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·22. September 2026
Mbappé fordert den Ballon d’Or – Raphinha antwortet mit Yamal

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·22. September 2026

Kylian Mbappé hat in einem Jahr 58 Tore geschossen, den Goldenen Schuh der WM geholt – und keinen einzigen Titel gewonnen. Sein Argument für den Ballon d’Or lautet trotzdem: die eigenen Füße. Am Montag hat ihm ein Kapitän widersprochen, der gar nicht auf der Liste steht.
Raphinha, im Sommer nicht unter den 30 Nominierten, hat im Guardian eine Wahl getroffen, die in Barcelona niemanden überrascht: Lamine Yamal müsse gewinnen. Auf die direkte Frage, ob der 19-Jährige der ideale Kandidat sei, antwortete der Brasilianer: „Without a doubt, yes.“ Der Preis, so seine Begründung, hänge an drei Dingen – individuelle Zahlen, Teamtitel, und der Magie auf dem Platz. Yamal habe alle drei.
Yamal kommt für 2025/26 auf 24 Tore und 18 Vorlagen, dazu Meisterschaft und Supercup mit Barça – und den WM-Titel mit Spanien, als jüngster Spieler eines Weltmeister-Kaders, der im Finale auf dem Platz stand. Mbappé kommt auf 42 Tore für Real Madrid, zehn bei der WM, die ihn mit 22 Turniertoren zum besten WM-Torschützen aller Zeiten gemacht haben. Frankreich wurde Vierter. Real wurde nichts.
In der AS hatte Mbappé vergangene Woche erklärt, dieses Jahr sei das richtige, um den Ballon d’Or zu gewinnen – und der Preis müsse zurück ins Bernabéu, zu den Menschen in Madrid, die ihn mehr verdient hätten als alle anderen. Das ist ein Wahlkampfsatz, kein Analysesatz. Er richtet sich an die 100 Journalisten, die abstimmen, und er nimmt vorweg, was diese seit Jahren kritisieren: dass der Preis zu oft nach Toren und zu selten nach Einfluss vergeben wird.
Raphinhas Antwort ist die elegantere. Er nennt keinen Namen außer Yamals. Er spricht nicht von Real. Und er sagt trotzdem alles, was gesagt werden muss: Wer dreimal in Folge liefert, Titel holt und den Saal zum Schweigen bringt, braucht keine Rede über Verdienst.
Am 26. Oktober wird in London abgestimmt. Harry Kane mit 61 Toren und Rodri als Spieler des WM-Turniers stehen ebenfalls oben. Yamal und Mbappé aber sind die beiden, die aus dieser Wahl eine Erzählung machen. Der eine hat den Titel und die Jugend. Der andere hat die Tore und den Lärm. Der Ballon d’Or hat schon öfter dem Lärm geglaubt. Diesmal wäre es ein Fehler.















