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·10. März 2026

Liverpool fehlt Kaltschnäuzigkeit – Istanbul offenbart Problem im Wirtz-Team

Artikelbild:Liverpool fehlt Kaltschnäuzigkeit – Istanbul offenbart Problem im Wirtz-Team

Der FC Liverpool unterliegt in Istanbul trotz zahlreicher Möglichkeiten. Florian Wirtz scheitert früh aus elf Metern, Galatasaray trifft durch Lemina.

Zwei Minuten waren gespielt, elf Meter Entfernung, das Tor leer – und Florian Wirtz schoss vorbei. Diese Szene fasst den Abend in Istanbul zusammen, der für Liverpool und seinen deutschen Hoffnungsträger zum Albtraum wurde. Das 0:1 bei Galatasaray ist mehr als nur eine Niederlage. Es ist ein Warnsignal.


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Liverpool presste in den ersten Minuten wie eine Maschine, erspielte sich Chance um Chance, hätte das Spiel früh entscheiden können. Doch statt der verdienten Führung stand es plötzlich 0:1. Mario Lemina traf in der siebten Minute, und von diesem Moment an kämpften die Reds gegen einen Gegner, der genau wusste, was er zu tun hatte.

Was mich an diesem Abend irritiert, ist nicht die Niederlage an sich. Galatasaray ist zu Hause eine Macht, die Atmosphäre im Stadion grenzt an Wahnsinn, und Victor Osimhen ist ein Stürmer, der jede Abwehr beschäftigt. Was mich irritiert, ist die Art, wie Liverpool mit seinen Möglichkeiten umging. Wirtz vergab nicht nur die frühe Großchance, sondern auch eine weitere in der 16. Minute aus ähnlicher Position. Hugo Ekitiké scheiterte allein vor dem Torwart. Die Reds produzierten Chancen am Fließband – und verwerteten keine einzige.

Dazu kam das Pech, das an solchen Abenden zum ständigen Begleiter wird. Virgil van Dijks vermeintlicher Ausgleich wurde wegen Handspiels zurückgenommen. Auf der anderen Seite zählte Osimhens Treffer zum 2:0 wegen Abseits nicht. Zwei aberkannte Tore, zwei Mannschaften mit Defensivproblemen, ein Spiel voller Dramatik – und am Ende steht Liverpool mit leeren Händen da.

Die Frage, die sich jetzt stellt, geht über dieses eine Spiel hinaus. Liverpool hat in dieser Saison bewiesen, dass die Mannschaft zu den besten Europas gehört. Doch in der Champions League entscheiden nicht Dominanz und Ballbesitz, sondern Tore. Wer seine Chancen nicht nutzt, fliegt raus. So einfach ist das.

Für Wirtz persönlich war es ein bitterer Abend. Nach seiner Verletzungspause sollte das Startelf-Comeback ein Zeichen setzen. Stattdessen wird er sich an diese vergebene Großchance erinnern müssen, wenn das Rückspiel am 18. März ansteht. Die Ausgangslage ist denkbar schlecht, aber nicht hoffnungslos.

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