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·15. Mai 2026
"Lasse alles auf mich zukommen": Zeitz vor emotionalem Abschied

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Der 1. FC Saarbrücken tritt zum Abschluss der Saison gegen den F.C. Hansa Rostock an. Für die Kogge geht es noch um den letzten Strohhalm im Aufstiegskampf, während bei den Saarländern nach einer schwierigen Spielzeit ein ganz anderes Thema im Vordergrund stand – und zwar das Karriereende von Manuel Zeitz. Fast 18 Jahre nach seinem Debüt wird es am Samstag zum emotionalen Abschied kommen.
Es war ein 3:0-Sieg bei der SG Bad Breisig, bei dem Manuel Zeitz im September 2008 sein Debüt für den 1. FC Saarbrücken feierte. Die Saarländer traten damals fünftklassig an, aber schon zwei Jahre später lief Zeitz mit dem FCS in der 3. Liga auf. Jetzt, fast 18 Jahre später, steht das letzte Spiel in der Karriere des künftigen Scouts an. Cheftrainer Argirios Giannikis kündigte an, dass er jeden Wunsch des 35-Jährigen bei dessen letzten Auftritt erfüllen wird. "Wie das ganze aussehen wird, das werden wir dann morgen sehen", ließ sich der FCS-Coach aber noch nicht in die Karten schauen. "Ich freue mich auf diese Emotionen im Spiel, aber auch über die weitere Zusammenarbeit in anderer Funktion."
Und was sagte Zeitz zu seinem letzten Spiel? "Ich gehe morgen mit dem Wissen in den Tag, dass man sich gar nicht so wirklich darauf vorbereiten kann. Von daher habe ich das auch gar nicht versucht", erklärte der 35-Jährige ganz bescheiden. "Ich versuche den Tag ganz normal anzugehen und einfach alles auf mich zukommen zu lassen." Klar ist, dass die Szenen im Ludwigsparkstadion für Tränen sorgen werden, denn auf Zeitz und das Publikum warten nach fast 500 Pflichtspielen für den FCS große Emotionen. "Ich habe keine Ahnung, wie das Ganze morgen stattfindet. Ich bin einfach gespannt", so Zeitz.
Abgesehen von Richard Neudecker (Kreuzbandriss) und Till Schumacher (Sprunggelenksverletzung) wird lediglich Kasim Rabihic (Blessur) das letzte Spiel von Manuel Zeitz verpassen, wie Giannikis ankündigte. Welche Spieler vor Anpfiff noch verabschiedet werden, ließ der Trainer offen – zuletzt kündigte Amine Naïfi sein Aus beim FCS bereits an, auch Co-Trainer Bernd Heemsoth und Torwarttrainer Frank Kackert werden den Verein verlassen. Zeitz wird gehen, aber in neuer Funktion bleiben. Und seine Erfahrungen aus einer langen Karriere einbringen.
"Dass ich zwei Mal das DFB-Pokal-Halbfinale erlebe, hätte ich nie im Leben gedacht. Schon, dass ich das ein Mal erlebe, nicht", schmunzelte der 35-Jährige über die Spielzeiten 2019/20 und 2023/24, als der FCS jeweils unter die besten vier Mannschaften kam. "Wir hatten auch öfter die Chance, in die 2. Bundesliga aufzusteigen und klar war es ein Wunsch, das auch zu schaffen. Es war ja ein paar Mal knapp, aber das hat leider nicht funktioniert", erklärte Zeitz, der zwischenzeitlich 33 Zweitliga-Einsätze im Trikot des SC Paderborn sammelte. "Nichtsdestotrotz war es ja nicht die schlechteste Phase vom Verein, die ich da insgesamt mitgestalten durfte. Ich glaube, da war ziemlich vieles dabei, was so ein Fußballerleben ausmacht." Und die Karriere nach der Karriere wird ja schließlich auch noch beim FCS folgen.
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