MillernTon
·23. Februar 2026
Lage am Millerntor – 23. Februar 2026

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·23. Februar 2026

Der FC St. Pauli gewinnt ein immens wichtiges Spiel gegen Werder Bremen. Wir haben Details zur Blindenfußball-Bundesliga, sprechen über Kwasniok, Trump und Kompany. Die Lage am Montag.
Einfach mal glücklich sein.Drei extrem wichtige Punkte, die vielleicht nicht durch das beste Saisonspiel zustande kamen, aber auch nicht komplett unverdient waren. Okay, schaut man auf die 0,2xG bei FotMob und nimmt die 1,55xG für Werder dazu im Vergleich, deutet nicht viel auf einen 2:1-Sieg hin – aber die „Regression zur Mitte“, nachdem der FCSP in der Hinrunde eigentlich mehr Punkte hätte haben müssen, muss ja irgendwann auch mal beginnen.
Erstmals seit Wiederaufstieg hat der FC St. Pauli somit gegen Werder Bremen getroffen, in den bisherigen drei Spielen (0:2, 0:0, 0:1) war dies nicht gelungen. Werder war der einzige aktuelle Erstligist, gegen den man seit dem Auftsieg noch torlos war.Und überhaupt: Erster Sieg gegen Werder in der 1. Bundesliga seit August 1977!Außerdem: Das erste Tor von Joel Fujita für den FC St. Pauli! Und wie schön er sich gefreut hat, auch nach Abpfiff!
In die „Elf des Tages“ beim kicker hat es kein St. Paulianer geschafft, am ehesten hätte Hauke Wahl mit einer 2,5 noch die Chance gehabt. Tomoya Andō, Karol Mets, Manolis Saliakas, Jackson Irvine und Joel Fujita erhielten eine 3, der Rest wurde mit einer 4 oder schlechter bewertet.Die Note 3 erhielt auch Schiedsrichter Sören Storks – diese Einstufung dürfte nicht nur ungeteilte Zustimmung erfahren.
Schauen wir zu FotMob, so hat es Hauke Wahl mit 8,9 dort in die „Mannschaft der Woche“ geschafft – und zumindest zu meinem Erstaunen auch Nikola Vasilj mit einer 8,1. (Letzteres ist umso erstaunlicher, weil er in der Übersicht zum Spiel „nur“ eine 7,9 hat – mysteriös.)
Oft sind es ja die unbesungenen Helden – und gestern war der Rasen mit zwei Assist der „Spieler des Spiels“. Allerdings nicht, wie man von einem mehrfach ausgezeichneten Rasen vermuten sollte, aufgrund dessen Perfektion, sondern eher durch kleine Platzfehler. Immerhin waren sie gerecht verteilt.
Assist 1 beim 1:0: So unhaltbar Kopfbälle von Hauke Wahl natürlich pauschal auch sind, so lässt sich doch nicht wegdiskutieren, dass der Ball etwas unnatürlich aufsprang und nur deswegen durch die aufnahmebereiten Hände von Mio Backhaus flutschte.Assist 2 dann beim 1:1: Nikola Vasilj rutschte auf der anderen Seite des Platzes bei einer Flanke weg, die er sonst wohl gefangen oder zumindest per Faust klar geklärt hätte. Erst dadurch entstand das kleine Tohuwabohu, welches im Bremer Ausgleich endete.
Doch glücklicherweise fiel dann ja noch ein weiterer Treffer, ganz ohne Mithilfe des grünen Untergrunds. Der Spielbericht von Tim:
FC St. Pauli vs. SV Werder Bremen 2:1 – Krampf, Kampf & Kacktore
Ein merkwürdiges Spiel zwischen FSV Mainz 05 und dem Hamburger SV am Freitag. In Hälfte eins der HSV besser – und Mainz geht kurz vor der Pause in Führung. Nach dem Wechsel dann die Gastgeber besser – doch der HSV profitiert von einem Freistoß-Kacktor.Während man in Hälfte eins noch Gelb-Rot für den Mainzer Silas hätte zeigen können (es aus meiner Sicht aber auch okay ist, dies nicht zu tun), hätte in der zweiten Hälfte eigentlich Dominik Kohr frühzeitig mit Ampelkarte duschen gehen müssen, wurde aber verschont und dann stattdessen schnell vom Trainer per Auswechslung in die Umkleide geschickt. Umgekehrt machte der gerade erst eingewechselte Gocholeishvili frei durch in der Schlussphase lieber eine Schwalbe aus der Hölle, statt unbedrängt in den Strafraum zu ziehen. Gelb für Potulski und Freistoß für den HSV – der brachte dann aber nichts ein. Am Ende also ein 1:1 (1:0), mit dem die Gäste sicher besser leben konnten. // Sportschau-Highlights
Man muss ja nur mal gedanklich durchspielen, wie die Tabelle im Falle einer Niederlage des FCSP aussehen würde. Der Sprung auf den Relegationsrang ist nicht nur für den Kopf äußerst wichtig, er bringt auch noch die Punktgleichheit mit dem VfL Wolfsburg mit sich.Erreicht ist selbstverständlich gar nichts, der direkte Abstiegsplatz nur einen Punkt entfernt – aber umgekehrt sind es auch bis Platz 13 nur noch zwei Zähler. Mut machen kann zudem die zurückgewonnene Heimstärke, denn abgesehen von den zwei Heimsiegen in Serie ist man auch in den letzten fünf Heimspielen ungeschlagen.
Etwa eine halbe Stunde vor Anpfiff gab es eine Durchsage von Stadionsprecherin Debbie, die an den rechtsextremen Anschlag von Hanau am 19. Februar 2020 erinnerte, inklusive der Durchsage der Namen der zehn dabei ermordeten Menschen. Dies wurde sowohl auf der Anzeigetafel als auch im Anschluss musikalisch ergänzt.Zu Beginn der 2. Halbzeit wurde es auch von beiden Fankurven aufgenommen. Im Heimbereich wurde das Datum des Anschlags mit einem großen #SayTheirNames flankiert, im Gästeblock gab es zehn Doppelhalter mit den Gesichtern der Opfer und dem Banner „Zusammen erinnern, gemeinsam kämpfen“.

„Zusammen erinnern, gemeinsam kämpfen“ // (c) Stefan Groenveld
Das Vorgehen von Politik und Verbänden in Bezug auf Änderungen der Stadionverbotsrichtlinien sorgt weiterhin für Kritik. Nina sprach mit dem Fanladen und der Braun-Weissen Hilfe über die Hintergründe und den (aufgrund der Intransparenz) weiterhin sehr unklaren Sachstand. // MillernTon
Änderungen der Stadionverbotsrichtlinien: Der Vorwurf der Intransparenz hält an
Die „Vorarbeiten für den ersten Bauabschnitt“ beginnen laut fcstpauli.com. Was klingt wie die Vorbemerkung zum Vorwort der Ankündigung, dürfte trotzdem ein Meilenstein für den FC St. Pauli und das Trainingsgelände an der Kollaustraße sein. Noch im März sollen dann tatsächlich die konkreten Arbeiten beginnen, bei denen zwei zusätzliche Trainingsplätze gebaut werden.
Yay, erste Infos zur neuen Saison!Zusätzlich zu den neun Teams der letzten Saison ist mit dem 1. FC Köln ein neuer Verein der Liga beigetreten. Mit zehn Teams wird weiterhin „Jeder gegen Jeden“ in einer einfachen Runde gespielt, was an den Spielplan neue Herausforderungen stellt. Der letzte Spieltag am 12. September in Essen bildet wieder die Tabelle der abgelaufenen Saison in umgekehrter Reihenfolge nach. Meister Borussia Dortmund und Vizemeister FC St. Pauli bestreiten also das letzte Spiel gegeneinander, als (vermutetes) Quasi-Endspiel.Die Spieltage im Einzelnen:
Die 1. Frauen konnte am Samstag endlich den Testspielauftakt ins Kalenderjahr absolvieren. Beim Dritten der Regionalliga West, Arminia Bielefeld, gelang durch Tore von Aksana Alizadeh (29. Minute), Julia Hechtenberg (45.) und Josefin Lutz (77.) ein 3:1 (2:1)-Auswärtssieg. „Spielerisch noch mit Luft nach oben, aber für den ersten Draußenauftritt voll in Ordnung“ so eine uns zugespielte Einschätzung. Der für nächste Woche Sonntag geplante Test gegen Holstein Kiel musste aufgrund einer Pokalansetzung der Gäste abgesagt werden.
Die U23 testete nach ihrer Spielabsage gestern am Brummerskamp gegen den Liga-Konkurrenten SV Drochtersen/Assel. Winter-Neuzugang Nikky Goguadze erzielte die frühe Führung (5. Minute), Haron Sabah legte kurz nach Wiederanpfiff mit dem 2:0 nach (47.) – doch am Ende stand (unter anderem durch zwei Elfmeter) eine 2:4-Niederlage.
Die U17 ist gestern gut in die B-Gruppe der Hauptrunde gestartet und hat den Chemnitzer FC durch Tore von Henry Dressel (57.) und Kemi Dandji (66., Strafstoß) mit 2:0 (0:0) besiegt. Hilfreich war dabei sicher, dass Chemnitz ab der 23. Minute aufgrund einer Gelb-Roten Karte nur noch zu zehnt war.Wenig später trat die U19 bei Borea Dresden an, geriet früh (3. Minute) in Rückstand und kam durch Jack Wardius (45.+2) kurz vorm Pausenpfiff zum 1:1-Ausgleich, der gleichzeitig der Endstand war.
Die erwartete Niederlage gab es bei HL Buchholz 08-Rosengarten für die 1. Frauen in der Regionalliga. Die Gastgeberinnen gewannen mit 36:21 (19:10), wahrscheinlich war das Spiel schon nach gut 16 Minuten mit dem zwischenzeitlichen 10:4 entschieden.
Wenn man den Artikel in The Athletic (€) liest, dann hat der SV Werder die zumindest mal grob angedachte USA-Reise jetzt deswegen abgesagt, weil man nach den jüngsten Geschehnissen in Minneapolis zu der Überzeugung gelangt sein, dies würde nicht zu den Werten des Vereins passen.Klingt gut, lässt sich in den USA sicher auch gut klicken, ist aber nur ein Teil der Wahrheit – denn eine mögliche Teilnahme an der Relegation spielte ebenfalls eine Rolle, wie Geschäftsführer Klaus Filbry bereits letzte Woche der Deichstube mitgeteilt hatte.Daran, dass die anderen Gründe durchaus betont werden dürfen, ändert diese kleine Einschränkung aber natürlich nichts.
Wo fang ich an?Nun, zunächst einmal mit der traurigen Nachricht, dass ein 90-Jähriger am Samstag beim Spiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim eine Treppe heruntergestürzt ist, reanimiert werden musste und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde, wo er am Sonntag verstarb. (Spiegel.de)
Zugegeben, diese letzte Entwicklung am Folgetag konnte Köln Trainer Lukas Kwasniok noch nicht kennen, als er direkt nach dem Spiel vor den Kameras als auch anschließend auf der Pressekonferenz befragt wurde.Trotzdem mehr als befremdlich, was er dann zu Protokoll gab. Er holte die ganz große Keule raus und wollte dies in einen Bezug zu Vincent Kompanys Rede zu Rassismus setzen (siehe nächster Abschnitt) und merkte an, dass der Effzeh ja in dieser Saison schon öfter durch verschiedene Umstände im heimischen Stadion wie auch auswärts auf den Support der eigenen Fans hätte verzichten müssen und es daher ein „zwiegespaltenes Thema“ sei.Nee, eigentlich nicht. Wenn Menschen um ihr Leben kämpfen, muss nicht wenige Meter weiter gesungen und getanzt werden. Das sollte common sense sein und ist es (zum Glück) in den Kurven auch.
Apropos Trainer, die besser geschwiegen hätten: Dies galt sicher für Vincent Kompany in Bezug auf seine Bereitschaft, seinem ehemaligen Mitspieler Jerome Boateng ein Praktikum beim FC Bayern zu ermöglichen, was dann nach zunehmendem Gegenwind schlussendlich nicht zustande kam. Deutlich besser aber jetzt sein Statement in Bezug auf die Vorfälle beim Spiel zwischen Benfica und Real unter der Woche, wo Vinicius Jr. (Real) nach seinem Tor von Gegenspieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden sein soll. Auch Jose Mourinho (Trainer Benfica) spielte seine Rolle und mischte sich nach dem Spiel ein – wofür er von Kompany jetzt klar kritisiert wurde. Insbesondere Mourinhos hanebüchener Vergleich, dass Benfica ja aufgrund der Vergangenheit mit Eusebio gar nicht rassistisch sein könne, wurde von Kompany klar zerlegt. // kicker.de // The Athletic (€)
Die regelmäßige Shitshow um die Präsidentschaft von Donald Trump spare ich hier ja größtenteils aus, weil es dafür deutlich bessere und relevantere Seiten gibt als einen Fußballblog über einen Hamburger Stadtteilverein. Ich beschränke mich daher in aller Regel auf die direkten Bezüge zum Fußball – und leider gibt es auch da genug zu vermelden.Nicht zuletzt durch seinen Buddy in Crime, Gianni Infantino. Der saß nun zum Erstaunen vieler in jenem komischen „Friedensrat“, den Trump ins Leben gerufen hat. Klar, wenn man extra den „FIFA-Friedenspreis“ erfindet, um das Ego des kognitiv so herausragenden Trump zu streicheln, der problemlos Giraffen in angeblichen Intelligenztests erkennt, dann muss das wohl so sein. Bevor ich mich um Kopf und Kragen schreibe und unsere Rechtsschutzversicherung strapaziere: Der Link zur Sportschau.Alle bekloppt.
Erzgebirge Aue kämpft in der 3. Liga aktuell gegen den Sturz in die Regionalliga. Gegen Aufstiegskandidat Energie Cottbus gab es jetzt eine späte 1:2-Niederlage und damit einen weiteren sportlichen Dämpfer. Der Rückstand auf den zum Klassenerhalt nötigen Platz 16 beträgt bereits vier Punkte.Für mehr Schlagzeilen sorgten allerdings die Kurven. Energie Cottbus präsentierte zu Beginn der 2. Hälfte ein Banner mit Grüßen an den Heimbereich und Bezugnahme auf einen zuletzt erfolgten Fahnenklau. Dies provozierte etwa 50 Heimfans zum Überwinden des Zauns in den Innenraum und einen Lauf Richtung Gästeblock – den sie allerdings nicht erreichten, da die Polizei bei diesem Hochsicherheitsspiel anwesend war und ihnen den Weg versperrte. Die Partie war etwa eine Viertelstunde unterbrochen – und endete dann eben mit dem späten Gästetor auch noch sportlich schlecht für die Heimfans. // Highlights
Den muss man auch erst mal so machen… // reddit(A-League Australien, Neuseeland-Derby, Wellington – Auckland, Endergebnis: 0:5.)
Great Own Goal in the New Zealand Derby. Wellington Phoenix [0] v Auckland FC [1] – Josh Oluwayemi by u/Yakcall in soccer
Forza St. Pauli!// Maik
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