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·24. September 2026
Machtkampf in der FIFA: Bundesliga und Europas Top-Ligen mit neuer Kritik

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Bundesliga, Premier League, La Liga und Serie A wollen ihren Druck auf die FIFA erhöhen. Die vier europäischen Schwergewichte verlangen offenbar verbindlichere Mitsprache, vor allem bei der Gestaltung des internationalen Spielkalenders.

Beide Mannschaften und die Schiedsrichter stehen vor dem WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe F zwischen den Niederlanden und Schweden am 20. Juni 2026 rund um das FIFA-Logo im Mittelkreis des Houston Stadium. (Alex Slitz / Getty Images)
Wie Sky News berichtet, bereiten die deutschen, englischen, spanischen und italienischen Top-Ligen für Freitag eine gemeinsame Erklärung vor. Darin soll es um eine stärkere Konsultation bei zentralen Fragen des Weltfußballs gehen. Ob die Ligen dabei auch den Rücktritt von FIFA-Präsident Gianni Infantino fordern werden, war zunächst offen.
Der Konflikt um die Machtverteilung im Weltverband hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verschärft. Im Zentrum der Debatte steht auch ein inzwischen fallengelassener Plan, Beteiligungen an FIFA-Turnieren an private Investoren zu veräußern. Dabei ging es nach Angaben aus dem Umfeld der Diskussion auch um Geldgeber mit Verbindungen zum US-Präsidenten Donald Trump.
Die UEFA zählt zu den Institutionen, die einen Rückzug Infantinos verlangen. Der europäische Verband bereitet zudem eine Strafanzeige gegen den FIFA-Chef vor.
Auch die European Leagues, der Zusammenschluss europäischer Profiligen mit Mitgliedern wie Bundesliga und Premier League, liegt seit Jahren mit der FIFA über Kreuz. Besonders die Einführung der erweiterten Klub-WM hatte den Widerstand der Ligen verstärkt. Bereits Anfang August verlangte die Organisation eine umfassende Reform der FIFA-Strukturen.

ZÜRICH, SCHWEIZ – 30. Juli 2026: Fußballfans versammeln sich vor dem globalen FIFA-Hauptsitz. Ein Vorschlag von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Anteile an Fußball-Wettbewerben zu verkaufen, hat bei einigen nationalen und regionalen Sportverbänden für Kritik gesorgt. (Foto: Robert Hradil/Getty Images)
Die Ligen forderten, es müsse sichergestellt werden, „dass alle relevanten Akteure formell an Entscheidungen beteiligt werden, die die Zukunft unseres Sports prägen“. Zugleich stellten sie klar: „Solange keine Reform erfolgt, die auch eine rechtsverbindliche Einbindung aller relevanten Akteure im Fußball einschließt, werden die europäischen Ligen die Erweiterung oder Schaffung von FIFA-Wettbewerben ablehnen.“
Damit richtet sich der Protest insbesondere gegen weitere Pläne für zusätzliche FIFA-Wettbewerbe und eine noch stärkere Belastung des ohnehin dicht getakteten Kalenders.

FIFA-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump präsentieren nach dem WM-Finale 2026 die Siegermedaillen. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)
Infantino hatte am Montag selbst für Aufmerksamkeit gesorgt, als er ein Schreiben öffentlich machte. Darin schlug der FIFA-Präsident eine „unabhängige, externe Prüfung“ der FIFA-Führung vor. Außerdem regte er an, sämtliche „relevanten Interessenträger“ künftig stärker in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Für Infantino beginnen nun entscheidende Wochen mit Blick auf seine angestrebte Wiederwahl. Der FIFA-Kongress findet am 18. März des kommenden Jahres in Rabat in Marokko statt. Kandidaten, die gegen den amtierenden Präsidenten antreten wollen, können noch bis zum 18. November nominiert werden.







































