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·16. September 2026
Leverkusen gegen Celje: Der Auftakt, der nicht schiefgehen darf

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·16. September 2026

2:3 in Elversberg, 4:0 gegen Union, 2:2 in Augsburg. Drei Ligaspiele, drei verschiedene Mannschaften – und heute Abend um 21 Uhr soll Bayer Leverkusen in der Europa League beweisen, welche davon die echte ist.
NK Celje ist auf dem Papier ein Auftaktgeschenk. Der slowenische Meister steht nach acht Ligaspielen mit elf Punkten auf Rang sieben, hat vier seiner letzten fünf Pflichtspiele verloren und wenige Tage vor der Reise nach Leverkusen den Trainer gefeuert. Zoran Zeljkovic sitzt heute zum ersten Mal auf der Celje-Bank. Erste Spiele unter neuem Trainer sind bekanntlich unberechenbar – aber selten zugunsten des Favoriten.
Carles Martínez hat in Leverkusen ein Erbe angetreten, das schwerer wiegt als der Kader. Xabi Alonso, dann ten Hag, dann Hjulmand – Bayer verschleißt Trainer schneller, als es Titel gewinnt. Der Auftakt beim Aufsteiger Elversberg war ein Schock: 0:3 nach 46 Minuten, ehe Schick und Kofane noch Ergebniskosmetik betrieben. Mark Flekken sprach danach von fehlender Energie, fehlender mentaler Kapazität, fehlendem Spielverständnis. „So darf und kann es nicht weitergehen“, sagte der Keeper.
Es ging weiter – mit einem 4:0 gegen Union, das zeigte, was dieser Kader kann, wenn er will. Und mit einem 2:2 in Augsburg, das zeigte, dass das Wollen noch kein Dauerzustand ist.
Nicht das Ergebnis ist die Frage. Ein Sieg gegen Celje wäre keine Nachricht, eine Niederlage eine Katastrophe. Die Frage ist, wie Leverkusen gewinnt. Nach dem 4:0 im Pokal in Wiesbaden und dem 4:0 gegen Union hat diese Mannschaft bewiesen, dass sie gegen tiefstehende Gegner Tore erzwingen kann. Was sie bislang nicht bewiesen hat: dass sie 90 Minuten lang die Basics hält, die Martínez nach Elversberg öffentlich einforderte.
Gegen einen Gegner, der laut Goal in vier seiner letzten fünf Spiele Gegentore kassierte und in Champions-League-Qualifikation an Slovan Bratislava scheiterte, muss das gelingen. Alles andere wäre ein Signal – und zwar das falsche, eine Woche bevor es zu Lech Posen geht.
Leverkusen hat diesen Wettbewerb 1988 gewonnen, damals noch als UEFA-Cup. Seither ist die Europa League für Bayer eher Durchgangsstation als Ziel gewesen. In dieser Saison könnte sie mehr sein: der Ort, an dem eine verunsicherte Mannschaft ihr Gesicht findet. Oder verliert. Heute Abend ist die erste Anprobe.







































