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·30. März 2026

Malen nach Zahlen: Kann man Hannovers Chancen errechnen?

Artikelbild:Malen nach Zahlen: Kann man Hannovers Chancen errechnen?

Liebe Freunde,?ich war in der Schule alles andere als gut in Mathe – ganz im Gegenteil. Später im Studium hatte ich zum Glück einen coolen Professor, der mein vorsichtiges Interesse für Statistik wecken konnte. Und irgendwann, mit dem Aufkommen von zahlenbasierten Fußball-Apps, machte es dann doch noch Klick.

Heutzutage taugen nervige Länderspielpausen ganz gut, um nebenbei in Ruhe ein paar unverbindliche Rechenbeispiele anzustellen. Wobei ich zugeben muss, dass mich Auffälligkeiten und Zusammenhänge mehr interessieren als nackte Mathematik. Wenn sich Werte zum Beispiel beim Ausfall bestimmter Spieler verändern, geht für den inneren „Monk“ sofort ein Licht an. Da müssen wir genauer hinschauen!

Auch bei Hannover 96 gab es über die bisherige Rückrunde leichte, aber auffällige Schwankungen. Klammert man den Stolperer im Auftaktspiel bei Kaiserslautern aus, kamen wir danach vier Spiele lang in einen guten Flow, was auch an den Werten erkennbar ist.


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Es folgte das eklige 0:0 zu Hause gegen Dresden, in dem zwar fünf Spieler gute Noten ergattern konnten, man aber hinter den hohen Erwartungen eines Heimsiegs zurückblieb. Solche Tage gibt es eben auch mal.

Hannover 96 schlägt sich durch den Aufstiegskampf

In der Folgewoche gab es dann die Ergebniskorrektur mit einem 1:0 in Bielefeld – ein Spiel, das tatsächlich zu den stärkeren Auftritten zählte. Fürth zog uns danach wieder runter, und anhand der Zahlen ist erkennbar, dass wir es an diesem Tag auch nicht verdient gehabt hätten. Der Performance-Wert war der bisher zweitschlechteste der Rückrunde.

Auch auf Schalke war es von der individuellen wie auch der mannschaftlichen Leistung nicht besser, endete aber noch glücklich für uns. Auch das gehört dazu. Das Derby hingegen, liebe Freunde, erreichte trotz eigener Gesetze und hoher Intensität die zweitbeste Bewertung der Rückrunde – den moralischen Mehrwert noch gar nicht eingerechnet.

Wer jetzt nur noch Bahnhof versteht, dem sei es kurz zusammengefasst: Wir sind aktuell das beste Rückrundenteam, weil wir uns nach Fehltritten immer direkt wieder berappeln und Ergebnisse liefern. Das, was man uns über die letzten Jahre immer vorgeworfen hat – mangelnde Konstanz –, konnte Christian Titz zum Positiven drehen. Niederlagen gegen Kaiserslautern und Fürth warfen uns nicht zurück, sondern führten zu direkten Reaktionen und brachten uns zurück in die Spitzengruppe.

Schauen wir auf die Formtabelle:

Die klassische Formtabelle ergibt sich aus den letzten fünf Spielen. Danach steht der HSV zwar auf Platz neun, aber auch Darmstadt (8.) und Schalke (6.) schwächeln knapp davor.

Verringert man die Betrachtung auf die letzten vier Spiele, präsentiert sich Hannover 96 immerhin schon auf Platz sechs, lässt Elversberg, Schalke und Darmstadt klar hinter sich und muss sich nur Paderborn (Platz 2) geschlagen geben.

In dieser Kategorie ist der Derbysieg allerdings ein echter Booster, der unsere Mannschaft noch einmal neu zusammengeschweißt hat. Nach dem Ausfall von Boris Tomiak gegen Dresden musste sich die Abwehr einige Spiele lang neu finden – ohne größere Einbrüche zu erleben. Die Form zeigt: Hannover hat sich durchgebissen und ist zurück in der Spur. Denn auch die starken individuellen Werte sind wieder häufiger zu sehen.

Abseits der Aufstiegsfavoriten präsentieren sich auch die vermeintlichen Underdogs in unserem Restprogramm durchaus beachtlich: Karlsruhe, Bochum und Münster sollten ungeachtet ihres Tabellenplatzes nicht unterschätzt werden, wie Formkurve und Einzelwerte unterstreichen. Auch Nürnberg zeigt sich über die gesamte Saison hinweg äußerst unberechenbar.

Was uns beim Testspiel gegen den Drittliga-Tabellenführer Osnabrück letzte Woche auffiel, war die frische Herangehensweise der Roten. Man packte das zuletzt etwas eingestaubte Offensivspiel wieder aus und presste den VfL früh und konsequent. Waren das nur ein paar gute Momente fürs Selbstvertrauen – oder bereits ein Vorgeschmack auf die kommenden Aufgaben?

Glaubt man den Gerüchten, werden Christian Titz und auch die Mannschaft froh sein, dass mit Jörg Schmadtke auch ein unnötiger Druck verschwunden ist. Freie Köpfe und flinke Füße wären für die nächsten Wochen auf jeden Fall optimal.

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