MillernTon
·30. März 2026
Lage am Millerntor – 30. März 2026

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·30. März 2026

Die U23 des FC St. Pauli holt drei wichtige Punkte, die 1. Frauen verzweifelt an der Chancenverwertung und auch sonst war viel los. Die Lage am Montag.
Was ich gar nicht bedacht hatte, als ich für mich gedanklich „Die Lage macht jetzt in der Länderspielpause einfach auch mal drei Tage Pause“ notierte: Wie viel es danach aufzuarbeiten gilt.Also, here we go:
Widersprüche aushalten. Man kann die WM 2026 in den USA (und Kanada und Mexiko) verteufeln und die Trump/Infantino-Shitshow im Sommer komplett ignorieren – und trotzdem der Fanszination von Play-off Spielen im Vorfeld erliegen. Ging zumindest mir so und so reiste ich vergangene Woche quasi Nikola Vasilj hinterher. Der trat mit Bosnien-Herzegowina in Cardiff an und nach Verlängerung und Elfmeterschießen hat er nun ein echtes Endspiel vor der Brust. Dabei sah er schon wie der tragische Held aus, denn beim Führungstreffer der Waliser rutschte er weg und kam so nicht mehr an den sonst wohl für ihn problemlos haltbaren Ball heran. Im Elfmeterschießen aber guckte erst einen Ball übers Tor und hielt dann einen weiteren. (Highlights)
Weit weniger Dramatik gab es für Eric Smith und Schweden: Ex-St. Paulianer Victor Gyökeres sorgte mit drei Toren halbwegs im Alleingang für den 3:1-Sieg gegen die Ukraine, Smith wurde nicht eingewechselt. (Highlights)Irgendwo dazwischen siedelte sich Arkadiusz Pyrka an. Der musste den Rückstand Polens gegen Albanien zwar zunächst von der Bank aus mit ansehen, allerdings drehten die Gastgeber die Partie und Pyrka wurde in der Nachspielzeit noch zum über die Ziellinie bringen des Erfolgs eingewechselt. (Highlights)Damit kommt es morgen (20.45h, DAZN) zu folgenden entscheidenden Partien. Der jeweilige Sieger ist für die WM qualifiziert.
Danel Sinani gewann mit Luxemburg im „Relegations-Hinspiel“ (zwischen Gruppe C und D der Nations League) 2:0 gegen Malta und stand in der Startelf. Connor Metcalfe spielte beim 1:0 Australiens gegen Kamerun von Beginn an, war beim späten Siegtreffer aber bereits duschen. Ähnlich verlief es für Joel Fujita, der für Japan in Schottland ebenfalls in der Startelf stand und nach 78 Minuten ausgewechselt wurde. Auch hier fiel der 1:0-Siegtreffer für Japan erst danach. Apropos Japan: Nick Schmidt spielte für Japans U19 gegen Usbekistans U20 und gewann mit 1:0 (1:0), Schmidt spielte die erste Halbzeit. Heute um 10.00h gibt es das gleiche Spiel noch einmal.
Heute soll um 15.30h das lange Wochenende beendet und wieder trainiert werden. Die morgige Einheit um 11.30h ist dann das letzte öffentliche Training für diese Woche.Tomoya Andō und Lars Ritzka werden dann voraussichtlich nicht auf dem Rasen dabei sein. // MillernTon
Es bleibt angespannt
Unser Verteidiger war letzte Woche in der Medienrunde und berichtete dort unter anderem von seinem Weg zurück nach zwei langen Verletzungen. Nachdem er nun schon einige wieder Wochen im Teamtraining ist, spielte er für die U23 und stand jüngst auch wieder im Bundesliga-Kader – und vielleicht bald auch wieder für die Profis auf dem Platz? // MillernTon
„Jetzt wird es immer besser und das gibt einem ein gutes Gefühl“
„KI-Überwachung im Fußball?“ klingt als Titel schon nicht sonderlich sexy, ist in seiner Ausprägung aber noch unerfreulicher als man annehmen könnte. Auf Einladung der Braun-Weissen Hilfe war Matthias Marx vom Chaos Computer Club vor knapp zwei Wochen im FC St. Pauli Museum und referierte zu eben jenem Thema. Sein Vortrag wurde aufgezeichnet und wir dürfen ihn hier als Podcast zur Verfügung stellen.
„ER HAT JEHOVA GESAGT!“Heißes Eisen, welches Tim da letzte Woche anfasste. Es geht um die Stadionhymne, die seit der Aussetzung von „Das Herz von St. Pauli“ nicht mehr besetzt ist.Wie der Stand ist, was der Verein bisher gemacht hat und was sich am Prozedere zeitnah ändern soll: MillernTon
Die Stadionhymne des FC St. Pauli – so ist der Stand
Eine ärgerliche 2:0 (1:0)-Niederlage gab es gestern im Beckersbergstadion für die 1. Frauen. Der SV Henstedt-Ulzburg machte zwei Kacktore nach Ecken, die Kiezkickerinnen trafen insgesamt dreimal Aluminium. Nach wie vor kein Grund zur Panik, aber die Tabellensituation sieht halt nach Niederlagen auch nur selten positiver aus als vorher. Aktuell ist man wieder Vorletzter, der Rückstand auf den (voraussichtlichen) Nichtabstiegsplatz beträgt drei Punkte.
Den letzten Sieg in der Regionalliga (ohnehin einer von nur zweien) gab es im Oktober! Bei Hannover 96 II hatte die U23 einen 3:1-Sieg eingefahren. Das war übrigens nur zwei Wochen, nachdem man beim Hannoverschen SC mit 2:0 den ersten Sieg der Saison hatte erzielen können.Was lernen wir daraus? Richtig… in Hannover läuft es. Und glücklicherweise konnte gestern dann auch endlich der erste Heimsieg der Saison gefeiert werden – erneut gegen ein Team aus Hannover, dieses Mal wieder der HSC. Romeo Aigbekaen (3. & 27.) und Oleg Skakun (86.) brachten die Kiezkicker jeweils in Führung. Die letzte hielt dann glücklicherweise bis zum Abpfiff. 3:2 (2:1)! // fcstpauli.com // Highlights
Völlig verrückt, aber trotz nur 19 Punkten aus jetzt 26 Siegen hat man weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt. Geht man von drei Absteigern aus, so sind es aktuell nur noch zwei Punkte Rückstand, in diesem Fall auf Eintracht Norderstedt. Wichtig wäre trotzdem, jetzt auch mal gegen Teams aus anderen Städten zu gewinnen. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich nach dem spielfreien Wochenende, wenn man am 11. April bei Kickers Emden antritt.
U19-Trainer Christian Dobrick hatte letzte Woche in einem Interview im Stern (€) über seine Homosexualität gesprochen und damit ein großes mediales Echo ausgelöst. Der FC St. Pauli stellte sich hinter ihn und übermittelte die Botschaft „Lieb doch, wen Du willst“. Dobrick hatte von 2017 bis 2021 im NLZ von Holstein Kiel gearbeitet und war dann über Hoffenheim und Salzburg im Sommer 2025 zum FCSP gekommen.
Unser U19-Trainer Christian Dobrick hat in einem Interview seine Homosexualität öffentlich gemacht. Als FC St. Pauli stehen wir selbstverständlich hinter ihm und seinem Coming out. Denn eigentlich ist es ganz einfach und sollte für alle gelten: Lieb doch, wen du willst!#fcsp— FC St. Pauli (@fcstpauli.com) 2026-03-24T14:30:06+00:00
Sein Team, die U19, konnte am Samstag einen 3:0 (2:0)-Erfolg gegen Dynamo Dresden einfahren, die Tore erzielten Noah Palapies und Jack Wardius (2).
Die 1. Frauen unterlag am Samstag dem Tabellenzweiten, der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen, vor 150 Zuschauenden mit 20:27 (10:15). Damit ist der sportliche Abstieg aus der Regionalliga nun auch rechnerisch sicher. Das Team liegt mit fünf Punkten aus 24 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz.
Die 1. Männer hingegen kämpfen weiter um die Wiederaufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga. Beim TuS Esingen gelang ein 32:30 (17:15)-Auswärtssieg, Marius Diegel war mit sechs Toren der erfolgreichste Werfer. Nachdem der Ahrensburger TSV unter der Woche überraschend in Quickborn verloren hatte, beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer nun nur noch einen Punkt.
In der Stadtliga gewannen die 1. Damen am Sonntag gegen BG Halstenbek / Pinneberg mit 49:43 und bleiben so knapp hinter Rist Wedel III auf dem zweiten Rang. Offenbar reicht dies zum Aufstieg, zumindest wurde dieser in der Insta-Story bereits gefeiert. Vielleicht liegt es auch an Rist Wedel, deren II. in der Regionalliga abstiegsbedroht ist. So oder so: Herzlichen Glückwunsch, großartiger Erfolg für diese immer noch sehr junge Abteilung!
Bereits in der Oberliga spielen die 1. Männer, die gestern ebenfalls gegen BG Halstenbek / Pinneberg ran mussten und mit 63:58 die Oberhand behielten. Hier ist man seit der Niederlage von Harburg-Hittfeld gegen Niendorf Mitte März nun alleiniger Tabellenführer und will dies bis zum Saisonende auch bleiben, um den Aufstieg in die Regionalliga feiern zu können.
Wenn ich die Meldungen von vor dem Spieltag richtig verstanden habe, darf auch die 2. Männer (fast schon) den Aufstieg feiern, da man gegen den direkten Konkurrenten um Rang 2, den Walddörfer SV II, mit 62:37 gewann und so den direkten Vergleich für sich entschied. Den Sieg gegen Bramfeld IV, aktuell Vorletzter, muss man allerdings Ende April schon noch holen.
Nachdem es letzte Woche gegen die Rugby Ruckoons aus Dortmund den ersten Saisonsieg gab, sah es für die 1. Frauen an diesem Wochenende zunächst nach einer Niederlage aus. 24:0 führten die Gastgeberinnen aus Berlin zwischenzeitlich. Doch dann: Comeback-Girls!Am Ende gewann das Team noch mit 25:24 und fuhr jubelnd zurück nach Hamburg. // Instagram
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Fußball und Politik – sollte man trennen, wissen alle unpolitischen Fußballfans ja schon lange. Blöd, wenn man es dann als Verein nicht tut und danach dann versucht, durch Verschleierungstaktik und Unwahrheiten aus der Nummer rauszukommen und anschließend von den eigenen Fans dafür gegrillt wird. So geschehen jetzt in England, bei Zweitligist Ipswich Town und dem… wie sag ich es, ohne gleich die Rechtsschutzversicherung zu bemühen… „Rechtspopulisten“ Nigel Farage.Der scheint im Vorfeld der Kommunalwahlen die alte Politikertaktik für sich entdeckt zu haben, sich mit medienwirksamen Auftritten im Fußballkontext weitere Stimmen zu sichern. Unangenehm genug für einen Sportverein, allerdings stritt Ipswich zunächst auch noch jede Verbindung ab und gab an, dass es sich nicht um einen offiziellen Besuch und auch nicht um eine Einladung des Vereins gehandelt habe – was The Athletic (€) genüsslich widerlegte. Nun laufen auch die eigenen Fans Sturm – zu Recht. // BBC.com
DFB-Generalsekretär Dr. Holger Blask wurde vom kicker (€) interviewt und herausgekommen ist ein durchaus lesenswertes Interview über die Themen WM 2026, FIFA/Infantino & Trump, Medienrechte, Bundesliga (und Fußball allgemein) der Frauen, Gemeinnützigkeit des DFB und die Sicherheitsthematik. „Lesenswert“ bedeutet hier nicht, dass ich mit allen (oder zumindest vielen) Punkten inhaltlich übereinstimme – aber inhaltlich interessant ist es schon, wie der DFB sich da positioniert.Medial wird es leider in der allgemeinen Wahrnehmung auf einen Satz hinauslaufen:
„Wir als DFB wollen Politik diesmal definitiv von der Mannschaft weghalten, das ist ein nachvollziehbares Learning aus Katar.“ Dr. Holger Blask, DFB-Generalsekretär im kicker (€)
Ich nehme mich da gar nicht aus. Das Statement ist halt das, welches am meisten schillert und gleichzeitig auch jenes, welches ich so überhaupt gar nicht verstehe. Glaubt denn beim DFB wirklich jemand, irgendein Spieler hätte besser gespielt, wenn er vor dem Spiel sich nicht die Hand vor de Mund gehalten hätte oder es die (kurze) mediale Diskussion über die Optik der Kapitänsbinde nicht gegeben hätte? Was für ein Armutszeugnis. Genauso simpel gestrickt könnte man als „Learning“ ja auch mitnehmen, einfach mehr Tore zu schießen und weniger zu kassieren.Und doch möchte ich darauf verweisen, dass in dem Interview auch über andere Dinge gesprochen wird. Unter anderem die Verstimmung bezüglich der Gründung der neuen FBL (Frauen Bundesliga) ist im Text auch zwischen den Zeilen deutlich zu lesen.
Remember Kevin Lankford? Der hat am Wochenende mit zwei Toren beim spektakulären 5:5 zwischen Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena im Halbfinale des Thüringen-Pokals die Gäste jubeln lassen. Jena gewann dann das Elfmeterschießen und trifft nun im Finale auf Meuselwitz. // MDR.de
Ähnlich hitzig ging es in Berlin zu, wo Sparta Lichtenberg dem Regionalligisten BFC Dynamo einen packenden Fight bot und erst nach Verlängerung mit 3:6 unterlag. Abseits des Rasens kam es zu Auseinandersetzungen von Gästefans mit der Polizei. // ZEIT.de (dpa)
Auch in Brandenburg gibt es unsportliche Schlagzeilen: Beim Halbfinale zwischen RSV Eintracht Stahnsdorf und VfB Krieschow siegten die Gäste mit 2:1 und stehen im Finale gegen Energie Cottbus. Schlagzeilen lieferte allerdings eine rassistische Beleidigung gegen einen Stürmer der Gastgeber, außerdem soll auch der Torwart nach dem Spiel angespuckt worden sein. // kicker.de
Traumtore erzielen kann man auch auf dem schlimmsten Acker. // Instagram
Forza St. Pauli!// Maik
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