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·19. Februar 2026
Lahm-Klartext: Real Madrid „muss sich neu erfinden“

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Real Madrid erlebt gerade eine Saison, die nicht ganz einfach ist. Nach der Ära Carlo Ancelotti sollte sich etwas Neues entwickeln. Xabi Alonso war es, der auserkoren war, eine neue Ära zu starten.
Doch der ehemalige Profi der Königlichen ist schon wieder entlassen. Alvaro Arbeloa, sein Nachfolger, ist aktuell im Amt und versucht, die Dinge bei den Königlichen wieder zu stabilisieren. Momentan steht man an der Spitze in La Liga, Kritik gibt es dennoch.
Und intern herrscht noch keine Ruhe. In seiner Kolumne beim englischen Guardian schrieb Philipp Lahm nun darüber, warum Alonso nicht den Einfluss anderer Trainer hatte. „Rückblickend wird der Einfluss von Carlo Ancelotti bei Real noch deutlicher, ebenso wie der von Zinedine Zidane, der mit dem Verein drei Champions-League-Titel in Folge gewann. Warum passten sie zu diesem Verein? Weil sie selbst einmal neben herausragenden Fußballern auf dem Platz standen“, so Lahm.
Das sei zwar auch bei Alonso der Fall gewesen, die Basis bei Real Madrid war aber eine andere, die Kabine galt als schwer beherrschbar. Für Alonso sei die Station Real, so Lahm, sehr lehrreich gewesen. Auch aufgrund des Umgangs mit Druck, der ganz anders war als in Leverkusen.
Lahm beschrieb zudem die große Herausforderung Real: „Florentino Pérez hält die Trainer von Real Madrid für austauschbar, was diese Position zur anspruchsvollsten im Weltfußball macht. Es ist eine Meisterleistung, mit den Galácticos Teamwork zu entwickeln. Was die Spieler aus Leverkusen verinnerlichen, empfinden die Spieler aus Madrid als Einschränkung ihrer Individualität und Freiheit.“

Foto: IMAGO
Bei den Königlichen hofft man darauf, dass Arbeloa nun einen Schritt nach vorne macht. Der Klub will in den nächsten ein, zwei Jahren entscheidende Prozesse in Angriff nehmen, um wieder an die absolute Weltspitze zu kommen.
„Nun wird es interessant sein zu sehen, wie sich Real neu erfindet. Und das müssen sie. Um Europa zu dominieren, sind besondere Umstände erforderlich. In der Ära, die nun zu Ende gegangen ist, ergänzten sich Größen wie Sergio Ramos, Luka Modric, Toni Kroos, Karim Benzema und Cristiano Ronaldo zu einem Ganzen, das noch größer war als die Summe seiner Teile“, erklärt Lahm.
Und weiter: „Das war die königliche Form der Teamarbeit. Eine derart harmonische Mischung aus Verteidigung, Mittelfeld und Angriff ist derzeit jedoch nicht verfügbar. Auch ein Trainer, der das Zeug dazu hat, Real zu managen, wie Ancelotti oder ein anderer Grand Seigneur, ist nicht auf dem Markt.“ Und deswegen wird es eine knifflige Herausforderung für die Königlichen.
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