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Selina Eckstein·18. Juli 2026

Kurzzeitig in Haft! Die irre Geschichte um den WM-Final-Schiri

Artikelbild:Kurzzeitig in Haft! Die irre Geschichte um den WM-Final-Schiri

Der Slowene Slavko Vinčić wird das entscheidende Spiel zwischen Argentinien und Spanien bei dieser Weltmeisterschaft leiten. Das gab die FIFA gestern bekannt und teilte ein Video, in dem zu sehen war, wie emotional der Unparteiische auf diese Entscheidung reagierte. 

Die FIFA hat sich für einen erfahrenen Mann entschieden. Seit 2010 ist der Slowene FIFA-Schiedsrichter und kennt den Druck auf der großen Bühne. 


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Er pfiff unter anderem das CL-Finale 2024 zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund. Auch in der vergangenen Saison in der Königsklasse kam er beispielsweise das Viertelfinal-Rückspiel zwischen Bayern München und Real Madrid zum Einsatz. Dort fiel er dadurch auf, dass er Eduardo Camavinga wegen Zeitspiels mit einer zweiten Gelben Karte innerhalb von nur acht Minuten des Feldes verwies. Eine Entscheidung, die in Spanien für Kontroversen sorgte. 

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📸 Adam Pretty - 2026 Getty Images

Bei dieser WM kam er bereits in drei Spielen zum Einsatz, Kontroversen um seine Entscheidungen blieben allerdings aus. Vor dem Finale wurde neben seiner sportlichen Leistungen deshalb noch über eine andere Geschichte berichtet. 

Im Mai 2020 führte die bosnische Polizei eine Operation durch, um ein kriminelles Netzwerk zu zerschlagen, das wegen Drogen- und Waffenhandels sowie der Zuhälterei verdächtigt wurde. Wie es unter anderem in einem Bericht von 'L'Equipe' heißt, wurde er, gemeinsam mit 35 anderen Personen, bei einer Razzia in einer Hütte in Bosnien-Herzegowina festgenommen. Außerdem wurde Kokain, Waffen und eine hohe Summe Geld beschlagnahmt.

Vinčić, der in Gewahrsam genommen und als Zeuge vernommen wurde, wurde letztendlich freigesprochen. Er konnte glaubhaft bezeugen, dass er keine Verbindung zu den Beteiligten habe und einfach nur der Einladung gefolgt sei. Die Ermittler fanden später keine Beweise, die ihn mit der kriminellen Organisation in Verbindung brachten, und er wurde ohne Anklage freigelassen.

Der slowenische Fußballverband unterstützte öffentlich seine Darstellung und betonte, dass seine Anwesenheit lediglich ein unglücklicher Zufall zur falschen Zeit am falschen Ort war.


📸 Kevin C. Cox - 2026 Getty Images

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