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·15. Juli 2026
Last-Minute-Argentinier schlagen wieder zu: Englands WM-Traum platzt

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·15. Juli 2026

Argentinien kann weiterhin als zweite Nation nach Brasilien den WM-Titel verteidigen. Das Halbfinale gegen England drehten Messi und co. spät.
Erstmals seit 24 Jahren trafen England und Argentinien bei einer Weltmeisterschaft aufeinander, die Bühne war aber eine ungleich größere als beim Duell in Japan und Südkorea. Damals standen sich die Three Lions und die Albiceleste in der Vorrunde gegenüber (1:0), in den USA ging es darum, einen Endspielgegner für Spanien zu finden.
Thomas Tuchel wechselte in der Offensive und ließ Morgan Rogers anstelle von Noni Madueke von Beginn an ran. Auch auf den Außenverteidigerpositionen wechselte Tuchel, brachte Djed Spence und Reece James für Djed Spence und Nico O’Reilly. Bei Argentinien startete Julian Alvarez neben Superstar Lionel Messi in der Offensive.
Die Anfangsphase spielte sich größtenteils zwischen den beiden Strafräumen ab. England kam etwas besser in die Partie, klare Torchancen konnten sich aber auch die Three Lions vor der ersten Trinkpause nicht erspielen. Über eine halbe Stunde war bereits auf der Uhr, als John Stones per Kopf nach einem Freistoß erstmals für etwas Gefahr sorgen konnte (32.). Als es wenig später auch James mit einem ruhenden Ball versuchte, musste Emiliano Martinez eingreifen (36.).
Die gefährlichste Aktion des ersten Durchgangs gehörte den bis dahin blassen Argentiniern. Bezeichnend: Auch der Titelverteidiger strahlte nur aus der Distanz Torgefahr aus. Enzo Fernandez zielte aus der zweiten Reihe nur knapp über das linke obere Eck (38.).

Foto: Getty Images
Nach dem Seitenwechsel kam die Scaloni-Elf mit neuem Schwung aus der Pause. Keine zwei Minuten waren gespielt, als Alvarez sich stark im Strafraum durchsetzte und Jordan Pickford zu einer Parade zwang. Im Nachsetzen traf der Atletico-Star nur das Außennetz (47.). Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Rogers trat auf der rechten Seite erstmals in Erscheinung und fand mit seiner Flanke den einlaufenden Anthony Gordon, der aus kurzer Distanz ins linke Eck einschob (55.).
Die Albiceleste war um eine schnelle Antwort bemüht, doch Spence klärte mit einer starken Grätsche gegen den einschussbereiten Giuliano Simeone (57.). Das Gegentor wirkte für Messi und co. wie ein Weckruf, die Südamerikaner rissen das Spielgeschehen zunehmend an sich. Gerade der eingewechselte Nico Gonzalez sorgte für Wirbel und zwang Pickford per Kopf zu einem starken Reflex (69.).
Wenig später wäre der Schlussmann des FC Everton machtlos gewesen, doch der Kopfball von Alexis Mac Allister prallte vom Pfosten zurück (76.). Tuchel wechselte zur Schlussphase defensiv, während Scaloni mit Lautaro Martinez einen weiteren Stürmer brachte. Das argentinische Powerplay zahlte sich kurz vor dem Ende aus. Nach einem Eckball bediente Messi Enzo Fernandez im Rückraum. Der Mittelfeldspieler des FC Chelsea traf mit rechts präzise ins linke Eck (85.).
Der Titelverteidiger blieb mit dem Fuß auf dem Gaspedal. Mac Allister scheiterte zwar erneut am Pfosten, doch Messi brachte den Ball nochmal vors Tor, wo Lautaro Martinez zum 2:1 einnickte (90+2.). Schon im Viertelfinale gegen die Schweiz hatte der Inter-Angreifer spät getroffen.
Tuchel wechselte zwar nochmal neue Offensivkräfte ein, es blieb jedoch beim 2:1. Argentinien hat damit am Sonntagabend (21 Uhr MESZ, ZDF/Magenta TV) die Chance, gegen Spanien den WM-Titel zu verteidigen.

Foto: Getty Images
England: Pickford – James (82. O’Reilly), Stones (90+6. Toney), Guehi, Spence (90+6. Rashford) – Rice (82. Burn), Anderson, Rogers, Bellingham, Gordon (72. Konsa) – Kane
Argentinien: E. Martinez – Molina (72. Montiel), Romero, Li. Martinez (73. Otamendi), Tagliafico (83. La. Martinez) – Simeone (72. de Paul), Fernandez, Paredes (64. Gonzalez), Mac Allister, Messi – Alvarez
Tore: 1:0 Gordon (55.), 1:1 Fernandez (85.), 1:2 La. Martinez (90+2.)







































