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·18. Januar 2026
"Massive Polizeigewalt": Hertha-Fans mit Kritik nach Abendspiel

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·18. Januar 2026

Das mit Spannung erwartete Spitzenspiel zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 kam am Samstagabend mit gedämpfter Stimmung daher, was an einem vorangegangenen Einsatz der Polizei im Heimbereich lag. Dabei kam es zu einer ganzen Reihe an verletzten Personen. Fanhilfe und Polizei schieben sich im Nachhinein gegenseitig die Schuld in die Schuhe.
Ein gut gefülltes Olympiastadion in den Farben Blau und Weiß. Auf der einen Seite die in den Aufstiegskampf strebenden Herthaner, auf der anderen der mit einer Vielzahl an Fans angereiste Spitzenreiter aus Gelsenkirchen. Und auf dem Feld ein echtes Topspiel mit vielen Highlights auf beiden Seiten. So war das Zweitligaspiel am Samstagabend zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 erwartet worden, allerdings kam es letztlich ganz anders.
Während auf dem Rasen eine Nullnummer der besseren Art geboten wurde, herrschte auf den Rängen zeitweise eine erschreckende Stille. Der Heimbereich war von den Berliner Ultras dabei frühzeitig gar komplett verlassen worden. Begründet wurde dies schon während der Partie vonseiten der Fanhilfe Hertha BSC mit einem Polizeieinsatz vor der Ostkurve, wobei es zu "massiver Polizeigewalt" mit "teilweise sogar schwerstverletzten Fans" gekommen sein soll.
"Schon am Eingang hielt sich die Polizei erneut nicht an Absprachen mit dem Verein und provozierte die anwesenden Fans. Es folgte dort bereits eine Festnahme ohne ersichtlichen Grund. Die Provokationen der Hundertschaften verlagerten sich anschließend in den Eingang zur Kurve", teilte die Fanhilfe in den Sozialen Medien mit und bezeichneten den "Angriff" der Sicherheitskräfte als "traurigen Höhepunkt einer Eskalations- und Provokationsspirale der Polizei im Olympiastadion, die seit etwa einem halben Jahr durchgedrückt wird."
Kritisiert wurde von der Fanhilfe auch die Berliner Politik um Innensenatorin Iris Spranger, die selbst im Stadion zugegen war. "Vertreter des Vereins haben immer wieder im Dialog mit der Polizei versucht, eine Deeskalation herbeizuführen. Dass dies von der Einsatzleitung und der verantwortlichen Innensenatorin ganz offensichtlich nicht gewünscht ist, zeigt der heutige Tag", so die Fanhilfe. Der Hauptstadtklub ließ in der Folge bereits verlauten, sich mit der Innensenatorin noch besprechen und dann selbst eine "abgestimmte Stellungnahme" herausgeben zu wollen.
Die Polizei veröffentlichte derweil noch am gleichen Abend eine Rechtfertigung zu den Vorwürfen auf der Plattform X: "Rund um das heutige Fußballspiel im Olympiastadion kam es bereits vor Spielanpfiff zu gewalttätigen Angriffen einzelner Fangruppen auf unsere Einsatzkräfte. Am Stadioneingang zur Ostkurve sollen Kollegen nach Beleidigungen von vermummten Fans unter anderem mit Absperrgittern beworfen und mit Schlagwerkzeugen attackiert worden sein. Aufgrund der Gewalt- und Bedrohungslage war es zum Schutz der Einsatzkräfte und unbeteiligter Zuschauender notwendig, Pfefferspray gegen größere Gewalttätergruppen einzusetzen." Verletzt worden sein letztlich 21 Einsatzkräfte sowie 31 Fans, so die Polizei.









































