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·2. Februar 2026
Marc-Andre ter Stegens WM-Traum hängt jetzt am seidenen Faden

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Marc-André ter Stegen droht eine lange Verletzungspause.
Die Nachricht trifft Marc-André ter Stegen zur denkbar ungünstigsten Zeit. Eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel, erlitten ausgerechnet beim zweiten Einsatz für den FC Girona, könnte seinen ohnehin steinigen Weg zurück in die Weltspitze abrupt unterbrechen. Bis zu zwei Monate Pause stehen im Raum. Das wäre nicht nur ein persönlicher Rückschlag, sondern ein Problem für den deutschen Fußball.
Der 33-Jährige hatte sich erst Ende Januar Girona angeschlossen, um nach seiner langen Verletzungspause endlich wieder Spielpraxis zu sammeln. Die Rechnung war simpel: Einsätze in La Liga, Selbstvertrauen tanken, sich für die WM in Nordamerika empfehlen. Bundestrainer Julian Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatten unmissverständlich klargemacht, dass Spielzeit ein entscheidendes Kriterium für die Kaderplanung sei. Ter Stegen wusste, was auf dem Spiel steht.
Nun droht ihm genau das Szenario, das er unbedingt vermeiden wollte. Die Länderspiele gegen die Schweiz am 27. März und gegen Ghana drei Tage später würde er bei einer Ausfallzeit von zwei Monaten verpassen. Schlimmer noch: Er hätte kaum noch Gelegenheit, sich mit starken Leistungen ins Rampenlicht zu spielen. In Barcelona saß er auf der Bank, bei Girona liegt er jetzt auf der Krankenstation: Die Zeit läuft gegen ihn.
Besonders brisant ist die Klausel im Leihvertrag, die Girona offenbar berechtigt, ter Stegen bei einer Verletzung nach Barcelona zurückzuschicken. Sollte der katalanische Erstligist von dieser Option Gebrauch machen, stünde der Nationaltorhüter wieder dort, wo er gestartet ist: ohne Perspektive, ohne Einsätze, ohne die Möglichkeit, sich zu beweisen. Ein Kreislauf, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.
Man muss die Situation nüchtern betrachten. Ter Stegen hat in seiner Karriere Außergewöhnliches geleistet. Er war über Jahre einer der besten Torhüter der Welt, hat Barcelona durch unzählige Krisen getragen. Doch der Profifußball kennt keine Sentimentalität. Was zählt, ist die Gegenwart. Und die sieht für ter Stegen düster aus.
Die WM rückt näher, die Konkurrenz schläft nicht. Oliver Baumann hat sich in Nagelsmanns System etabliert, Alexander Nübel drängt nach vorne. Ter Stegen muss liefern, um seinen Platz zu verteidigen. Eine zweimonatige Pause macht das nahezu unmöglich.
Es bleibt die Hoffnung, dass die weiteren Untersuchungen ein milderes Ergebnis bringen. Girona hat angekündigt, die Diagnose absichern zu wollen. Vielleicht ist die Verletzung weniger gravierend als befürchtet. Doch selbst im besten Fall hat ter Stegen wertvolle Zeit verloren. Zeit, die er nicht hat.








































