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·4. April 2026
Legendäre Streits, legendäre BVB-Zeit: Was macht eigentlich Henrikh Mkhitaryan?

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Es war ein absoluter Statement-Transfer. Als Borussia Dortmund 2013 Henrikh Mkhitaryan nach zähem Poker von Shakhtar Donezk für die damals vereinsinterne Rekordablöse von 27,5 Millionen Euro verpflichtete, sollte sich jeder Cent für den Armenier rentieren.
Nach einer starken Bundesliga-Debütsaison mit 19 Scorerpunkten in 31 Spielen folgte in der darauffolgenden Spielzeit zwar eine kleine Leistungsdelle, die 2015/16 jedoch schnell vergessen war. Mkhitaryan explodierte und sammelte 31 Torbeteiligungen in ebenso vielen Partien, davon alleine 20 Assists.
Doch auf die legendäre Saison folgte ein ebenso legendäres Wechseldrama. Manchester United wollte den Armenier unbedingt und Mkhitaryans inzwischen verstorbener Berater Mino Raiola kämpfte mit allen Mitteln, um den Transfer durchzudrücken. Am Ende bekam er seinen Willen: Mkhitaryan wechselte für 42 Millionen Euro zu den Red Devils.
Sein Glück sollte er im Old Trafford allerdings nicht finden. Der Armenier konnte während seiner Zeit bei United nie an seine Gala-Form beim BVB anknüpfen und war mehr Ersatz- als Stammspieler. Schlagzeilen machte er wie schon bei seinem Wechsel eher abseits des Platzes.

José Mourinho und Henrikh Mkhitaryan verstanden sich bei ManUtd gar nicht | John Peters/GettyImages
Mit dem damaligen Trainer José Mourinho verstand sich der Armenier überhaupt nicht. Immer wieder kritisierte der Portugiese ihn, worauf Mkhitaryan irgendwann der Kragen platzte und er ihn wüst beleidigte. Daraufhin erklärte Mourinho, er wolle ihn nie wieder sehen und drängte ihn per nächtlichen SMS-Nachrichten zu einem Wechsel zum FC Arsenal.
Und so kam es dann auch: In einem Tauschdeal wechselten Mkhitaryan und Alexis Sanchez die Vereine. So richtig weiter half der Wechsel keinem von beiden. Während Sanchez bei United komplett floppte, kam auch Mkhitaryan bei Arsenal nie über den Status Ergänzungsspieler hinaus.

In Rom fand Mkhitaryan wieder zu seiner Top-Form | Gualter Fatia/GettyImages
So kam es, dass er im Sommer 2019 den englischen Fußball hinter sich ließ. Mkhitaryan verschlug es nach Italien zur AS Rom, wo er den Spaß am Fußball wiederfand. 14 Scorerpunkte sammelte er in seiner ersten Saison für die Roma, in seiner zweiten waren es 24 – so viele wie seit seiner Zeit beim BVB nicht mehr. Seine dritte Spielzeit in der ewigen Stadt war zwar etwas schwächer, mit elf Torbeteiligungen scorte er allerdings auch hier zweistellig. Das Sahnehäubchen war dabei der Gewinn der Conference League.
Die guten Leistungen des Routiniers riefen Inter Mailand auf den Plan. Mit inzwischen 33 Jahren wagte Mkhitaryan als frisch gebackener Conference-League-Sieger den Sprung zu den Neazurri – und erfüllte sich dort einen Traum.

Bei Inter ist Mkhitaryan auch mit 37 immer noch wichtig | Mattia Pistoia - Inter/GettyImages
Denn nachdem Inter 2022/23 noch der SSC Neapel den Vortritt lassen musste, waren die Mailänder 2023/24 nicht zu stoppen und stürmten praktisch ohne Gegenwehr zur Meisterschaft. Auch Mkhitaryan hatte daran einen großen Anteil, zehn Assists und zwei Tore steuerte er bei und stand dabei in 36 von 38 Spielen auf dem Feld.
Heute ist Mkhitaryan trotz seiner inzwischen 37 Jahre noch immer ein wichtiger Teil der Neazurri, die aktuell die Tabelle anführen. 22 Mal stand er dabei für Inter auf dem Feld und träumt acht Spieltage vor Schluss von seinem zweiten Scudetto. Und wie zu besten Dortmunder Zeiten seziert er auf diesem Weg immer noch hin und wieder die gegnerischen Abwehrreihen.


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