Anfield Index
·7. Mai 2026
Liverpool-Meister vor Rückkehr in die Premier League nach nur einem Jahr

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·7. Mai 2026

Es gab eine Zeit, in der Darwin Nunez wie Liverpools nächster unaufhaltsamer Mittelstürmer wirkte. Sein rohes Tempo, seine unermüdlichen Laufwege und seine chaotische Energie machten ihn in seiner letzten Saison bei Benfica zu einem der gefürchtetsten Offensivtalente Europas. Doch vier Jahre nach seinem Wechsel an die Merseyside steht der Stürmer erneut an einem Scheideweg.
Nunez bereitet sich nun darauf vor, Al Hilal laut TalkSport zu verlassen – nach weniger als einem Jahr in Saudi-Arabien – und ist offen für eine Rückkehr in die Premier League.
Der 26-Jährige wechselte im vergangenen Sommer in einem Deal mit einem Anfangswert von 46 Millionen Pfund zu Al-Hilal, nachdem Liverpool bei dem Stürmer, den man 2022 für 64 Millionen Pfund von Benfica verpflichtet hatte, einen deutlichen Verlust akzeptierte. Bonuszahlungen hätten den ursprünglichen Transfer auf über 80 Millionen Pfund ansteigen lassen können, was die damaligen Erwartungen an ihn unterstreicht.
Nunez ist bei Liverpool nie komplett gescheitert. Vierzig Tore in 143 Einsätzen sind keine katastrophale Bilanz, besonders für einen Spieler, der oft in wechselnden taktischen Systemen agierte und unter enormer Beobachtung stand. Dennoch wirkte er nur selten vollends vertraut – zuerst unter Jürgen Klopp und später in der Ära von Arne Slot.

Foto IMAGO
Sein Wechsel nach Saudi-Arabien schien zunächst für alle Seiten sinnvoll. Al-Hilal bot finanzielle Sicherheit, Champions-League-ähnliche Erwartungen innerhalb Asiens und die Chance, fernab des gnadenlosen Scheinwerferlichts des englischen Fußballs neues Selbstvertrauen aufzubauen.
Eine Zeit lang funktionierte dieses Arrangement.
Nunez verbuchte in 16 Einsätzen in der Saudi Pro League sechs Tore und vier Vorlagen und zeigte Ansätze jenes explosiven Stürmers, von dem sich die Liverpool-Fans einst erhofft hatten, dass er die Liga dominieren würde. Die Umstände änderten sich jedoch dramatisch nach der Verpflichtung von Karim Benzema im Januar.
Die Regeln der Saudi Pro League, die die Anzahl ausländischer Spieler begrenzen, zwangen Al-Hilal zu schwierigen Entscheidungen. Nunez wurde zum Opfer dieser Situation und stand seit Februar nicht mehr auf dem Platz.
Obwohl er in Saudi-Arabien Berichten zufolge rund 400.000 Pfund pro Woche verdient und damit mehr als doppelt so viel wie bei Liverpool, ist regelmäßige Spielpraxis wieder zu seiner Priorität geworden. Der ursprüngliche Bericht besagt, dass er sich trotz seiner Ausbootung professionell verhalten und weiter trainiert habe.
Diese Situation wirkte sich auch auf seinen Stellenwert in der Nationalmannschaft aus. Nunez stand in Uruguays Freundschaftsspielen im März nicht in der Startelf – ein Warnsignal vor einem weiteren wichtigen WM-Zyklus für sein Land.
Das Interesse an Darwin Nunez wächst bereits vor dem Sommer-Transferfenster. Chelsea und Juventus sollen die Entwicklungen genau verfolgen, während der türkische Spitzenklub Fenerbahce im Januar bereits einen Wechsel geprüft hatte, bevor die Verhandlungen scheiterten.
Die Möglichkeit einer Rückkehr in die Premier League wirkt besonders spannend.
Der englische Fußball bleibt wohl das Umfeld, in dem Nunez’ körperliches Profil am meisten Sinn ergibt. Seine direkten Läufe, seine Aggressivität und seine Fähigkeit, Abwehrreihen auseinanderzuziehen, sind weiterhin von enormem Wert – besonders für Teams, die auf Umschaltspiel setzen.
Newcastle United war zuvor mit ihm in Verbindung gebracht worden, als es Bedenken wegen der Tiefe im Angriff gab, doch aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass sich die Aufmerksamkeit inzwischen auf andere Ziele verlagert hat. Dennoch könnten Klubs, die einen Stürmer mit großem Potenzial suchen, Nunez als eine der faszinierendsten Wetten auf dem Markt sehen.
In Bestform ist er weiterhin zu verheerenden Momenten fähig. Nur wenige Stürmer vereinen Tempo, Kopfballstärke und instinktive Bewegung so wie er. Seine Benfica-Saison 2021/22, in der er 34 Tore in 41 Spielen erzielte, war keine Illusion. Es war die Form eines Spielers, der mit höchstem Selbstvertrauen und absoluter Klarheit agierte.
Die Herausforderung für jeden künftigen Trainer wird darin bestehen, genau diese Version konstant freizulegen.
Nunez’ Liverpool-Karriere fühlte sich oft wie eine Geschichte an, die zwischen Brillanz und Unordnung balancierte. In der einen Woche setzte er Top-Verteidiger mit seiner unaufhaltsamen Laufstärke unter Dauerstress. In der nächsten beherrschte Frust die Schlagzeilen.
Sein berüchtigter Platzverweis gegen Crystal Palace nach dem Zusammenprall mit Joachim Andersen bei seinem Heimdebüt wurde sinnbildlich für diese Unberechenbarkeit. Es gab Momente, in denen die Emotion die Kalkulation überwältigte.
Trotzdem erinnern sich die Fans auch an die Tore gegen Newcastle, an das unermüdliche Pressing und an das Gefühl, dass jederzeit etwas Außergewöhnliches passieren konnte, sobald er in den Raum beschleunigte.
Der Fußball liefert nur selten saubere Abschlüsse. Manche Spieler kommen in ein Umfeld, das perfekt zu ihnen passt. Andere gehen mit dem Gefühl, dass irgendwo außerhalb der Reichweite noch eine andere Version ihrer Geschichte existierte.
Nun steht Darwin Nunez am Rand einer weiteren Neuerfindung. Al-Hilal scheint bereit zu sein, weiterzuziehen, Europa schaut zu, und die Tür zur Premier League könnte am Ende doch nicht geschlossen sein.
Für einen Stürmer, der einen Großteil seiner Karriere zwischen Chaos und Möglichkeiten verbracht hat, könnte ihm genau diese Unsicherheit perfekt liegen.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































