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·30. November 2025

„Lehrgeld bezahlt“: Wagners bittere Erkenntnis am Geburtstag

Artikelbild:„Lehrgeld bezahlt“: Wagners bittere Erkenntnis am Geburtstag

Nach dem sportlichen Albtraum zum 38. Geburtstag war Sandro Wagner so gar nicht nach einer Feier zumute. Stattdessen ging er mit seinen schlafmützigen Profis des FC Augsburg hart ins Gericht. „Sowas wie die erste Halbzeit geht nicht, das können wir nicht akzeptieren“, sagte der Trainer nach dem 0:3 (0:3) in Hoffenheim mit finsterer Miene: „Wenn du als FCA in einer ersten Halbzeit den Sieg nicht so willst wie die TSG, das kann nicht sein.“

Mal wieder war für die Fuggerstädter schon zur Pause das Spiel praktisch gelaufen, erneut folgte auf ein Erfolgserlebnis ein bitterer Rückschlag. „Wir hatten 25 katastrophale Minuten, wo wir das ganze Spiel kaputtmachen“, wetterte Wagner: „Nach einem 0:3 ist es schwer gegen ein Team in dieser Form zurückzukommen.“ Bazoumana Touré (16.) und Wouter Burger (26.) hatten mit ihren Toren früh die Weichen für die TSG gestellt, dazu kam ein unglückliches Eigentor von Cédric Zesiger (45.).


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Wagner mit großem Ärger

Der Ärger sei „sehr groß“ und die Pleite tue „sehr weh“, gab Wagner unumwunden zu. Nach den drei Saisonsiegen folgten zwei Niederlagen und ein Remis in Köln – auf zwei Dreier nacheinander wartet der FCA noch. „Dafür musst du mehr Überzeugung haben, griffiger sein“, forderte Wagner. So könne man nach einem „guten Heimspiel und auch inhaltlich guten Spielen in den letzten Wochen nicht in einen Flow kommen. Dafür brauchen wir eine bessere Aktivität.“

Die Kritik an ihm selbst dürfte nach dem Auftritt seiner Spieler kaum geringer werden, schließlich beträgt trotz großer Ambitionen das Polster zur Abstiegszone nur mickrige zwei Punkte. „Er hat schon etwas Lehrgeld bezahlt in den ersten zwölf Spielen“, urteilte Sky-Experte Dietmar Hamann: „Man wollte in kurzer Zeit in Augsburg zu viel. Du kannst nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.“

Auch in Hoffenheim versuchte die in den vergangenen Jahren vor allem über gute Kompaktheit, harte Zweikämpfe und schnelles Umschaltspiel zum Erfolg kommende Mannschaft spielerisch mitzuhalten – doch das ging mal wieder schief. „Das war nicht gut. Wir müssen uns hinterfragen“, sagte Flügelspieler Anton Kade. In Durchgang zwei sei es nur noch darum gegangen, sich „nicht abschießen zu lassen“.

Nach ein paar Anpassungen sei die zweite Halbzeit zwar „besser“ gewesen, so Wagner, „aber das bringt dann auch nichts“. Jetzt geht es im Jahresendspurt mit den schweren Aufgaben gegen die Champions-League-Teilnehmer Leverkusen und Frankfurt sowie gegen Bremen um Schadensbegrenzung. „Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen vor Weihnachten“, betonte Kade: „Das ist klar das Ziel, egal wer der Gegner ist.“

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