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·1. Januar 2026
Marketing-Baustelle FC Bayern: Rouven Kasper muss sofort liefern

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·1. Januar 2026

Rouven Kasper startet ab heute offiziell als Marketingvorstand des FC Bayern – und wird dabei kaum Zeit haben, sich einzugewöhnen.
Nach rund eineinhalb Jahren ohne festen Marketingvorstand steht der Rekordmeister vor einem strategischen Neustart in einem Bereich, der für die internationale Wettbewerbsfähigkeit immer entscheidender wird.
Dass Kasper direkt ins kalte Wasser geworfen wird, ist kein Zufall. Die Erwartungen an den Rückkehrer sind klar formuliert. Gemeinsam mit CEO Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl soll er das Vorstandstrio komplettieren und dem Klub wieder mehr Stabilität und Schlagkraft verleihen. Nach den internen Reibereien der vergangenen Jahre, die im Abgang von Finanzvorstand Michael Diederich mündeten, setzen die Bayern wieder auf eine breiter aufgestellte Führung mit klar verteilten Rollen.
Die Marschroute für den neuen Marketingvorstand ist eindeutig. Dreesen machte zuletzt unmissverständlich klar, dass der FC Bayern international nur dann mithalten kann, wenn Sponsoring und Merchandising deutlich dynamischer wachsen. Genau hier liegt das Kerngeschäft von Kasper. Der Marketing-Experte kennt den Klub bereits aus seiner früheren Zeit, als er zwischen 2016 und 2021 die Asien-Pazifik-Aktivitäten verantwortete. Damals trieb er die Internationalisierung maßgeblich voran und baute das Bayern-Netzwerk in Fernost aus.
Zuletzt bewies Kasper beim VfB Stuttgart, dass er auch unter wirtschaftlich anspruchsvolleren Bedingungen Akzente setzen kann. Dort war er für die Neuausrichtung der Markenstrategie, die internationale Positionierung und neue Vermarktungsansätze verantwortlich. In München sind die Dimensionen andere, der Druck jedoch ebenfalls. Der FC Bayern ist globaler Spitzenklub – muss diese Rolle aber Jahr für Jahr neu rechtfertigen und monetarisieren.
Kasper selbst formulierte sein Ziel bereits klar: Die Strahlkraft des FC Bayern als globaler Spitzenklub mit bayerischen Wurzeln soll weiter wachsen. Worte, denen nun schnell Taten folgen müssen. Denn nach dem Abgang von Andreas Jung im Sommer 2024 hinterließ die vakante Marketingposition ein spürbares Vakuum. Strukturelle Entscheidungen wurden vertagt, strategische Prozesse gebremst – all das soll nun aufgeholt werden.
Bemerkenswert ist dabei auch die Art und Weise seines Wechsels. Obwohl Kasper in Stuttgart noch bis 2028 unter Vertrag stand, verzichteten die Bayern auf eine Ablösesumme. Stattdessen wurde laut kicker ein Gentlemen’s Agreement geschlossen, das dem VfB ein lukratives Freundschaftsspiel zusichert.
Für Kasper beginnt das Jahr 2026 damit gleich doppelt intensiv: neuer Job, neuer Lebensabschnitt und kaum Anlaufzeit. Beim FC Bayern weiß man jedoch, warum man ihn geholt hat. Die Aufgaben sind klar, der Erwartungsdruck ebenso. Jetzt geht es darum, den Rekordmeister auch abseits des Rasens fit für die Zukunft zu machen.









































