FCBinside
·3. Juni 2026
Lahm schlägt Alarm: “Bundesliga macht mir Sorgen”

In partnership with
Yahoo sportsFCBinside
·3. Juni 2026

Die Nachwuchsentwicklung in Deutschland ist ebenso ein viel diskutiertes Thema wie die Qualität in der Bundesliga. Philipp Lahm, Ex-Profi des FC Bayern, schlägt nun Alarm.
Der Weltmeister von 2014 hat in einem Stern-Interview unter anderem über die Konkurrenzfähigkeit der Beletage im deutschen Fußball gesprochen.
“Die Bundesliga insgesamt macht mir Sorgen im Vergleich mit anderen europäischen Top-Ligen. Die englische Premier League steht für Wucht und Athletik, die spanische La Liga für anspruchsvollen Ballbesitzfußball – und die Bundesliga? Mir fällt kein passendes Etikett ein”, so der Ex-Verteidiger des FC Bayern.
Viele Experten sehen die Entwicklung in der Bundesliga kritisch. Es gibt keinen klassischen Trend, viele Trainer setzen auf Pressing, aber das auch nicht in der vollkommenen Konsequenz. Auch die Nachwuchsentwicklung ist ein Punkt. Vielen Experten fehlen Spieler, die für eine gewisse Kernkompetenz stehen.
Man bilde in Deutschland “zu viele ähnliche Spielertypen aus, die alles ganz gut können, aber keine Position perfekt beherrschen. Es fehlen klare Profile”, ergänzte Lahm passend dazu.

Foto: IMAGO
Lahm kritisierte zum Beispiel, dass Joshua Kimmich in der Nationalelf eine andere Aufgabe hat als im Verein. “Ich würde mir wünschen, dass Joshua in der Nationalelf im zentralen Mittelfeld spielt. Bei den Bayern tut er das seit Jahren auf höchstem Niveau. In der Nationalmannschaft hätte Joshua im Zentrum ebenfalls den größten Wert. Aber auch auf rechts sehe ich ihn nicht als Notlösung. Er ist ein Weltklassespieler, auch auf der Außenbahn”, so der Ex-Defensivspieler, der aktuell als Berater für den VfB Stuttgart fungiert.
Laut Lahm könne man ohnehin “das Fehlen von Spezialisten kompensieren, wenn man ein Gerüst hat mit fünf bis sechs Stammspielern, die miteinander harmonieren. Dieses Gerüst kann ich bislang nicht erkennen.” Deswegen traut er der deutschen Auswahl bei der WM auch etwas zu, aber nicht den großen Wurf.







































