Mbappe Verletzungsupdate: Aus der Sehnenverletzung wird eine überdehnte Kapsel – und aus der Sorge ein Aufatmen | OneFootball

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·27. September 2026

Mbappe Verletzungsupdate: Aus der Sehnenverletzung wird eine überdehnte Kapsel – und aus der Sorge ein Aufatmen

Artikelbild:Mbappe Verletzungsupdate: Aus der Sehnenverletzung wird eine überdehnte Kapsel – und aus der Sorge ein Aufatmen

Madrid. Am Samstagnachmittag fuhr Kylian Mbappé direkt vom Flughafen zum Trainingszentrum in Valdebebas, ließ sich untersuchen und verließ die Anlage nach rund 20 Minuten wieder. Am Abend veröffentlichte Real Madrid die Diagnose: eine „Überdehnung der hinteren Kapsel des linken Kniegelenks“. Weder der Meniskus noch ein Kreuzband sind betroffen.

Damit ist die schlimmste Befürchtung vom Tisch – und die Diagnose eine andere als jene, die der französische Verband am Freitagabend verbreitet hatte. Die FFF war von einer Sehnenverletzung ausgegangen.


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Die erwartete Ausfallzeit

Eine offizielle Angabe machte Real nicht. Spanische Medien rechnen laut übereinstimmenden Berichten mit zehn bis zwölf Tagen; OneFootball nennt eine vom Klub erwartete Pause von rund zwei Wochen.

Der Kalender arbeitet dabei für Mbappé. Weil die Länderspielpause erstmals drei statt zwei Wochen dauert, spielt Real erst am 10. Oktober wieder – zu Hause gegen den FC Villarreal. Bei einer Ausfallzeit von zwei Wochen wäre ein Einsatz zumindest möglich, in jedem Fall verpasst der 27-Jährige voraussichtlich kein einziges Pflichtspiel seines Klubs.

Für José Mourinho ist das die beste Nachricht dieser Woche. Mbappé ist mit acht Toren und zwei Vorlagen in acht Pflichtspielen erneut Reals bester Torschütze.

Warum die Sorge trotzdem berechtigt war

Goal hatte am Samstag berichtet, die Beunruhigung im Klub habe sich wegen der Vorgeschichte dieses Knies „verdoppelt“ – und ein Szenario von sechs bis acht Wochen Ausfall wäre mit Blick auf den Clásico am 25. Oktober im Camp Nou hochbrisant gewesen.

Die Chronik erklärt die Nervosität. Zum Jahreswechsel war nach einem MRT eine Außenbandverletzung im linken Knie diagnostiziert worden; eine Quelle aus Mbappés Umfeld sprach damals gegenüber der AFP von mindestens drei Wochen Pause. Wenige Tage nach der Diagnose stand er wieder auf dem Platz. Im Februar brach er eine Trainingseinheit ab, die medizinische Abteilung verordnete eine Zwangspause. Im Frühjahr verpasste er sieben Spiele.

Damals wurde daraus ein Konflikt: Laut Cadena SER waren Mbappés Berater verärgert, weil der medizinische Stab ihm nicht früher Schonung verordnet habe – im Dezember wäre er zu einer längeren Pause bereit gewesen, hätten die Klubärzte dazu geraten. Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass in Madrid am Freitag niemand entspannt war.

Goal zählt sieben Verletzungen in gut zwei Jahren seit Mbappés Wechsel nach Madrid.

Die Szene und der Ablauf

Mbappé hatte in der 54. Minute beim 1:0 in der Türkei getroffen – das erste Tor unter Zinédine Zidane –, jubelte nicht, sondern griff sich sofort ans linke Knie und wurde wenig später ausgewechselt. Zidane danach: „Es sieht nicht gut aus, nein, es sieht nicht gut aus.“ Und: „Wir wollen kein Risiko eingehen.“

Entwarnung gab es in Ansätzen schon kurz nach dem Abpfiff: Mbappé scherzte gut gelaunt mit seinem Real-Kollegen Arda Güler. Am Samstag folgte die Untersuchung, am Abend die Mitteilung.

Reals wachsende Liste

Entspannt ist die Lage trotzdem nicht. Ibrahima Konaté fällt nach einer Verletzung im französischen Lager drei bis vier Wochen aus. Federico Valverde erlitt im Derby bei Atlético eine Sprunggelenksverletzung dritten Grades und wird laut OneFootball ebenfalls wochenlang fehlen. Drei Ausfälle binnen einer Woche, zwei davon im Nationaltrikot.

Was Mourinho bleibt: ein Stürmer, der auf der 30er-Shortlist für den Ballon d’Or steht und voraussichtlich rechtzeitig zurückkehrt. Und ein Kader, der bis zum Clásico am 25. Oktober noch einiges aufholen muss – sechs Punkte auf Barcelona, nach der Derbyniederlage gegen Atlético.

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