REAL TOTAL
·25. September 2026
Marcelo verrät: Duell mit Werder Bremen „rettete“ Real-Karriere

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Marcelos CL-Debüt war gegen Werder – REAL TOTAL-Grafik: YouTube/@IkerCasillas, Getty Images
BREMEN. Auf Toni Kroos ist eigentlich Verlass. Sportlich – aber auch, wenn er etwas sagt, etwas ankündigt. Bei Real Madrid müssen sie nach zehn gemeinsamen Jahren nichts Gegenteiliges von dem deutschen Mittelfeldregisseur behaupten. Eine vermeintlich exklusive Information, die er unter der Woche im Gespräch in sein Podcast-Mikrofon mit Bruder Felix hineinsprach, erwies sich letztlich aber als unwahr: „Marcelo wird da sein, glaube ich. Von Marcelo habe ich gehört, dass er da ist.“
Nein, die brasilianische Linksverteidiger-Ikone gehört der Veteranenauswahl von Real Madrid, die am Samstag anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Weserstadions in Bremen gegen eine Legenden-Auswahl von Werder antritt (18:30 Uhr, im Livestream bei Sky), nicht an – anders als übrigens im November 2025, als er in der Hansestadt zur Icon League von Kroos vorbeischaute und mit seinem Ex-Mitspieler auch in einem Team spielte.
Der inzwischen 38-Jährige treibt sich stattdessen gerade lieber in New York City herum. Was ist Bremen schon gegen die Millionen-Metropole? Dabei hätte sich ein Auftritt des Südamerikaners an der Weser angeboten, weil ihn eine im Prinzip kleine und dann doch etwas größere Geschichte mit dem Bundesligisten verbindet.
Als Werder vor rund 20 Jahren noch regelmäßig in der Champions League vertreten war, kreuzten sich die Wege zum bis dato letzten Mal auch mit Real – in der Gruppenphase der Saison 2007/08. Bevor es den Bremern gelang, die Madrilenen vor heimischer Kulisse 3:2 zu besiegen (28. November), hatte es vorher im Estadio Santiago Bernabéu (18. September) einen 2:1-Erfolg für den spanischen Favoriten gegeben. Für den im Januar 2007 mit 18 Jahren nach Madrid gewechselten Marcelo war jenes Heimspiel in der Königsklasse der erst siebte Einsatz von am Ende 546 Pflichtspielen im Trikot des weißen Balletts – und zugleich das Debüt im internationalen Geschäft. All das unter Bernd Schuster.
„Ich erinnere mich daran, dass die Partie, ab der ich mich wirklich wie ein Spieler von Real Madrid fühlte, die war, als sich Heinze verletzt hatte. Zwei Tage vorher. Und wir standen vor einem Spiel gegen Werder Bremen im Bernabéu“, erzählte Marcelo im Jahr 2025 in einem Gespräch mit Iker Casillas: „Wir haben vorher im Bernabéu trainiert, was wir normalerweise nicht getan hatten. Und Schuster sagte mir: ‚Morgen spielst du von Anfang an.‘ Madre mia! Ich sagte mir: ‚Das muss ein Spiel werden, in dem ich Dinge tue, damit die Leute sagen, dass der vielleicht brauchbar ist.‘“
Er habe seine Leistung als „gut“ empfunden, so Marcelo: „Ich bin gelaufen, habe meinen Job gemacht. Ich glaube, das war das Spiel, in dem ich den Sprung geschafft habe. Davor wollte Real Madrid mich verleihen. Ich lehnte das ab, war da sehr klar. Valladolid wollte mich ausleihen. Ich hatte keine Ahnung und fragte: ‚Muss ich etwas unterschreiben oder so, um Madrid zu verlassen?‘ – ‚Ja.‘ – ‚Okay, dann werde ich nichts unterschreiben. Ich bleibe hier und glaube, dass ich die Möglichkeit habe, zum Einsatz zu kommen.‘ Und das war genau nach dem Champions-League-Spiel.“ Der Rest ist bekanntermaßen Geschichte.
Mit Marcelo hätte die Altherren-Truppe von Real zwei Ex-Stars, die das Weserstadion noch vom Aufeinandertreffen in 2007 kennen. Ohne ihn wird es nun lediglich Pepe sein. Dass der Portugiese sowie Fábio Coentrão, Claude Makélélé und Esteban Cambiasso das Höchste der Gefühle an namhaften Ex-Profis sind, war für Real-Kenner völlig klar, ist für viele Bremer Fans hingegen eine Enttäuschung. „Real Madrid Leyendas“ steht offiziell drauf, steckt aber kaum drin – weil auch ein Kroos nicht kommt und das Bruder-Duell mit Felix platzen lässt, obwohl er in jungen Jahren als Fan von Werder und Johan Micoud hin und wieder in Bremen vorbeischaute. Immerhin diese Ankündigung aus der „Einfach mal Luppen“-Episode wird am Ende richtig gewesen sein.
Die Kader zum Legenden-Spiel
Real Madrid: Pepe, Fábio Coentrão, Claude Makélélé, Esteban Cambiasso, José Callejón, Christian Karembeu, Kiko Casilla, Rubén de la Red, Antonio Núñez, Luis Milla, Pedro Contreras, Agustín García, Javier Balboa, David Barral, Fernando Sanz, Borja Valero, Ivan Campo – Trainer: José Antonio Camacho – Co-Trainer: José Manuel García Castro – ohne Rolle dabei: Francisco Buyo, Rafael Martín Vázquez, Isidoro San José Pozo
Werder Bremen: Diego, Torsten Frings, Per Mertesacker, Ailton, Ivan Klasnić, Naldo, Tim Borowski, Aaron Hunt, Markus Rosenberg, Angelos Charisteas, Marko Marin, Zlatko Junuzović, Philipp Bargfrede, Felix Kroos, Christian Groß, Andreas Reinke, Felix Wiedwald, Christian Vander, Theodor Gebre Selassie, Sokratis Papastathopoulos, Fin Bartels, Santiago García – Trainer: Thomas Schaaf, Otto Rehhagel – Co-Trainer: Claudio Pizarro
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