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·3. Juni 2026
Kurioser Deal des 1. FC Köln mit Jakub Kaminski: 5,5 Millionen-Transfer und doch wieder weg?

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Simon Bartsch
3 Juni, 2026
5,5 Millionen Euro geben die Kölner offenbar für die feste Verpflichtung von Jakub Kaminski aus. Dabei ist alles andere als klar, ob der Pole noch jemals den Geißbock auf der Brust tragen wird.
Jakub Kaminski vom 1. FC Köln
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Während ein Teil der direkten Konkurrenz bereits die ersten Spieler unter Vertrag genommen hat, sind die ersten beiden „Neuzugänge“ der Geißböcke genau das eigentlich nicht. Der FC hat neben Tom Krauß nun auch Jakub Kaminski fest verpflichtet, nur haben beide schon in der abgelaufenen Saison für den FC gespielt. Bei Krauß war das eine Formalität, schließlich gab es eine Kaufpflicht, die durch das Erreichen einer bestimmten Anzahl an Spielen sowie den Klassenerhalt griff. Bei Kaminski bahnt sich ein Kuriosum am. Auch der neue Kontrakt des Polen ist keine Überraschung. Kaminski war der absolute Leistungsträger, hat seinen Marktwert vervielfacht und damit für den FC einen enormen sportlichen und wirtschaftlichen Impact. Früh zeichnete sich also auch bei dem 23-Jährigen der sichere Kauf ab. Für Thomas Kessler war zumindest schnell klar, „dass wir die Kaufoption ziehen möchten“, hieß es in der offiziellen Meldung der Geißböcke.
So weit so gut. Die Verpflichtung des Offensivspielers ist eine gute Nachricht. Nur wird sie eben von diesem großen „Aber“ begleitet. Denn in dem Vertrag des Spielers ist eine Ausstiegsklausel verankert und die soll bei 20 Millionen Euro liegen. Wie berichtet wird der Marktwert des 23-Jährigen vom Online-Portal transfermarkt.de auf 17 Millionen Euro eingeschätzt. Die Lücke von drei Millionen Euro werden englische Clubs angesichts der Möglichkeiten in der Premier League, des Entwicklungspotenzials, der Polyvalenz und dem Wunsch des Spielers im Grunde aus der Porto-Kasse bezahlen können. Kaminski liegt bereits ein Angebot aus England vor und sollte der Außenbahnspieler seine Zustimmung geben, werden den Geißböcken die Klauen gebunden sein, wenn die 20 Millionen auf den Tisch kommen. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass Kaminski nun einen neuen Vertrag erhalten hat, diesen aber niemals erfüllen wird.
Dass in Köln Spieler verpflichtet wurden, die nie für den FC aufliefen, ist keine Seltenheit – schließlich gibt es zum Beispiel eine Reihe von zweiten oder dritten Torhütern, die ausschließlich auf der Bank saßen. Nun aber wurde der Vertrag mit einem Leistungsträger der Vorsaison festgeschnürt, der in der kommenden Spielzeit möglicherweise nicht für Köln aufläuft, am Ende aber eine hohe Ablöse mit sich bringen könnte. Und dennoch ist das Transfergeschäft in der Geschäftsführer-Vita von Thomas Kessler sicher als Erfolg zu werten. Denn vor der Saison war wahrlich nicht davon auszugehen, dass Kaminski so einschlagen würde. Die vergangenen Spielzeiten bei Wolfsburg ließen darauf zumindest nicht schließen. Eine Ausstiegsklausel von 20 Millionen Euro war zu diesem Zeitpunkt eine eigentlich unerreichbare Marke. Doch dann kam die Leistungsexplosion. Der Pole erzielte sieben Tore, bereitete fünf vor, war einer der absoluten Dauerbrenner. Und das, obwohl der 23-Jährige gefühlt jede Position in dieser Spielzeit mal ausprobieren durfte.
Sollte Kaminski den FC wirklich verlassen, hat Kessler den vierfachen Kaufpreis erreicht. Ein wirtschaftlicher Erfolg. Der Pole wäre dann der zweitteuerste Abgang der Vereinshistorie – zumindest bis zum möglichen Verkauf von Said El Mala. Der würde ziemlich viel in den Schatten stellen.







































