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·23. Juni 2026

Lob und Kritik: Lahm sieht FIFA aus zwei Persepektiven

Artikelbild:Lob und Kritik: Lahm sieht FIFA aus zwei Persepektiven

Philipp Lahm begrüßt die Aufstockung der WM auf 48 Teams, rügt aber Infantinos Nähe zu Machthabern wie Donald Trump und den Verkauf der WM.

Philipp Lahm hat den Fußball-Weltverband FIFA für die Aufstockung der WM-Endrunde von 32 auf 48 Teilnehmer gelobt, gleichzeitig aber das Gebaren der FIFA-Spitze um Präsident Gianni Infantino kritisiert. "48 statt 32 Länder: Die FIFA macht einiges richtig", schrieb der Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 2014 in seiner Zeit-Kolumne: "Doch Gianni Infantino sucht die Nähe von zwielichtigen Figuren. Kein Wunder, dass die Fans Unbehagen spüren."


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Laut Lahm sei es "nun mal die Aufgabe der FIFA, den Fußball überall weiterzuentwickeln". Das ginge nur "über Teilhabe", Qualitätsunterschiede seien "in Kauf" zu nehmen. "Durch den neuen Modus mit dem Sechzehntelfinale besitzt die WM-Vorrunde zunehmend den Charakter einer ersten Pokalrunde. Die würde kein Traditionalist abschaffen wollen, bloß bei einer WM stören sich viele daran", schrieb Lahm: "Ich finde also, dass die FIFA einiges richtig macht. Dass sie wirtschaftliches Wachstum vorantreibt, wie ihr viele vorhalten, ist nun mal notwendig. Das Prinzip, mit einem Sportfest Geld einzunehmen, kennt jeder Dorfverein."

Diesem positiven Urteil stellt Lahm allerdings eine negative Sicht auf den Führungsstil entgegen. "Am bedenklichsten ist Gianni Infantinos Nähe zu Machthabern wie Donald Trump. Man hegt den Verdacht, dass sie persönliche Vorteile aus ihren Ämtern ziehen", schrieb der 42-Jährige: "Die WM wird verkauft. Das raubt dem Fußball Glaubwürdigkeit. Daraus resultiert das Unbehagen der Fans, für sie wird es immer schwerer, die FIFA auf der einen Seite vom Ereignis auf der anderen zu trennen."

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