Anfield Index
·9. Juli 2026
Liverpool soll bei starkem WM-Mittelfeldspieler zugreifen

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·9. Juli 2026

Liverpool hat die Ära Andoni Iraola mit Bewegung in der Abwehr und im Angriff begonnen, doch das Mittelfeld ist weiterhin der Bereich, der noch nicht ganz geklärt wirkt. Genau deshalb haben die jüngsten Aussagen von Robert Huth gegenüber Empire of the Kop ein gewisses Gewicht. Wenn ein ehemaliger Premier-League-Sieger auf einen Spieler als natürliche Ergänzung für die Anforderungen dieser neuen Mannschaft hinweist, lohnt es sich, genau hinzuhören.
Der betreffende Spieler ist Felix Nmecha, der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund, der bereits mit Liverpool sowie mit beiden Manchester-Klubs in Verbindung gebracht wurde. Huths Argument ist simpel und überzeugend. „Felix Nmecha war einer der Spieler, die in der deutschen Mannschaft herausgestochen haben. Er hat gut gespielt; er hat immer wieder den Ball gewonnen. Ich denke, er würde mit Iraola als Trainer gut zu Liverpool passen.
„Ich weiß, wie sehr er den schnellen, flüssigen Fußball mag, die schnelle Umschaltbewegung, das hohe Ballgewinnen. Nmecha hat das bei der Weltmeisterschaft gezeigt, also ob sie es angehen oder nicht, wer weiß, aber er hat auf jeden Fall starke Fähigkeiten.“

Hier wird die Diskussion interessant. Iraolas Fußball verlangt Laufstärke, Aggressivität und Klarheit. Mittelfeldspieler in seinem System können nicht einfach durch Spiele treiben. Sie müssen Gefahr früh erkennen, schnell nach vorne springen und Gegner ersticken, bevor Angriffe Luft holen können. Wenn Liverpool diesen Ansatz vollständig annehmen will, braucht es mindestens einen Mittelfeldspieler mit echtem Hunger, den Ball weit oben auf dem Platz zurückzuerobern.
Nmecha wirkt wie genau dieser Spielertyp. Seine Zahlen aus der Saison 2025/26 stützen die Annahme, dass er den Ball jagen und Teams stören kann, bevor sie sich festsetzen. Ein Schnitt von 4,49 Ballrückeroberungen pro Bundesliga-Spiel sowie starke Werte bei Ballgewinnen im letzten Drittel deuten auf einen Spieler hin, der Pressing-Auslöser gut liest und die Ausdauer hat, entsprechend zu handeln.
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Verbindung Sinn ergibt. Liverpool hat im Mittelfeld bereits Techniker. Ryan Gravenberch kann den Ball tragen und Linien durchbrechen. Alexis Mac Allister kann das Tempo bestimmen und Ruhe in Ballbesitz bringen. Was der Mannschaft gelegentlich fehlt, ist etwas Härte, ein Mittelfeldspieler, der den anderen die Freiheit zum Spielen gibt, indem er einen Teil der weniger glamourösen Arbeit übernimmt.
Nmecha ist keine klassische Nummer Sechs, und das ist wichtig. Liverpool braucht nicht zwingend einen weiteren statischen Abräumer. Gefragt sind Beweglichkeit, Druck und Unterstützung rund um den Ball. In diesem Sinne könnte der Dortmunder eher für Balance sorgen, anstatt einfach nur eine Position auf dem Mannschaftsbogen zu besetzen.
Natürlich hat all das seinen Preis. Berichten zufolge besitzt Nmecha eine Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Mio. Euro, 68,2 Mio. Pfund, die im nächsten Jahr aktiv wird, während Dortmund in diesem Sommer rund 100 Mio. Euro, 85,3 Mio. Pfund, verlangen könnte. Das ist eine enorme Investition für einen Mittelfeldspieler, der zwar talentiert ist, aber noch nicht in die Kategorie der garantiert absoluten Elite fällt.
Genau hier muss Liverpools Rekrutierungsteam seine Qualität beweisen. Es muss entscheiden, ob dies das richtige Profil zum falschen Preis ist oder der richtige Spieler zum richtigen Zeitpunkt. Huths Urteil ist überzeugend, weil es die Stärken des Spielers direkt mit den Ideen des Trainers verknüpft. Am Ende ist genau das am wichtigsten. Die Kaderplanung sollte dem Fußball dienen. Bei Nmecha kann man die Passung auf jeden Fall erkennen.
Die besten Mannschaften haben Vielfalt, und aktuell könnte Liverpool einen Spieler gut gebrauchen, der Kante, Intensität und die Bereitschaft mitbringt, ohne großes Aufheben die Drecksarbeit zu erledigen.
Nmecha klingt, als passe er genau in diese Beschreibung. Der größte Reiz liegt darin, wie natürlich er scheinbar zu Iraolas Spiel passt. Den Ball weit oben gewinnen, das Spiel schnell drehen und den Gegner permanent unter Druck halten, sind unter diesem Cheftrainer keine optionalen Extras. Sie sind das Fundament. Wenn Huth das bei Nmecha erkannt hat, werden es auch viele Fans tun.
Die Sorge liegt auf der Hand: das Geld. 85,3 Mio. Pfund sind enorm, und die Fans dürfen sich zu Recht fragen, ob es anderswo ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis gibt. Liverpool hat auf dem Transfermarkt über die Jahre vieles richtig gemacht, aber jede hohe Ablösesumme bringt Risiken mit sich. Bei einer Investition in dieser Größenordnung will man einen Spieler, der über Jahre zu einer zentralen Figur der Mannschaft werden kann.
Trotzdem ergibt das aus fußballerischer Sicht Sinn. Wenn der Klub wirklich glaubt, dass Nmecha das Pressing auf ein höheres Niveau heben und den Spielern um ihn herum mehr Freiheit geben kann, dann gibt es starke Argumente, entschlossen voranzugehen. Liverpool braucht ein Mittelfeld, das kämpfen, laufen und schnell denken kann. Zumindest auf dem Papier sieht er wie eine sehr gute Antwort aus.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.







































