Marcels Metamorphose: Wie Marcel Hartel Hannover 96 noch besser machen wird  | OneFootball

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·12. August 2026

Marcels Metamorphose: Wie Marcel Hartel Hannover 96 noch besser machen wird 

Artikelbild:Marcels Metamorphose: Wie Marcel Hartel Hannover 96 noch besser machen wird 

Der Name Marcel Hartel geisterte ja nun schon einige Wochen durch unsere Foren, auch wenn man so gut wie gar nix über die Beweggründe eines möglichen Wechsels wusste. Und dann noch eines Wechsels nach Hannover, das klang ehrlich gesagt erstmal absurd.

Doch kurz nach dem letzten Testspiel gegen Zwolle, und nur wenige Tage vor dem Liga-Start, wurde es plötzlich konkreter. Die Frage bestand zwar weiterhin, warum ein Unterschiedsspieler wie „Cello“ nicht zurück an seine alte, erfolgreiche Wirkungsstätte im Hamburger Kult-Kiez zog. Das wollen wir hier auch nicht groß debattieren, sondern unseren „Transfercoup“ lieber mal in unserem Spielsystem beleuchten.


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Zur genaueren Analyse funkte ich vorab die Kollegen des emsigen FCSP-Blogs „Millernton“ an (www.Millernton.de). In deren wahnsinnig gut gepflegtem Archiv wurde ich sofort zu unserem Neuzugang fündig. Um den Rahmen dieses sehr spannenden Spielers nicht zu sprengen, schauen wir nur mal auf seinen quasi „Breakout“ im braun-weißen Dress. Agierte er unter Timo Schulz und anfangs unter Fabian Hürzeler noch eher unauffällig, platzten 2023/24 endlich alle Knoten.

Es war im Herbst ’23, als Coach Hürzeler unseren Titelhelden aus einem Engpass heraus als falsche 9 ausprobierte. Das damalige 5-2-3 gleicht im Grunde der heutigen Grundordnung von Christian Titz. Darin agierte Hartel gegen den Ball auf einer Doppel-Sechs. Offensiv profitierte er von dem freien 10er-Raum, der durch den Abgang von Kofi Kyereh entstanden war. So konnte er sich immer mehr in offensive Situationen einbringen, was sich in deutlichen Statistiken ablesen ließ. Er steigerte seine Ballkontakte im vordersten Drittel und suchte immer mehr Torabschlüsse. Grundlage hierfür war eine Laufbereitschaft, die ihm ligaweit mit die meisten Kilometer abreißen ließ.

Hartels intensives, polyvalentes Spiel begann also vor dem eigenen Strafraum und brachte ihn durch kluge Laufwege vermehrt in Abschluss-Situationen einer „hängenden Spitze“.

Zu einem Spieler dieses Profils gehört natürlich auch immer ein besonderer Mittelstürmer, der ganz besonders mit seinem Rückraum harmonieren muss. In Hamburg war das damals Johannes Eggestein. Und diesen Mittelstürmer-Typ hat 96 tatsächlich auch vorhanden: mit Benni Källman und Benedikt Pichler warten 2 konkurrierende Goalgetter darauf, vom neuen Ballverteiler gefüttert zu werden. Geht man nach den Eindrücken der starken Saison 23/24 der Kiezkicker, müsste eigentlich Benedikt Pichler der co-geniale Partner von Cello werden, also ein ballsicherer, gerne mitspielender Mittelstürmer, der seine Mitspieler in Szene setzt.

Interessant bei dieser Präsentation ist die Tatsache, dass sich Hannover und Christian Titz bereits schon einmal an einem taktischen Kniff der Kiezkicker bedienten! Die Idee des „schwimmenden 6ers“, wie sie letzte Saison bereits erfolgreich mit Enzo Leopold getestet wurde, entstammt ebenfalls aus dem Herzen Hamburgs und von Fabian Hürzeler. Hierbei schiebt der zentrale Innenverteidiger bei Ballbesitz auf die 6 hoch, und mit ihm das zentrale Mittelfeld auch von 6 auf 8 und von 8 auf 10. Nun also die nächste Variante mit einem offensiv agierenden 6er/8er?

Die finale Frage wäre nun, wen man für Hartel aus der Startelf nehmen würde.

Schaut man auf „YouTube“ mal etwas genauer hin, kommt Hartel gerne über die linke Seite und würde somit im aktuellen System einem gewissen Lars Gindorf Konkurrenz machen, den ganz Hannover eigentlich als gesetzt sehen würde. Würde sich unser Coach das aber selber antun, obwohl Gindorf in der Vorbereitung so gut performte?

Viele Foren-Schreiber tippen ja auf Wannis Taïbi, der in einer ähnlichen Rolle allerdings nicht an die defensive Arbeit und die versuchten Torabschlüsse des Herausforderers ran reicht. Marcel Hartel besitzt an/in der Box einfach diesen Willen und Instinkt, den Ball rein zu löten. Etwas, das 96 in den letzten Spielzeiten und jetzt aktuell in Cottbus immer fehlte. Und damit macht er ebenfalls die Diskussion um einen eventuell weiteren Mittelstürmer einfach überflüssig. Auch Mustapha Bundu droht hier die Bank, denn Hartel dürfte clever genug sein, um in die typisch Titz’sche, seitenverkehrte Aufstellung zu passen.

Jetzt kann man am Ende natürlich noch mutmaßen, dass unser Neuzugang seitdem auch nicht jünger geworden ist, bzw. die amerikanische MLS nicht die Energie der 2. deutschen Bundesliga besitzt. Auch das werden wir sehen und können schon jetzt happy sein über die Optionen, die wir in der Offensive gewinnen.

Egal ob als Starter oder von der Bank, Marcel Hartel wird die Gegner von Hannover 96 vor große Probleme stellen.

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