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·3. Juli 2026

Luka Modric und das Ende einer Ära: WM-Abschied mit gebrochenem Herzen

Artikelbild:Luka Modric und das Ende einer Ära: WM-Abschied mit gebrochenem Herzen

Luka Modric stand 90 Minuten auf dem Platz, machte alles was er immer macht – und verlor trotzdem. Das aberkannte kroatische Tor in der letzten Sekunde gegen Portugal war vielleicht der grausamste mögliche Schlusspunkt für die WM-Karriere des besten Mittelfeldspielers seiner Generation.

Vancouver, 2. Juli 2026. Portugal 2:1 Kroatien, Gonçalo Ramos trifft in der Nachspielzeit, ein kroatischer Ausgleich wird vom VAR annulliert. Und Luka Modric, 40 Jahre alt, steht auf dem Rasen und weiß, dass es wahrscheinlich vorbei ist. Nicht nur dieses Spiel. Sondern alles.


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Der letzte Tanz eines Jahrhundertspielers

Modric hat alles gewonnen, was man im Vereinsfußball gewinnen kann. Fünfmal Champions League mit Real Madrid. Ballon d’Or 2018 – das Jahr, in dem er auch Kroatien ins WM-Finale führte. Ein Finale, das sie gegen Frankreich verloren, aber die ganze Welt verzauberten. Er ist der Spieler, der Kroatien auf die Weltbühne gebracht hat, fast im Alleingang.

Und jetzt, bei seiner fünften Weltmeisterschaft, endet es mit einem aberkannten Tor. Mit VAR. Mit einer Entscheidung, die auf dem Millimeter basiert. Wenn Fußball grausam sein will, dann so.

Was Modric für den Weltfußball bedeutete

Es gibt Spieler, die ihre Position neu definieren. Modric ist einer von ihnen. Als er in den frühen 2010er Jahren bei Tottenham und dann Real Madrid aufstieg, galt der kleine Kroate vielen als zu zierlich, zu unauffällig. Mourinho zweifelte an ihm. Die Geschichte hat Mourinho widerlegt.

Modric spielte Fußball wie ein Dirigent ein Orchester führt: nie laut, nie aufdringlich, aber immer präsent. Sein Passspiel, seine Übersicht, seine unglaubliche Fähigkeit, in engen Räumen zu spielen – das war Weltklasse in seiner reinsten Form. Er ist der Beweis, dass Fußball kein Sport für die Größten und Stärksten ist.

Ein aberkanntes Tor als letztes Bild

Das Grausame an diesem Ausscheiden ist die Art und Weise. Kroatien hätte verdient in die Verlängerung gehen können. Das Tor fiel. Die Spieler jubelten. Und dann kam der VAR und sagte: Nein, knapp im Abseits. Millimeter, die eine ganze WM-Karriere beenden.

Modric sagte nach dem Spiel nichts. Manchmal gibt es nichts zu sagen. Er wird seinen Platz in der Geschichte des Fußballs nicht brauchen, um ihn zu verteidigen – der steht längst fest. Aber ein glücklicheres Ende hätte er verdient.

Was bleibt: Kroatiens Erbe und Modrics Vermächtnis

Kroatien hat bei dieser WM wieder gezeigt, dass sie mehr liefern können als ihre Spielerzahl vermuten lässt. Drittplatzierter 2018, Finalist 2022, jetzt im Sechzehntelfinale 2026 gegen Portugal – kein schlechtes Turnier. Für Modric persönlich bleibt die 2018er-WM als der emotionale Höhepunkt.

Wer auch immer in Kroatien als nächstes kommt – er hat eine Blaupause. Organisierter Kollektivfußball, Kampfgeist, und ein Anführer, der vorangeht. Den Anführer zu ersetzen wird schwer. Modric ist nicht ersetzbar. Das ist das schönste Kompliment das man jemandem machen kann.

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