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·20. Juni 2026
Marokkos Ismael Saibari bei der WM 2026: 55 Mio. EUR FC Bayern-Wechsel steht kurz bevor

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Der Wechsel von Ismael Saibari zum FC Bayern steht unmittelbar vor dem Abschluss. Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi sieht darin während der WM 2026 allerdings keine Belastung für seinen Angreifer. Während sich die Münchner noch nicht offiziell geäußert haben, läuft die Vorbereitung des Transfers bereits auf die Zielgerade. Schottland hat sich bei der WM 2026 schon nach 70 Sekunden den Stecker ziehen lassen. Im Boston Stadium von Foxborough, wo sonst die New England Patriots spielen, traf Ismael Saibari für Marokko zum frühen 1:0, und dabei blieb es bis zum Schluss.

Marokkos Ismael Saibari (Nummer 11) bejubelt das erste Tor seiner Mannschaft im WM-Gruppenspiel der Gruppe C gegen Brasilien. Die Partie fand am 13. Juni 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford statt. Dan Mullan / Getty Images
Zwischen den WM-Spielen gegen Brasilien und Schottland hatte Saibari den Rekordmeister wohl nicht nur gedanklich im Hinterkopf. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP fehlte der 25-Jährige am Dienstag im Training der marokkanischen Auswahl. Stattdessen soll er in New Jersey den Medizincheck für den FC Bayern absolviert haben.
Das sorgte vor dem wichtigen Gruppenspiel gegen die Schotten zwar für Gesprächsstoff, doch Marokko blieb unbeeindruckt. Die Partie in der Nacht auf Samstag entschied der Afrikameister mit 1:0 für sich, Saibari erzielte dabei erneut den Treffer. Ouahbi beruhigte die Lage anschließend mit klaren Worten: „Wir sind sehr stolz, wenn marokkanische Spieler in großen Klubs wie Bayern München spielen können“, sagte der Coach. „Der Spieler geht sehr gelassen damit um, er konzentriert sich darauf, für Marokko zu spielen.“
Auch die Kommunikation des FC Bayern bewertet Ouahbi als zurückhaltend. Der Klub sei bislang „nicht besonders offensiv“ vorgegangen. Zugleich stellte der 49-Jährige klar, dass Marokko auf das Timing keinen Einfluss habe. „Wir haben natürlich keinen Einfluss auf das Timing, aber bislang ist es noch nicht offiziell“, sagte er.
Eine Einigung zwischen dem FCB und der Spielerseite besteht nach Informationen aus dem Umfeld bereits seit Längerem. Die Gespräche mit PSV Eindhoven befinden sich in der Endphase, zudem ist über die Ablösemodalitäten bereits grundsätzlich Einigkeit erzielt worden. Die offizielle Verkündung ist damit nur noch eine Frage der Zeit.
Für Marokko könnte der bevorstehende Wechsel sogar einen zusätzlichen Vorteil haben. Ouahbi betonte, er kenne Bayerns Cheftrainer Vincent Kompany „sehr gut“. „Ich denke, er versteht, dass die Priorität aktuell auf Marokko liegt. Aber wir werden sehr stolz sein. Wir wollen, dass die besten marokkanischen Spieler bei den besten Klubs spielen.“
Saibari zählt zweifellos zu den Leistungsträgern des amtierenden Afrikameisters. Zum WM-Start gegen Brasilien, das 1:1 endete, markierte er die zwischenzeitliche Führung für sein Land. In der abgelaufenen Saison traf er für die PSV Eindhoven 15-mal in 27 Ligapartien und erzielte zudem drei Tore in sieben Champions-League-Einsätzen.
Auch die nächste Marokko-Gegnerin Schottland nimmt den Offensivmann deshalb sehr ernst. Nationaltrainer Steve Clarke warnte: „Er ist schnell, er ist kräftig“ und „er hat gegen Brasilien gezeigt, dass er weiß, wie man Chancen verwertet.“ Die Bundesliga-Trainer werden bei den weiteren WM-Auftritten Marokkos wohl ebenfalls genau hinschauen.
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