Massenschlägerei und Hulk mittendrin! 23 Rote Karten in Brasilien | OneFootball

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·9. März 2026

Massenschlägerei und Hulk mittendrin! 23 Rote Karten in Brasilien

Artikelbild:Massenschlägerei und Hulk mittendrin! 23 Rote Karten in Brasilien

Chaotische Szenen in Brasilien: Beim Finale der Staatsmeisterschaft von Minas Gerais zwischen Cruzeiro und Atlético Mineiro eskalierte die Partie komplett. Am Ende standen unglaubliche 23 Platzverweise im Spielbericht.

Das Finale der Staatsmeisterschaft von Minas Gerais zwischen Cruzeiro und Atlético Mineiro ist von einer Massenschlägerei überschattet worden. Das Stadtderby in Belo Horizonte geriet am Sonntagabend völlig außer Kontrolle. Sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen kam es zu Tumulten.


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Besonders kurios: Während der Partie zeigte Schiedsrichter Matheus Delgado Candançan keine einzige Karte. Erst im offiziellen Spielbericht nach dem Spiel wurden insgesamt 23 Rote Karten bestätigt.

Auslöser für die Eskalation war eine Szene tief in der Nachspielzeit. Cruzeiro hatte durch Kaio Jorge in der 60. Minute bereits geführt. Als in der sechsminütigen Nachspielzeit nur noch wenige Sekunden zu spielen waren, kam es zu einem folgenschweren Zusammenstoß.

Cruzeiros Angreifer Christian rauschte nach einem Schussversuch in Atlético-Torwart Everson hinein. Der Keeper reagierte sofort wütend und drückte seinen Gegenspieler mit den Knien zu Boden.

Innerhalb weniger Sekunden entwickelte sich eine Rudelbildung, die komplett eskalierte. Nahezu alle Spieler beider Teams mischten sich ein. Es kam zu Faustschlägen, Tritten und heftigen Auseinandersetzungen auf dem Platz.

Sicherheitskräfte der Vereine sowie die Militärpolizei benötigten rund zehn Minuten, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Danach wurde die Partie schließlich abgebrochen – ohne dass der Schiedsrichter während des Spiels eine Karte gezeigt hatte.

Auch Hulk unter den Platzverweisen

Erst im offiziellen Spielbericht folgte dann die Konsequenz: Insgesamt 23 Spieler und Beteiligte wurden nachträglich mit Rot vom Platz gestellt.

Unter den Betroffenen befinden sich neben den beiden Auslösern Christian und Everson auch mehrere prominente Namen. Atlético-Kapitän Hulk gehört ebenso dazu wie der zukünftige BVB-Spieler Kauã Prates. Auch Torschütze Kaio Jorge, die brasilianischen Nationalspieler Gerson und Fabrício Bruno sowie die ehemaligen Bundesliga-Profis Walace und Fagner wurden des Feldes verwiesen. Ebenfalls betroffen ist Ex-Atlético-Madrid-Profi Renan Lodi.

Nach dem Spiel meldete sich Hulk zu Wort und entschuldigte sich bei den Fans – kritisierte aber gleichzeitig den Schiedsrichter.

„Ich habe dem Schiedsrichter schon zu Beginn des Spiels gesagt, dass es Ärger geben würde. Er hatte keine Persönlichkeit. Wenn er einen, zwei oder drei Spieler vom Platz stellen muss, dann soll er das tun! Er hatte Angst, das Finale zu pfeifen“, betonte der Routinier.

Der Angreifer versuchte zugleich, sein Verhalten zu erklären: „Ich kann mich nicht erinnern, jemals an Gewalttaten in einem Spiel beteiligt gewesen zu sein. Ich werde nicht müde werden, mich zu entschuldigen. Wir versuchen zu beschwichtigen, aber wenn man heißblütig ist und sieht, wie ein Mitspieler angegriffen wird, reagiert man automatisch. Aber es hätte vermieden werden können.“

Den beteiligten Spielern drohen nun empfindliche Strafen und lange Sperren.

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