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·12. Januar 2026
Manchester United ist so am Boden, dass sogar eine Hacker-Attacke zum Symbol des Niedergangs wird

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·12. Januar 2026

Ein Hack auf Bruno Fernandes' X-Account trifft Manchester United in einer schweren Krise. Der Vorfall zeigt, wie angreifbar der Verein auf allen Ebenen geworden ist.
Die Hacker-Attacke auf Bruno Fernandes' X-Account ist an sich eine Randnotiz. Prominente werden regelmäßig Opfer solcher Angriffe, die Accounts werden wiederhergestellt, das Leben geht weiter. Doch was dieser Vorfall über den Zustand von Manchester United erzählt, ist bemerkenswert.
Der oder die Unbekannten wussten genau, wo sie hinstechen mussten. Man kaperte den Social-Media-Account von Starspieler Bruno Fernandes und posaunten bei X hinaus, was peinlich ist. Ein Seitenhieb gegen Ineos, den ungeliebten Mitbesitzer. Ein Foto von der historischen 0:7-Demütigung gegen Liverpool. Eine absurde Wechselankündigung zu einem Amateurklub. Und ein Geldsack-Emoji mit der Botschaft, am Ende immer ein Gewinner zu sein.
Das ist kein zufälliges Chaos, das ist gezielte Provokation. Der Hacker kannte die Wunden des Vereins und streute Salz hinein.
Manchester United reagierte professionell und warnte die Fans, nicht auf die gefälschten Beiträge zu reagieren. Das war richtig und notwendig. In einer Zeit, in der der Klub sportlich am Boden liegt, wird jede Peinlichkeit zum Symbol für den Niedergang.
Ein Fan kommentierte sarkastisch, dieses Team könne nicht einmal einen X-Account verteidigen. Der Satz sitzt, weil er eine Wahrheit transportiert, die über Social Media hinausreicht.
Von den jüngsten sieben Spielen wurde nur eines gewonnen. Das Aus im FA Cup gegen Brighton bedeutete das erstmalige Scheitern an den Auftakthürden in beiden Pokalwettbewerben seit der Saison 1981/82. Manchester wird eine Spielzeit mit nur 40 Partien bestreiten, die wenigsten seit 1914/15. Die BBC zog den Vergleich zu Ethel Caterham, dem ältesten Menschen der Welt, die damals fünf Jahre alt gewesen sei. Selbst sie könne sich wohl nicht daran erinnern.
Der Hack auf Fernandes' Account ist ein Symptom, nicht die Krankheit. Er zeigt, wie angreifbar der Verein geworden ist, auf allen Ebenen. Die sportliche Krise hat eine Atmosphäre geschaffen, in der selbst ein digitaler Streich zum Brennglas wird. Jeder Fehltritt, jede Schwäche wird gnadenlos ausgeschlachtet.
Bruno Fernandes trägt als Kapitän die Verantwortung auf dem Platz. Für die Sicherheit seines Social-Media-Profils kann er wenig. Doch der Vorfall unterstreicht, dass Manchester United derzeit an allen Fronten kämpft. Die Fans verdienen Antworten, die über eine Warnung vor gefälschten Tweets hinausgehen. Sie verdienen einen Verein, der sich nicht mehr zum Gespött macht, weder auf dem Rasen noch im digitalen Raum.









































