Kuriosum in der 1860-Fankurve: Eigene Zaunfahne brennt - Ultras verlassen den Block | OneFootball

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·3. Mai 2026

Kuriosum in der 1860-Fankurve: Eigene Zaunfahne brennt - Ultras verlassen den Block

Artikelbild:Kuriosum in der 1860-Fankurve: Eigene Zaunfahne brennt - Ultras verlassen den Block

VON OLIVER GRISS UND FOTOS (IMAGO UND MAGENTA)

Seit Samstagnachmittag, dem miesen Löwen-Auftritt beim 1:1 in Schweinfurt, ist die Fanszene des TSV 1860 München um ein weiteres Kuriosum reicher: Der 30. Geburtstag der „Chaoten“ sollte gebührend gefeiert werden, die XXL-Zaunfahne war entsprechend prominent im Gästebereich des Sachs-Stadions platziert.


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Doch dann kam es zu einer Aktion, über die in der Szene wohl noch länger gesprochen wird: Bei den „Feierlichkeiten“ mit Feuer und Rauch entzündete sich in der ersten Halbzeit eine Zaunfahne. Schiedsrichter Timon Schulz unterbrach die Partie, Sicherheitskräfte rückten mit dem Feuerlöscher an. Insider berichten, dass die Fahne „Mein Verein für alle Zeit“ in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dumm gelaufen. Das Online-Portal “t-online” schrieb dazu: “1860-Fans passiert folgenschwerer Fehler.”

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Doch was danach geschah, setzte dem Ganzen die Krone auf: Die Ultras rollten sämtliche Fahnen ein und stellten den Support komplett ein. Kommentator Oskar Heirler, der früher für die Amateur-Löwen kickte, berichtete bei MagentaSport von einem internen Streit zwischen zwei Fangruppierungen als Auslöser. Fakt ist: Der Fanblock wirkte plötzlich deutlich ausgedünnt und ungewohnt still.

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Die “Main-Post” fasste das Spektakel treffend zusammen: „Erstaunlich ruhig war’s nach der Pause im Löwen-Fanblock. Weil bei der ausufernden Hantiererei mit Bengalos eine Fahne in Brand geraten war, musste die Feuerwehr eingreifen. Es gab anschließend offensichtlich Beef untereinander – eine Fangruppierung aus München verließ das Stadion, der Rest stellte die verbale Unterstützung ein.“

Dass sich Fans mit denselben Farben untereinander zerlegen, ist symptomatisch für die „neuen Löwen“ – und zeigt einmal mehr: Solange nicht der Sport über allem steht, wird das an der Grünwalder Straße 114 nichts werden.

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Und was vor den Augen von Präsident Gernot Mang, Vize Christian Dierl und Beirat Nicolai Walch besonders bitter ist: Die Zündeleien werden die Vereinskasse erneut belasten. Nicht nur die Spielunterbrechung kostet Geld, sondern auch die zahlreichen pyrotechnischen Vergehen.Aktuell liegen die Löwen mit 138.270 Euro auf Platz drei im Strafranking – nur Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock zündeln noch mehr…

Bis zum Saisonende dürfte die Summe die 150.000-Euro-Marke knacken. Was man dafür bekommt? Eine berechtigte Frage an Geschäftsführer Manfred Paula. Mit diesem Geld ließe sich problemlos ein sehr guter Drittliga-Spieler finanzieren…

db24 meint: Wie gefährlich Pyrotechnik wirklich ist, hat dieser Samstag einmal mehr schonungslos gezeigt. Es braucht nur einen Funken – und plötzlich steht nicht mehr nur eine Zaunfahne in Flammen. Man will sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, hätte es statt Stoff Menschen erwischt. Das Problem: In vielen Kurven wird das Risiko längst verdrängt oder bewusst kleingeredet. Pyro gilt als „Stimmungselement“, als Teil der Fankultur. Doch die Realität ist eine andere: offenes Feuer, enge Menschenmengen, kaum Ausweichmöglichkeiten. Ein brandgefährlicher Mix.

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