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·23. September 2026
Mbappé schwärmt vor Klopps Debüt von dessen Trainerqualitäten

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Jürgen Klopp hat noch kein einziges Spiel als Bundestrainer absolviert, die Vorschusslorbeeren könnten trotzdem kaum größer sein. Nun kommen sie sogar aus dem französischen Nationalteam. Kylian Mbappé hat sich vor Klopps Debüt ausdrücklich anerkennend über den neuen deutschen Nationaltrainer geäußert – und dabei gleichzeitig eine ziemlich interessante Verbindung zur Vergangenheit hergestellt.
Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft kann die Euphorie um Klopp jedenfalls nachvollziehen. Und wenn ausgerechnet Mbappé, der inzwischen bei Real Madrid unter José Mourinho spielt, Klopp zu den besten Trainern der vergangenen zwei Jahrzehnte zählt, ist das durchaus bemerkenswert.
„Völlig zu Recht. Klopp ist einer der besten Trainer der letzten 20 Jahre“, sagte Mbappé der Sport Bild. Viel deutlicher kann man seine Wertschätzung kaum formulieren. Noch interessanter wird es, weil Mbappé anschließend Klopp mit seinem aktuellen Trainer Mourinho in einen Satz packte: „Mourinho, Klopp, das sind Trainer, unter denen jeder Profi spielen möchte.“
Das ist mehr als das übliche höfliche Lob vor einem Länderspiel. Mbappé kennt Klopp zwar nicht aus einer gemeinsamen Mannschaft, hat dessen Arbeit beim FC Liverpool aber über Jahre aus nächster Nähe verfolgt. Dass er sich nun auf das Wiedersehen freut, passt deshalb durchaus ins Bild: „Es ist einfach schön, ihn wieder auf der Trainerbank zu sehen. Ich freue mich sehr auf das nächste Spiel gegen ihn.“
Für Klopp ist das natürlich eine angenehme Schlagzeile vor dem ersten Pflichtspiel als Bundestrainer. Vor allem aber zeigt sie, welchen internationalen Ruf er sich in seiner Zeit bei Liverpool erarbeitet hat.
Auch über die DFB-Elf fand Mbappé klare Worte. Sein Respekt vor Deutschland sei unabhängig vom jeweiligen Trainer immer hoch gewesen. Die zuletzt schwächeren Turnierleistungen hätten daran nichts geändert.
„Deutschland hat immer noch eine der besten Mannschaften der Welt“, sagte der 27-Jährige. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Mannschaft zuletzt „nicht ihre beste Phase“ gehabt habe. Für Mbappé ist das offenbar kein Widerspruch. Deutschland könne auch nach schwierigen Jahren und enttäuschenden Turnieren nicht einfach aus der Weltspitze gestrichen werden.
Seine Begründung ist dabei ziemlich klassisch: vier Weltmeistertitel. Frankreich hat bislang zwei gewonnen, Deutschland also doppelt so viele. „Wenn ich keinen Respekt vor Deutschland hätte, wäre ich verrückt“, sagte Mbappé.
Man kann über die aktuelle Stärke der deutschen Nationalmannschaft selbstverständlich diskutieren. Dass ihre historische Bedeutung im internationalen Fußball dadurch nicht verschwindet, ist allerdings ebenfalls schwer zu bestreiten.
Noch spannender wird Mbappés Interview an einer ganz anderen Stelle. Denn Klopp und der Franzose hätten beinahe tatsächlich einmal zusammengearbeitet.
Mbappé bestätigte, dass Klopp ihn während seiner Zeit beim FC Liverpool gerne nach England geholt hätte. Und offenbar war die Idee auch für ihn selbst attraktiv: „Ich wäre damals sehr gerne zu ihm gewechselt“, erklärte der Franzose.
Warum kam es trotzdem nicht dazu? Mbappé war damals gerade erst 18 Jahre alt und hatte seine erste große Profisaison bei der AS Monaco hinter sich. Für den Schritt ins Ausland fühlte er sich nach eigener Aussage noch nicht bereit. Stattdessen wollte er in seine Heimatstadt Paris zurück und sein vertrautes Umfeld behalten.
„Ich war noch nicht bereit, mein Heimatland zu verlassen. Ich wollte in meine Heimatstadt, nach Paris“, erklärte Mbappé. Nach nur einem Jahr bei Monaco habe er dieses Umfeld gebraucht, um sich wohlzufühlen. Deshalb fiel die Entscheidung für Paris Saint-Germain.
Sportlich und finanziell war das trotzdem alles andere als ein kleiner Schritt. Mbappé wechselte 2017 zunächst für ein Jahr auf Leihbasis zu PSG, anschließend griff die vereinbarte Kaufoption von 180 Millionen Euro. Damit wurde der damals 18-Jährige hinter Neymar zum zweitteuersten Spieler der Fußballgeschichte.
Und genau deshalb bekommt Klopps erstes Spiel als Bundestrainer noch eine kleine persönliche Note. Der Franzose, den Klopp vor fast einem Jahrzehnt gerne nach Liverpool geholt hätte, steht nun auf der anderen Seite.
Damals entschied sich Mbappé für Paris.
Heute freut er sich darauf, Klopp wieder auf einer Trainerbank zu sehen.















