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·6. Februar 2026

Leitls Sieglos-Serie: "Druck habe ich, wenn ich morgens aufstehe"

Artikelbild:Leitls Sieglos-Serie: "Druck habe ich, wenn ich morgens aufstehe"

Auswärtsspiel an der Kaiserlinde (Samstag, 13 Uhr)! Die letzte Chance für Hertha BSC, um noch einmal in den Aufstiegskampf einzusteigen? Seit sechs Partien wartet die Mannschaft von Stefan Leitl auf einen Sieg - obwohl die Berliner gleichzeitigseit fünf Partien ungeschlagen sind. Doch die ständigen Unentschieden bringen den Hauptstadtklub nicht mehr weiter.

"Ich werde da wütend"

Fünf Mal in Folge teilte Hertha BSC die Punkte. Erst einmal keine schlechte Bilanz, aber für die Rückkehr in die Bundesliga zu wenig. Besonders dann, wenn man eine deutliche Führung verspielt - wie gegen Darmstadt, als es 2:2 nach 2:0 hieß. "Ich kann nur für mich sprechen, und das habe ich nach dem Spiel schon getan, dass mich solche Spiele ankotzen. Das muss ich ganz ehrlich sagen", ärgerte sich Hertha-Coach Stefan Leitl auch noch Tage nach dem Remis gegen die Lilien. "Ich werde da wütend, weil ich meiner Mannschaft ja auch nichts vorwerfen will."


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Kurzum: Aufwand und Ertrag stehen bei Hertha BSC nach Ansicht des 48-Jährigen im krassen Ungleichgewicht. "Da haben wir noch einmal die Sinne geschärft und auch noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig es in solchen Situationen vielleicht ist, dass man das dritte und vierte Tor nachlegt." Denn schlussendlich sprang für Leitl nicht nur Wut heraus. "Es macht mich auch traurig, weil ich einfach finde, dass die Jungs das nicht verdient haben", so der Cheftrainer.

"Sie lassen sich wenig irritieren"

Nun sind die Berliner bei der SV Elversberg gefordert, um im Aufstiegskampf wieder ein Ausrufezeichen zu setzen. Und, um überhaupt wieder Anschluss an die Spitzenplätze zu schaffen. Sollten die Saarländer nämlich gewinnen, dann zieht Elversberg schon auf zehn Punkte gegenüber der Hertha davon. "Sie lassen sich wenig irritieren, spielen ihr Spiel und nutzen ihre Möglichkeiten. Sie stehen absolut zurecht auf Platz 2", ordnete Leitl die Situation beim Gegner ein - und nannte ein konkretes Beispiel für die Stärke: "Wenn man seinen besten Stürmer im Winter verliert, aber nachlegen kann und nichts verändert sich, alles bleibt gleichgehend gut, dann weiß man, dass das Fundament dort passt."

Jetzt will Hertha nachlegen - ohne Diego Demme (Kopfverletzung), Niklas Kolbe (Muskelfaserriss), Maurice Krattenmacher (Oberschenkelverletzung) und Kennet Eichhorn (Sprunggelenksverletzung), aber auch ohne Dawid Kownacki (Rotsperre). Schonung angesichts des kommenden Pokalspiels gegen den SC Freiburg wird es derweil nicht geben. "Das ist noch ganz weit weg für mich. Der Fokus liegt auf diesem schwierigen Auswärtsspiel", so Leitl. Ob der Cheftrainer aufgrund der Ausgangslage den Druck verspürt, dass jetzt ein Erfolgserlebnis her muss? "Druck habe ich, wenn ich morgens aufstehe", verneinte Leitl. Ein Sieg in Elversberg wäre dennoch von großem Wert.

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