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·3. Juli 2026
Manzambi für die Schweiz weltklasse: „Große Sachen erreichen“

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Als der 88 Jahre alte Fluch der Schweizer endlich besiegt war, stand einmal mehr WM-Aufsteiger Johan Manzambi im Mittelpunkt des kollektiven Jubels. Der 20 Jahre alte Jungstar des SC Freiburg verzauberte erneut Fans und Mitspieler – kein Wunder, dass er nach dem 2:0 (1:0) der Eidgenossen im Sechzehntelfinale gegen Algerien mit Lobeshymnen geradezu überschüttet wurde. Manzambi dürfte nach dem Turnier die (Fußball-)Welt offen stehen. Schon jetzt reißen sich die finanzstarken Großklubs um das Juwel, dem kleinen Sportclub winkt eine Rekordablöse.
„Du kannst sehen, dass er auf dem besten Weg ist, ein sehr, sehr guter Spieler zu sein. Er ist jung, der Hunger ist groß, und er ist sehr hilfreich für unser Team“, sagte Kapitän Granit Xhaka nach seinem 150. Länderspiel beeindruckt und fügte vor dem Achtelfinale am Dienstag (22.00 Uhr MESZ) gegen Kolumbien oder Ghana an: „Wenn man diese Mentalität schon in den jungen Jahren hat, dann kann man ganz große Sachen erreichen.“
Vor allem das unwiderstehliche Solo von Manzambi vor der Führung durch Breel Embolo (10.) sorgte für Staunen und Begeisterung. „Es war wieder Weltklasse, wie er sich da durchsetzt. Mit Johan zu spielen ist sehr einfach“, lobte Embolo seinen kongenialen Offensivpartner. Der Schweizer Blick feierte entsprechend euphorisch das Duo „Manzambolo“.
In erster Linie zog in Vancouver aber Manzambi die Aufmerksamkeit auf sich. „Ich habe vom ersten Tag an gesehen, dass er ein besonderer Spieler ist, ein wertvoller Spieler“, betonte Nati-Trainer Murat Yakin. Das Toptalent sei „zielgerichtet, hat einen unglaublichen Tordrang“. Aber der 20-Jährige sei darüber hinaus auch „sehr bescheiden und demütig“. Es mache eine große Freude.
Zumal Manzambi laut Opta der jüngste Spieler ist, der bei einer WM-Endrunde seit Datenerfassung (1966) fünf Torbeteiligungen (drei Treffer, zwei Assists) erreicht hat. Überhaupt gelang dies demnach in diesem Jahrtausend nur einem U21-Spieler: Rio-Weltmeister Thomas Müller bei der WM 2010 (8).
Neben Manchester United werden der FC Arsenal, der FC Chelsea und Manchester City als Interessenten für Manzambi gehandelt, auch Real Madrid wird genannt. Da deutet sich ein Wettbieten der Superreichen an, schon jetzt wird eine Ablöse von bis zu 70 Millionen Euro diskutiert.
In Freiburg kann man sich alles in Ruhe anschauen. Im vergangenen Sommer hatte der Klub den Vertrag bis 2030 verlängert. „Wir sind sehr entspannt“, sagte Sportdirektor Klemens Hartenbach zuletzt dem kicker, „entweder wir verkaufen super, oder wir haben einen super Spieler, wenn Johan bleibt.“
Die Schweiz benötigt ihren Unterschiedsspieler auch im vierten WM-Achtelfinale in Folge dringend, um erstmals nach 88 Jahren wieder ins Viertelfinale einer Weltmeisterschaft vorzustoßen. Zuletzt war dies 1938 gelungen – durch einen Sieg über Deutschland.
Doch die Hoffnung ist nach einer „reifen und solidarischen Leistung“ (Yakin) gegen Algerien groß. Allerdings müsse auch gegen Kolumbien oder Ghana wieder „alles perfekt passen“.







































