sind namhafte Leute und Leistungsträger, die jetzt nicht mehr da sind. Sie müssen jetzt erst Abgänge verzeichnen, weil sie finanzielle Probleme haben. Dadurch hat Hertha zwar sehr viel Geld eingenommen, aber das kann man nicht zu 100 Prozent reinvestieren. Das ist das Problem.“







































