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·19. Juni 2026
Massive Geldstrafe verhängt: Marseille droht sogar Europa-Aus

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·19. Juni 2026

Olympique Marseille kam in den vergangenen Jahren nicht zur Ruhe und steht mittlerweile unter genauer Beobachtung der UEFA.
Grund dafür ist die Nichteinhaltung der vorgegebenen Financial-Fairplay-Regelungen. Wie der der europäische Fußballverband mitteilte, wurde der französische Traditionsklub daher zu einer Geldstrafe in Höhe von sechs Millionen Euro verurteilt. Er habe die Vorgaben zu den Einnahmen in den Berichtszeiträumen 2023, 2024 und 2025 nicht eingehalten. Weitere vier Millionen Euro muss OM blechen, da er die Kaderkostenquote nicht erfüllt habe. Die Vereine dürfen nämlich höchstens 70 Prozent ihrer durch Fußball erzielten Einnahmen in Spielergehälter investieren.
Marseille drohen sogar noch schärfere Konsequenzen. Der Ausschluss von den europäischen Wettbewerben würde erfolgen, falls in der Saison 2026/27 das Einnahmeziel nicht erreicht werden sollte. Dort tritt er in der Europa League an, die zwar Renommee bringen kann, aber nicht unbedingt das ganz große Geld. Dafür hätte es die Qualifikation für die Champions League benötigt, die nach ständigem Auf und Ab knapp verpasste wurde.
OM scheint sich dem Ernst der Lage bewusst zu sein. „Diese Entscheidung ermöglicht es dem Verein und seinen Fans, in der Saison 2026/2027 an der UEFA Europa League teilzunehmen. Vor allem aber ist sie eine Mahnung an die Verantwortung, die heute auf uns lastet: Sie geht mit hohen Anforderungen einher und verpflichtet Olympique Marseille in vollem Umfang. Der Verein wird die notwendigen Anstrengungen fortsetzen, um all seinen Verpflichtungen nachzukommen und die von der UEFA festgelegten Bedingungen zu erfüllen“, hieß es in der vereinseigenen Stellungnahme.
Die kommende Transferperiode müsste sich daher ruhiger gestalten. Noch im vergangenen Sommer flossen alleine über 90 Millionen Euro an Ablösen in Neuzugänge, um den Kader nach den Vorstellungen des damaligen Trainers Roberto De Zerbi zu formen. Der ehrgeizige Italiener musste allerdings im Februar des laufenden Jahres nach einer 0:5-Niederlage bei PSG gehen. Besserung trat nicht unbedingt ein. Nachfolger Habib Beye brachte keine Konstanz in die Leistungen.

Foto: Getty Images
Nach dem Verpassen der Champions League steht er schon wieder unter Beobachtung. Denn bei OM, das auch auf Führungsebene keine Kontinuität vorweisen kann, sind die Ansprüche traditionell hoch. Die Entwicklung solle zwar weiter „auf soliden und nachhaltigen sportlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Grundlagen“ fortgesetzt, sportlich aber dennoch zumindest die Rolle als klar zweite Kraft hinter PSG übernommen werden.
Foto: Getty Images







































