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·4. Juli 2026
Mbappé-Elfmeter genügt: Frankreich müht sich gegen ruppiges Paraguay ins Viertelfinale

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·4. Juli 2026

Im zweiten WM-Achtelfinale tat sich Frankreich ein rein destruktives vorgehendes Paraguay sehr schwer, setzte sich aber am Ende knapp mit 1:0 durch.
Die Südamerikaner zeigten sich am Montag für einen neuen deutschen fußballerischen Tiefpunkt verantwortlich, indem sie nach einer starken Defensivleistung das Elfmeterschießen erreichten und sich in diesem gegen das DFB-Team durchsetzen. Nun wartete auf sie die bislang stärkste Mannschaft des Turniers. Frankreich gewann seine vier Begegnungen mit einem Torverhältnis von 13:2 und glänzte beim jüngsten 3:0-Erfolg über Schweden auch spielerisch.
Bei Temperaturen an die 40 ℃ dominierte der Favorit von Beginn an das Geschehen, erreichte in der Anfangsphase Ballbesitzwerte von über 90 Prozent. Doch im letzten Drittel des Spielfelds fand er keine Lösungen. Das enorm tief stehende Paraguay geriet bis zur ersten Trinkpause kaum in Gefahr. Das Torschussverhältnis lautete bis zur 22. Minute 0:0. Dann zog Manu Koné aus der Distanz ab, dessen abgefälschter Schuss flog nur knapp am Tor vorbei.
Auch in der Folge musste sich Orlando Gill keinen Prüfungen stellen. Frankreich agierte weiter erstaunlich uninspiriert und haderte zudem zunehmend mit der körperbetonten Herangehensweise des Gegners, der es erneut darauf anlegte, keinen Spielfluss aufkommen zu lassen. Schiedsrichter Ilgiz Tantashev ließ La Albirroja mit der ein oder anderen Unsportlichkeit davonkommen, etwa beim Schlag von Matias Galarza gegen Kylian Mbappé.
Sportliche Höhepunkte hielten sich dagegen weiter in Grenzen. Die Equipe Tricolore kam der Führung durch einen ebenfalls abgefälschten Versuch von Ousmane Dembélé näher, musste sich aber mit einem torlosen Remis in die Pause verabschieden
Den zweiten Durchgang begann Frankreich druckvoller. Adrien Rabiot setzte einen weiteren Distanschuss über den Kasten. Eine kurz ausgeführte Ecke führte zu Dembélé, der aus spitzem Winkel das Außennetz traf (52.). Keine 180 Sekunden später probierte es Koné wieder aus der Ferne und sorgte dafür, dass Gill erstmals durchs Tor fliegen musste, um den Ball abzuwehren.
Dazu sorgte der eingewechselte Désiré Doué für neuen Schwung. Immer wieder ging er auch gegen mehrere Paraguayer ins Dribbling, wodurch er in der 67. Minute von Diego Gomez im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Der Unparteiische erkannte das klare Foulspiel nach Ansicht der TV-Bilder. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mbappé souverän, indem er Gill verlud und platziert per Flachschuss ins rechte Eck traf.

Foto: Getty Images
Trotz des Rückstandes änderte Paraguay nichts an der Ausrichtung, fokussierte sich weiter vor allem darauf den Rhythmus des Gegners zu stören und erhielt dabei weiter Unterstützung vom überforderten Schiedsrichter, der sämtliche regelwidrige Vergehen – darunter ein weiterer Schlag abseits des Balls gegen Dayot Upamecano – nicht unterband. Nach vorne hin ging weiter wenig bis gar nichts. Frankreich verwaltete daher den Vorsprung und hätte ihn durch den mehrfach am hervorragend parierenden Gill scheiternden Mbappé fast noch aufgebaut.
Mike Maignan musste dagegen erst in der letzten Minute der regulären Spielzeit eingreifen und hielt dabei sicher gegen Mauricio. Letztlich brachte Frankreich den knappen Vorsprung über die Ziellinie und trifft am Donnerstagabend im Viertelfinale auf Marokko.
Paraguay: Gill,-Velazquez, G. Gomez (71. Mauricio), Alderete (58. Canale),-Caceres, Cubas, D. Gomez, Alonso,-Almiron (71. Alvalos), Galarza,-Enciso (61. Caballero)
Frankreich: Maignan,-Kounde, Upamecano, Saliba, Digne,-Koné, Rabiot,-Dembélé (84. Cherki), Olise, Barcola (61. Doué),-Mbappé
Tor: 0:1 Mbappé (Foulelfmeter, 70.)
Foto: Getty Images
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